Tag der Zahngesundheit am 25. September 2015 – Prävention ist besser als Zahnextraktion

Bereits seit einem Vierteljahrhundert steht der 25. September im Zeichen des Zahns. Mit Themen rund um Zahnersatz, Pflege oder Wechselwirkungen von Zahn- und Körpergesundheit informiert der „Tag der Zahngesundheit“ jährlich bundesweit. Grund genug, einmal zurückzublicken, denn das diesjährige Motto lautet „Gesund beginnt im Mund – 25 Jahre Tag der Zahngesundheit“. „Bei einem Rückblick auf die letzten 25 Jahre Zahnmedizin fällt vor allem auf, dass sich die Einstellung zur Langzeitpflege und Erhaltung unserer Zähne sehr verändert hat“, bemerkt Dr. med. dent. Marc Hansen, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Gutachter der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie (DGZI) und Leiter einer eigenen Zahnarztpraxis in Dortmund. „Hier leistet der ‚Tag der Zahngesundheit‘ mithilfe seiner vielseitigen Schwerpunkte einen großen Informationsbeitrag.“

Blickpunkt Prävention

Im Vergleich zur Situation Anfang der 90er-Jahre ist die Zahl der Zahnextraktionen stark zurückgegangen. „Heutzutage erhalten wir die Zähne unserer Patienten nach Möglichkeit, statt sie direkt zu ziehen, wie es vor rund 20 Jahren noch oft der Fall war. Dies ist vor allem auf eine Veränderung des Vorgehens bei Pflege und Vorsorge zurückzuführen“, weiß Dr. Hansen und erläutert: „Neue wissenschaftliche Kenntnisse zu Krankheitsentstehungen und -verläufen sowie technische Entwicklungen in der Zahnmedizin ermöglichen es Zahnärzten, wesentlich präziser, gebietsschonender und patientenfreundlicher zu arbeiten. Zusätzlich sorgt unsere Informationsgesellschaft in Kombination mit differenzierteren Produkten zur heimischen Zahnpflege für einen verantwortungsbewussteren Umgang mit den eigenen Zähnen.“ Statt auf Erkrankungen zu reagieren und so faktisch zu behandeln, wenn es bereits zu spät ist, setzen Zahnmediziner zur Früherkennung und Behandlung auf die Professionelle Zahnreinigung (PZR) und moderne Techniken, wie zum Beispiel Digitale Volumentomografie (DVT), Intraoralscanner, Laser und andere schonende Verfahren.

Fortschrittlicher Zahnersatz für alle Fälle

Trotz moderner Zahnmedizin kann es vorkommen, dass ein Zahn weichen muss oder durch einen Unfall, Krankheit oder ähnliche Umstände ausfällt. Auch in diesem Fall haben sich die Methoden in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Dr. Hansen verdeutlicht: „Insbesondere im Hinblick auf Anfertigung, Design und Langlebigkeit des Zahnersatzes profitieren Patienten von fortschrittlichen Verfahren und Produkten. Zum Beispiel rückt für ästhetischen und funktionellen Zahnersatz seit einigen Jahren vermehrt Keramik in den Fokus. In meiner Praxis setze ich auch Zahnimplantate aus diesem Material.“ An dieser Entwicklung zeigt sich der technische Fortschritt, da Keramikimplantate in den 80er-Jahren noch Mängel aufwiesen und aufgrund dessen zunächst nicht mehr zum Einsatz kamen. Doch die sehr natürliche ästhetische Erscheinung wie auch die Allergieverträglichkeit und positive Wirkung auf das Zahnfleisch führten zu Weiterentwicklungen auf diesem Gebiet, um die Mängel zu beseitigen. „Zwar dauert die Einheilung bei Keramikimplantaten noch etwas länger als bei Titanversionen, jedoch schreitet die wissenschaftliche Entwicklung immer weiter fort“, sagt Dr. Hansen. Mit Implantaten, egal ob Titan oder Keramik, behandelt der Fachzahnarzt für Oralchirurgie auch komplett zahnlose Kiefer. In diesem Fall dienen vier Implantate als Befestigungspfeiler für eine Zahnprothese. Im Gegensatz zu Lösungen wie der Saugprothese, bei der sich der Kiefer mit der Zeit weiter abbaut, wirken Implantate positiv auf den Kieferknochen und reduzieren die Gefahr des Knochenschwundes. Selbst ein vollständig festsitzender Zahnersatz ist im zahnlosen Kiefer durch das Einsetzen von mindestens sechs Implantaten möglich. Somit steht selbst Zahnersatz heutzutage im Zeichen der Zahnerhaltung.

Weitere Informationen unter www.zahnarzt-dr-hansen.de