A protein indicating higher breast cancer mortality risk
With the support of the FWF, an oncologist found a biomarker for breast cancer having a poor prognosis and developed two viable methods to detect it in tissue samples. Breast cancer is the most frequent malignant tumour in women worldwide. In Austria, about 5,500 women develop it each year and 1,500 die of it despite the availability of an early detection programme. When a lump is found in a breast, the next step in clinical practice is a biopsy. Although no remedy exists for the anxious hours faced by the affected women, quick diagnostic procedures and competent information about the results are very helpful. The tissue sample taken is most important for diagnosis and treatment. If the tumour is found to be malignant, the subtype is determined immediately, since, depending on the result, different treatment methods are chosen. “After consultation by the interdisciplinary tumour board, the doctors discuss available treatment ...

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Ein Protein zeigt höhere Brustkrebs-Sterblichkeit
An der Medizinischen Universität Graz wurde, unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF, ein Biomarker für Brustkrebs mit schlechten Heilungschancen gefunden und gleich zwei praktikable Nachweismethoden für Gewebeproben entwickelt. Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen weltweit. In Österreich erkranken knapp 5.500 Frauen jährlich an dieser Krebsart und 1.500 sterben trotz Früherkennung daran. Wenn ein Knoten in der Brust aufgespürt wird, ist eine Biopsie der nächste Schritt in der klinischen Praxis. Gegen die bangen Stunden bei den betroffenen Frauen gibt es kein Rezept. Die Gewebeprobe gibt weitere Hinweise für Diagnose und Behandlung. Wenn der Brusttumor bösartig ist, wird gleich der Subtyp mitbestimmt. Je nach Tumor-Subtyp kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden infrage. „Mit der Patientin wird nach der Analyse im interdisziplinären Tumor-Board besprochen, welche Therapien zur Verfügung stehen und, wenn gewünscht, die Chance auf Heilung diskutiert“, erklärt Krebsmediziner Thomas Bauernhofer von der Universitätsklinik Graz. Parallel dazu hat der Onkologe, unterstützt vom Wissenschaftsfonds FWF, an der ...

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Verleihung der Balzan Preise 2017 in Bern. Preisträger aus fünf Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken. Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden
Heute im Bundeshaus in Bern’wurden im Beisein von Bundespräsidentin Doris Leuthard die Balzan Preise überreicht an: Bina Agarwal (Indien)’für Gender Studies Aleida und Jan Assmann (Deutschland)’für Kollektives Gedächtnis James P. Allison und Robert D. Schreiber (USA)’für Immunologische Ansätze in der Krebstherapie Michaël Gillon (Belgien)’für Die Planeten des Sonnensystems und die Exoplaneten Robert Owen Keohane (USA) für Internationale Beziehungen’Geschichte und Theorie (2016). Die Verleihungszeremonie fand in Anwesenheit des Präsidenten der Internationalen Balzan Stiftung „Preis“‚ Enrico Decleva’und der Präsidentin der Internationalen Balzan Stiftung „Fonds“‚ Gisèle Girgis-Musy statt. In feierlichem Rahmen hielten alle Preisträger nach Vorstellung durch den Präsidenten des Preiskomitees‘ Salvatore Veca‘ eine kurze Ansprache’mit der sie die Auszeichnung annahmen und ihren Dank ausdrückten. Aufgrund der schweizerisch-italienischen Doppel-Nationalität der Internationalen Balzan Stiftung findet die Preisverleihung im November traditionell abwechselnd in Rom und Bern statt. In Rom erfolgt die Preisverleihung in Anwesenheit des italienischen Staatspräsidenten und in Bern in Anwesenheit eines Mitgliedes des ...

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A new look at life in the Arctic Ocean
The Vienna-based biologist Renate Degen is intent on establishing a first exact idea of the ecosystem on and in the Arctic sea floor. With the support of the Austrian Science Fund FWF she is collating the data of international research groups to build a new model. The Arctic is one of the Earth‘s most fascinating and least well researched habitats. Its sheer size and the harsh climate make it difficult to gain an exact understanding of its ecosystem. Understanding it better would, however, be desirable: the Arctic is of great relevance for the climate of our planet and for the fishing industry, particularly since the melting of the ice cap has been transforming this habitat at a rapid pace. A method called biological trait analysis (BTA) can provide a more precise understanding of the animals living in and on the Arctic sea floor. By involving not only the collection and ...

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Ein neuer Blick auf das Leben im arktischen Meer
Die Wiener Biologin Renate Degen arbeitet daran, erstmalig ein genaues Bild der Biologie des Meeresbodens der Arktis zu erstellen. Mit Unterstützung des FWF führt sie dazu die Daten internationaler Forschungsgruppen in einem neuen Modell zusammen. Die Arktis ist einer der faszinierendsten und am wenigsten erforschten Lebensräume der Erde. Ihre Größe und ihre Unwirtlichkeit erschweren jede Bemühung, das Ökosystem vollständig abzubilden. Ein genaueres Verständnis wäre wünschenswert: Die Arktis hat große Bedeutung für das Klima des Planeten und für den Wirtschaftszweig Fischerei, insbesondere seit sich durch das Abschmelzen des Eises der Lebensraum rasant ändert. Eine Methode namens „Biological Trait Analysis“ ist in der Lage, ein genaueres Bild der Lebewesen des arktischen Meeresbodens zu liefern. Dabei werden nicht nur Tierarten gesammelt und klassifiziert, sondern auch ihre Funktionen im Ökosystem abgebildet, was einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge dieses Lebensraums erlaubt. Die Biologin Renate Degen von der Universität Wien arbeitet im Rahmen eines vom ...

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Linguistic strife in times of war
Eleven regimental languages and countless dialects: the Habsburg army was a Babel of languages. In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, the historian Tamara Scheer explored how the Emperor, the army, soldiers and the military bureaucracy coped with this linguistic diversity. Her conclusion: in an imaginative and flexible way. If you speak German, then you are loyal to Austria. That statement sounds oddly topical. And yet it is old, a hundred years old to be precise. “With the beginning of the First World War in 1914, languages and the people speaking them were divided into loyal and disloyal”, says Tamara Scheer. In the context of the FWF funded project ‘Language Diversity in the Habsburg Army and Civil Society’ this historian from Vienna studied how language diversity was dealt with in the monarchy’s army from 1868 onward. The Austro-Hungarian Compromise brought in its wake a different approach in ...

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Sprachenstreit im Trommelfeuer
Elf Regimentssprachen und unzählige Dialekte: Die Armee der Habsburgermonarchie war ein Sprach-Babylon. Die Historikerin Tamara Scheer untersuchte in einem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt, wie Kaiser, Armee, Soldaten und Heeresbürokratie mit der Vielsprachigkeit umgingen. Ihr Resümee: Phantasievoll und flexibel. Wer Deutsch spricht, steht loyal zu Österreich. Das klingt vertraut. Und ist doch alt. Mehr als 100 Jahre alt, um genau zu sein. “Mit dem Beginn des Krieges 1914 werden Sprachen und ihre Sprecher in loyal und illoyal eingeteilt”, schildert Tamara Scheer. Die Wiener Historikerin untersuchte im Rahmen des vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projektes “Mehrsprachigkeit in der k.u.k. Armee und Zivilgesellschaft”, den Umgang mit der Sprachvielfalt in der alten Armee ab 1868. Mit dem Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn wird in der gemeinsamen Armee auch der vielfältigen Sprachenwelt der Monarchie Rechnung getragen. Zwar ist die Kommandosprache Deutsch, so wie auch die Dienstsprache, die Regimentssprachen indes orientieren sich an den jeweiligen Landessprachen. ...

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Get-together internationaler Schutzgebietsforscher – Nationalparks Austria Wissenschaftspreise vergeben
Vom 02. bis 03. November 2017 treffen sich internationale Wissenschafterinnen und Wissenschafter beim 6. Nationalparks Austria Forschungs-Symposium in Salzburg. Bei der zweitägigen Veranstaltung in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg präsentieren rund 230 Autorinnen und Autoren aus 19 Ländern und unterschiedlichen Schutzgebieten ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Gleichzeitig werden 32 junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter für ihre Arbeiten mit dem Nationalparks Austria Wissenschaftspreis, der nur alle vier Jahre vergeben wird, ausgezeichnet. „Mit dem Wissenschaftspreis möchten wir junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter ermutigen, ihre Forschungsvorhaben gemeinsam mit den Nationalparkverwaltungen anzugehen. Sie können die Nationalparks als ihr Freilandlabor nutzen, spannenden Fragestellungen auf den Grund gehen und somit auch einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Schutzgebiete leisten“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter als Schirmherr des Preises. Eine der diesjährigen Preisträgerinnen ist Verena Gruber, Institut für Geographie und Raumforschung, Karl-Franzens-Universität Graz. Sie nutzte diese Anregung um sich in ihrer Master-Thesis mit Definitionen und Umsetzungen des Begriffs „Wildnis“ auseinanderzusetzen. Sie ...

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Get-together internationaler Schutzgebietsforscher – Nationalparks Austria Wissenschaftspreise vergeben P R E S S E I N F O R M A T I O N Salzburg, 02. November 2017 Get-together internationaler Schutzgebietsforscher – Nationalparks Austria Wissenschaftspreise vergeben Vom 02. bis 03. November 2017 treffen sich internationale Wissenschafterinnen und Wissenschafter beim 6. Nationalparks Austria Forschungs-Symposium in Salzburg. Bei der zweitägigen Veranstaltung in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg präsentieren rund 230 Autorinnen und Autoren aus 19 Ländern und unterschiedlichen Schutzgebieten ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Gleichzeitig werden 32 junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter für ihre Arbeiten mit dem Nationalparks Austria Wissenschaftspreis, der nur alle vier Jahre vergeben wird, ausgezeichnet. „Mit dem Wissenschaftspreis möchten wir junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter ermutigen, ihre Forschungsvorhaben gemeinsam mit den Nationalparkverwaltungen anzugehen. Sie können die Nationalparks als ihr Freilandlabor nutzen, spannenden Fragestellungen auf den Grund gehen und somit auch einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung dieser Schutzgebiete leisten“, erklärt Bundesminister Andrä Rupprechter als Schirmherr des Preises. Eine der diesjährigen Preisträgerinnen ist Verena Gruber, Institut für Geographie und Raumforschung, Karl-Franzens-Universität Graz. Sie nutzte diese Anregung um sich in ihrer Master-Thesis mit Definitionen und Umsetzungen des Begriffs „Wildnis“ auseinanderzusetzen. Sie entwickelte auch eine eigene Kategorisierung des Begriffs, anhand dessen dann u.a. der Nationalpark Hohe Tauern analysiert wurde. Das Forschungs-Symposium ist ein alle vier Jahre wiederkehrendes internationales Fachtreffen zu Wissenschaft und Forschung in Schutzgebieten. Das Forschungs-Symposium hat seinen Ursprung im Jahre 1996 im Nationalpark Hohe Tauern, wobei der Fokus der ersten vier Symposien stark auf den Alpenraum gerichtet war. 2013 übernahm der Dachverband Nationalparks Austria die Veranstalterrolle und öffnete das Symposium auch den wissenschaftlichen Anliegen nicht alpiner Schutzgebiete. „Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das Symposium nicht bloß eine Tagung – vielmehr dient es als Plattform für Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus unterschiedlichen Räumen und diversen wissenschaftlichen Disziplinen“, ist Salzburgs LH-Stv. Dr. Astrid Rössler begeistert von der Entwicklung des Symposiums seit dem Jahre 1996. „Das Symposium ist ein Impulsgeber in der Schutzgebietsforschung, bei welchem durch die multidisziplinären Fachvorträge schon der ein oder andere Grundstein für große Projektideen gelegt wurde.“ Tatsächlich stehen zahlreiche topaktuelle Forschungsfragen und Ergebnisse auf dem Programm des Symposiums. Beispielsweise: Wie steht’s um die Biodiversität – und welchen Einfluss hat der Klimawandel darauf? Hat die Klimaerwärmung einen Einfluss auf die Dynamik in den Gewässern in und um Schutzgebiete? Geschütze Naturräume wie Nationalparks und Naturschutzgebiete bieten für die Wissenschaft einmalige Gelegenheiten Daten zu sammeln, zu analysieren und daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. DI Wolfgang Urban, MBA, Direktor Nationalpark Hohe Tauern Salzburg, meint: „Die österreichischen Nationalparks sichern weitestgehend unbeeinflusste und großflächige Gebiete ab, die für die Feldforschung Bedingungen und Voraussetzungen mitbringen, die außerhalb von Schutzgebieten nur selten anzutreffen sind. Die Wissenschaft und Forschung kommt als wesentliches unterstützendes Element für das NP Management ins Spiel. Forschung dient im Nationalpark Managemententscheidungen, besitzt aber keinen Selbstzweck wie an einschlägigen Forschungseinrichtungen.“ Das Langzeit-Monitoring im Nationalpark Hohe Tauern ist dafür ein beeindruckendes Beispiel. Dieses seit kurzem laufende Pionier-Projekt befasst sich mit dem Langzeit-Monitoring zahlreicher biologischer Parameter in Hochalpengebieten wie dem Nationalpark Hohe Tauern. Dabei sollen Veränderungen von Ökosystemen erfasst werden, die dem menschlichen Auge aufgrund ihrer langsamen Entwicklung oftmals verborgen bleiben. Mit-Initiator des Projekts ist Prof. Christian Körner, Ökologe der Universität Basel, der erläutert: „Gutes Monitoring muss immer auch gute Forschung sein. So wie Klimaforschung Datenreihen von dauerhaften Wetterstationen braucht, benötigt die biologische Umweltforschung lange biologische Datenreihen. Der Nationalpark Hohe Tauern garantiert und schützt diese alpinen „Messstationen“ der Biologie. Der wissenschaftliche Mehrwert gegenüber bloßem Dokumentieren entsteht dann aus dem Zusammenwirken von Zoologie, Botanik, Mikrobiologie, Gewässer- und Bodenkunde am gleichen Standort und aus klugen Analysen.“ Mag. Valerie Zacherl-Draxler, Ressortkoordinatorin Nationalparks Austria im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betont die breite Themenfächerung des Symposiums: „Die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wirkt regelrecht ansteckend: Die Community aus Wissenschaft und Forschung ist dem Ruf der österreichischen Nationalparks gefolgt und ist an diesen beiden Tagen in Salzburg zusammengekommen, um hier ihre breit gefächerten Arbeiten im Bereich der Schutzgebietsforschung zu diskutieren.“ Weiterführendes Fotomaterial finden Sie unter folgendem Link: https://www.dropbox.com/sh/uk7cd65xslm1vuj/AABI3naF8IACYFS0Jm1A5Or0a?dl=0 Kontakt: Verein Nationalparks Austria Schloss Orth A-2304 Orth an der Donau office@nationalparksaustria.at http://www.nationalparksaustria.at Redaktion & Aussendung: PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8 1090 Wien T +43 (0) 1 / 505 70 44 E contact@prd.at W http://www.prd.at/


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Better injection systems for diesel engines
One of the elements modern diesel engines require to become energy-efficient and clean are precisely controllable injection nozzles using piezo crystals. How exactly these crystals work has not been fully understood to date. In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, a group of researchers from Leoben has now managed to make this technology more reliable and efficient. Their results are also of interest for medical applications or energy harvesting. Diesel engines are currently the object of strong criticism because of their emissions. Nitrogen oxides and soot impair the image of the „clean“ diesel engine. Whilst the share of nitrogen oxides can be reduced only by adding chemicals or by lower combustion temperatures and a concomitant loss of torque, the generation of soot depends on the quality of the combustion process itself. The times are long gone when it was enough to simply inject a little fuel at ...

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Bessere Einspritzdüsen für Dieselfahrzeuge
Um moderne Dieselfahrzeuge energieeffizient und sauber zu machen, braucht es unter anderem präzise steuerbare Einspritzdüsen, die mit Piezo-Kristallen arbeiten. Wie diese Kristalle im Detail funktionieren, war bisher nicht restlos geklärt. Eine Forschergruppe aus Leoben hat es nun in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt geschafft, diese Technologie verlässlicher und effizienter zu machen. Das ist auch für medizinische Anwendungen oder Energy Harvesting interessant. Dieselfahrzeuge stehen derzeit wegen ihres Abgases unter heftiger Kritik. Stickoxide und Ruß trüben das verbreitete Bild des „sauberen“ Dieselmotors. Während der Anteil an Stickoxiden nur durch Zusatz von Chemikalien oder durch niedrigere Verbrennungstemperaturen und damit einhergehenden Verlust an Drehmoment reduziert werden kann, hängt die Ruß-Entwicklung von der Qualität des Verbrennungsvorgangs ab. Dafür genügt es schon lange nicht mehr, einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas Kraftstoff einzuspritzen: Meist gibt die Einspritzdüse zuerst kleinere Mengen Diesel ab. Erst wenn diese sich entzündet haben, folgt der Rest des Treibstoffs. All das ...

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The Viennese culture of vituperation
With the support of the Austrian Science Fund FWF, the German studies scholar Oksana Havryliv is investigating the phenomenon of verbal aggression among the Viennese population. Across all social strata and at every age, people vociferate and use swearwords mainly to relieve stress. For the first time, the scientist has also asked those involved about their reactions. Tailgating, cutting off, braking abruptly. – In traffic, we encounter annoying situations every day. In order to vent one’s anger, sounding off helps, and it is all the easier when one is driving alone. „Verbal aggression is actually most frequently found among people driving cars“, confirms Oksana Havryliv from the University of Vienna. At 68 percent, this indirect form of ranting, where there is no direct listener, is the most frequent way of verbally letting off steam. This form also encompasses aggressive thoughts, in such cases where for example direct tirades could have ...

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Wiener Schimpfkultur: Seavas, Wappler!
Die Germanistin Oksana Havryliv untersucht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF das Phänomen des Schimpfens bei den Wienerinnen und Wienern. Geschimpft und geflucht wird vor allem, um sich abzureagieren, quer durch alle Schichten und in jedem Alter. Erstmals hat die Wissenschafterin auch die Wahrnehmung der Betroffenen abgefragt. Auffahren, schneiden, drängeln, ausbremsen. – Im Straßenverkehr gibt es täglich Situationen, die unseren Unmut erregen. Um dem Ärger Luft zu machen, hilft schimpfen und das fällt umso leichter, wenn man alleine im Auto sitzt. „Verbale Aggression kommt beim Autofahren tatsächlich am häufigsten vor“, bestätigt Oksana Havryliv von der Universität Wien. Die indirekte Form, wenn es kein direktes Gegenüber gibt, ist mit 68 Prozent insgesamt die häufigste Art, seinen Emotionen verbal freien Lauf zu lassen. Zu dieser Form zählt auch die Aggression in Gedanken, wenn beispielsweise direkte Beschimpfung nicht ohne Konsequenzen bleiben würde, wie im Gespräch mit Vorgesetzten, Geschäftspartnerinnen und -partnern oder Kundinnen und Kunden. ...

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Unintentional aesthetics
Konrad Frey was a pioneer who designed and built solar houses based on data and scientific insights. Yet Frey and his work are largely unknown. A project by the architectural theoretician Anselm Wagner aims to change that with the support of the Austrian Science Fund FWF. „The architectural designs of Konrad Frey are characterised by the fact that their form is a consequence of function“, says the Graz-based art historian and architectural theoretician Anselm Wagner. But there is more to the designs of this architect who was born in Vienna in 1934 and later worked in Graz and London – they represent solar-house architecture in the best sense of the term. As early as 1972, Konrad Frey designed Austria’s first solar house together with Florian Beigel. The design was based on his scientific research into the use of solar energy as of the late 1960s. There can be no doubt ...

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Absichtslose Ästhetik
Konrad Frey war ein Pionier. Er hat datenbasiert und wissenschaftsgetrieben Solarhäuser geplant und gebaut. Bekannt sind er und sein Werk nur wenigen. Das soll ein vom Wissenschaftsfonds FWF unterstütztes Projekt des Architekturtheoretikers Anselm Wagner ändern. „Die Architektur Konrad Freys zeichnet sich dadurch aus, dass sie ihre Form aus der Funktion heraus entwickelt“, sagt der Grazer Kunsthistoriker und Architekturtheoretiker Anselm Wagner. Die Arbeit des 1934 in Wien geborenen und später in Graz und London tätigen Architekten zeichnet sich durch noch mehr aus –, sie ist Sonnenhausarchitektur im besten Sinne des Wortes. Bereits 1972 hat Konrad Frey zusammen mit Florian Beigel das erste Solarhaus Österreichs entworfen. – Basierend auf seinen wissenschaftlichen Arbeiten zur Nutzung der Sonnenenergie seit Ende der 1960er-Jahre. Frey war zweifellos ein Pionier und ist dennoch weitgehend unbekannt. „Graz ist für die Grazer Schule bekannt, wie sie Friedrich Achleitner genannt hat, und für die Dekonstruktivisten wie Günther Domenig“, erläutert Wagner, ...

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