From spectacle to trauma alleviation
Voodoo rituals are more than mere show. As Yvonne Schaffler was able to demonstrate with the support of the Austrian Science Fund FWF, such rituals fulfil important social and therapeutic functions. As a cultural and social anthropologist, she studied practices relating to possession by spirits in the Caribbean. Voodoo means deity or spirit. – Voodoo practitioners in the Dominican Republic usually speak of ‚misterios‘. People possessed by such beings are at the heart of the voodoo religion. Under the influence of Hollywood clichés, one associates voodoo with mysterious rites and horror stories. But many religions include the concept of being possessed by spirits in various ways to this day. The difference lies in how religions deal with this phenomenon. Whereas Christian and Muslim priests seek to banish possessing spirits, voodoo is about accepting them and integrating them into everyday life. „Many voodoo centres are reminiscent of Catholic chapels: numerous images ...

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Vom Spektakel zur Traumabewältigung
Voodoo-Rituale sind mehr als nur Show. Sie erfüllen wichtige soziale und therapeutische Funktionen, wie Yvonne Schaffler mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF belegte. Die Kultur- und Sozialanthropologin erforschte Praktiken von Besessenheit in der Karibik. Voodoo bedeutet Gott oder Geist. – Im dominikanischen Voodoo spricht man von „misterios“. Besessenheit durch derartige Wesen ist die Essenz der Voodoo-Religion. Angeheizt durch Hollywood-Klischees werden damit geheimnisvolle Riten und schaurige Geschichten verbunden. Doch das Konzept, von Geistern besessen zu sein, gibt es in vielen Religionen und Varianten bis heute. Nur der Umgang damit ist unterschiedlich. Während christliche oder muslimische Geistliche besitzergreifende Geister verbannen wollen, geht es im Voodoo um deren Akzeptanz und die Integration in das Leben. „Viele Voodoo-Zentren erinnern etwa an katholische Kapellen: Zahlreiche Heiligenbilder, Blumen, Kerzen und andere Devotionalien formieren sich zu kleinen Altären. Oft sind diese allerdings in Privaträumen untergebracht“, erzählt Yvonne Schaffler von ihrer Feldforschung in der Dominikanischen Republik. Dort hat die ...

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The Alps between depopulation and gentrification
With the support of the FWF, a team from the University of Innsbruck investigated the influx of „new highlanders“ to the Alps. Although receiving little attention, migration from towns to mountainous areas is an observable trend worldwide, extending even to peripheral mountain villages. – In contrast to expectations, the new arrivals there are seen as creating fresh momentum. By now, a hefty share of the world’s population – more than 50 percent – lives in cities. Rural areas and mountain villages suffer from ageing populations, and formerly well-tended countryside becomes overgrown. A team headed by Ernst Steinicke from the Department of Geography at the University of Innsbruck has, however, registered a small but distinct reverse trend that started a few years ago. „Amenity migration“ is a notion the principal investigator first noticed in the Californian Sierra Nevada (USA). Amenity migrants are people who buy an out-of-town second home because they ...

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Die Alpen zwischen Verödung und Gentrifizierung
Ein Team der Universität Innsbruck untersuchte mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF die Wanderungsbewegungen der „New Highlander“ in den Alpen. Migration aus der Stadt ins Gebirge ist ein wenig beachteter, aber aktuell weltweiter Trend, der selbst periphere Bergdörfer erfasst. – Anders als erwartet, werden die Zuzügler auch als Impulsgeber erlebt. Ein wachsender Anteil der Weltbevölkerung – schon mehr als die Hälfte – lebt heute in Städten. Im Vergleich dazu überaltern ländliche Gebiete und Bergdörfer, und ehemals gepflegte Kulturlandschaften wachsen zu. Ein Team um Ernst Steinicke vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck registriert jedoch seit einigen Jahren einen kleinen, aber feinen siedlungsgeografischen Gegentrend. Erstmals fiel dem Projektleiter die „Amenity Migration“ in der kalifornischen Sierra Nevada (USA) ins Auge. Als „Amenity Migrants“ werden Zuzügler bezeichnet, die aufgrund von Annehmlichkeiten wie Sicherheit, Abgeschiedenheit und landschaftlichem Reiz einen zweiten Wohnsitz außerhalb der Stadt kaufen. Die alpine Wanderungsbewegung – von der Stadt ins Gebirge – ...

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Bekanntgabe der Balzan Preisträger 2017
Gewinner des 2016 nicht vergebenen Preises für internationale Beziehungen ebenfalls verkündet Preisträger aus fünf Fachgebieten erhalten je 750’000 Schweizer Franken (circa € 660’000). Sie müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden Mailand, 11. September 2017 – Heute wurden die Namen der Balzan Preisträger 2017 bekannt gegeben. Ausgezeichnet werden: Aleida und Jan Assmann (Deutschland), Universitäten Konstanz und Heidelberg, für Kollektives Gedächtnis Bina Agarwal (Indien), University of Manchester (Großbritannien) für Gender Studies James Allison und Robert Schreiber (USA), University of California, Berkeley und Washington University School of Medicine Saint Louis, für Immunologische Ansätze in der Krebstherapie Michaël Gillon (Belgien), Universität Lüttich, für Die Planeten des Sonnensystems und die Exoplaneten. Der 2016 Balzan Preisträger für Internationale Beziehungen, Geschichte und Theorie, der im vergangenen Jahr nicht vergeben wurde, ist Robert Owen Keohane (USA), Woodrow Wilson School – Princeton University. Die Namen der fünf Preisträger wurden in Mailand durch den Präsidenten ...

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Robotics modelled on bees
In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, a research group from Graz is investigating the behaviour of young honeybees immediately after hatching and successfully transfers this to robots. The bees‘ brood-care strategies turn out to be surprisingly efficient. It is well-known that bees live in highly organised systems. In contrast to wasps or bumble bees, their special form of organisation helps the entire colony survive in the hive. What has been little known until now was the behaviour of very young bees on the day of hatching. A research group headed by the zoologist Thomas Schmickl from the University of Graz has taken a closer look at their behaviour and found it to be more complex than expected. In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, the researchers designed a behavioural model of the young bees and transferred it to robots, where the bee strategy ...

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Robotik nach dem Vorbild der Biene
Eine Forschergruppe aus Graz untersucht in einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt das Verhalten junger Bienen unmittelbar nach dem Schlüpfen und überträgt es erfolgreich auf Roboter. Die Brutpflege-Strategien der Bienen erweisen sich dabei als überraschend effizient. Bienen leben in hochorganisierten Verbänden, das ist bekanntes Wissen. Die besondere Form ihres Zusammenlebens hilft ihnen, im Gegensatz zu Wespen oder Hummeln, als gesamter Schwarm im Bienenstock zu überwintern. Ein bisher wenig bekannter Teil dieses Systems ist jedoch das Verhalten sehr junger Bienen am Tag nach dem Schlüpfen. Eine Gruppe um den Zoologen Thomas Schmickl von der Karl-Franzens-Universität Graz hat sich dieses Verhalten genauer angesehen und entdeckt, dass es komplexer ist als angenommen. In einem vom Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekt erstellte das Forscherteam ein Verhaltensmodell der jungen Bienen und übertrug dieses auf Roboter, wo sich die Strategie der Bienen als unerwartet effektiv erwies. Bienen gehen dorthin, wo es warm ist „Frisch geschlüpfte Baby-Bienen tun ...

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Themis Bioscience: Chikungunya Vaccine Development Towards Phase III Trials Boosted by Innovate UK
The further development of a promising Chikungunya vaccine candidate by Themis Bioscience is now supported with 3 Mio. GBP by the United Kingdom’s innovation agency, Innovate UK. Themis, the Vienna-based specialist for vaccine development, will use these funds to identify and validate a correlate of protection for its prophylactic Chikungunya vaccination candidate. Currently the candidate is tested in three parallel phase II clinical trials, including one that is performed in an endemic area for Chikungunya. Already last year Innovate UK supported the development of Themis‘ Zika vaccine candidate currently investigated in a phase I clinical trail. Today, Themis Bioscience GmbH (Vienna, Austria), a company specialized in vaccine development, announced a 3 Mio. GBP funding received by the innovation agency of the United Kingdom, Innovate UK. The funds are earmarked for the further development of the company’s prophylactic Chikungunya vaccine candidate, that currently is tested in three phase II clinical trials. ...

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Themis Bioscience: Innovate UK fördert Entwicklung von Chikungunya-Impfung. Phase III Studien im Blick.
Die weitere Entwicklung eines vielversprechenden Chikungunya-Impfstoffkandidaten durch Themis Bioscience wird jetzt mit 3 Mio. Pfund durch die britische Innovationsagentur, Innovate UK, unterstützt. Themis, der Wiener Spezialist für Impfstoffentwicklungen, wird diese Mittel für die Identifizierung und Validierung eines Protektionskorrelates seines prophylaktischen Chikungunya-Impfstoffkandidaten nutzen. Dieser wird derzeit in drei klinischen Studien der Phase II getestet. Eine der Studien findet dabei in einem für Chikungunya endemischen Gebiet statt. Bereits im letzten Jahr unterstützte Innovate UK die Entwicklung eines Zika-Impfstoffkandidaten von Themis, der derzeit in einer klinischen Studie der Phase I getestet wird. Die Themis Bioscience GmbH, eine auf Impfstoffentwicklung spezialisierte Firma aus Wien, gab heute eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 3 Mio. Pfund durch die britische Innovationsagentur Innovate UK bekannt. Die Mittel werden für die weitere Entwicklung eines firmeneigenen prophylaktischen Chikungunya-Impfstoffkandidaten eingesetzt, der derzeit in drei klinischen Studien der Phase II getestet wird. Gemeinsam mit dem National Institute for Biological Standards and ...

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Healthy Thanks to START:IP & Smartphone: Austrian App Diagnoses Heart Problems Using Phone Camera. START:IP initiative uncovers numerous untapped innovation treasures in Austrian universities in its pilot phase
A smart artificial intelligence tool that diagnoses heart problems using a phone camera: this innovation, which was developed by Austrian scientists and will be launched on the market shortly, is just one of many cutting-edge developments identified during the pilot phase of the START:IP initiative operated by the INiTS university business incubator. START:IP identifies commercially promising research results at Austrian universities and offers them to potential founders for the creation of innovative startups. It’s a win-win scenario: entrepreneurs can find innovative concepts and universities see the results of their research being developed into concrete applications and marketed. The website www.startip.eu, which acts as the central hub for the initiative, is open to interested, potential founders. Your smartphone could save your life – if you have the app being developed by the Heartshield project, at least. All you have to do is place your finger in front of the phone’s camera ...

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The stony road to equality
Numerous reforms have brought fundamental change to working conditions in the science field. Equality objectives were implemented in very diverse ways, as investigations in the context of a project funded by the Austrian Science Fund FWF have shown. Conclusion: there is still a long way to go to equality of opportunity. „Career perspectives for researchers at Austrian universities are marked by conditions that impede a continuous career, open up only narrow career perspectives rather late in working life, and turn chosen career paths into one-way streets“, concludes the Austrian Science Ministry’s ‚Research Action Plan‘ from 2015. University staff policy has long been suffering from imbalances. This seems to be the consensus among all high-level representatives in Austria’s university system. Precarious employment, consecutive short-term contracts (‚chain contracts‘) and a dire lack of tenure-track positions make it difficult for young academics to become established in a competition-driven system. Women are particularly affected ...

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Investitionsoffensive für Europa: EIB vergibt Finanzierung an Apeiron
Luxemburg, 28. August 2017 – Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen von 25 Millionen Euro an das österreichische Biotechunternehmen Apeiron Biologics AG (Apeiron). Mit den Mitteln will das Unternehmen neue Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickeln. Der Fokus liegt auf seltenen Krebsarten, an denen vor allem Kinder erkranken. Ermöglicht wurde die Finanzierung für Apeiron durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Der EFSI ist die tragende Säule der Investitionsoffensive für Europa, bei der die EIB-Gruppe und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammenarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken. Der für Finanzierungen in Österreich zuständige EIB-Vizepräsident Andrew McDowell sagte: „Mit ihren Finanzierungen – insbesondere für in der Spitzenforschung und -entwicklung tätige KMU – trägt die Bank der EU maßgeblich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unser Darlehen an Apeiron ist ein Beispiel dafür. Apeiron ist ein innovatives Biotechunternehmen, das ...

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Noting down the moment
Recording laboratory situations via artistic means is part of the art project ‚Choreo-graphic Figures: Deviations from the Line‘ funded by the Austrian Science Fund FWF in the context of its PEEK programme. After three years of lab work and symposia, Nikolaus Gansterer’s, Mariella Greil’s and Emma Cocker’s project is now completed and documented in a comprehensive publication. „How does language feel when you roll it around your tongue?“ is projected onto a white wall by a beamer while a rod repeatedly and swiftly crosses the light beam, reflecting and blocking – but not slowing down – the letters on their way from the light source to the wall. Welcome to the „method lab“ of Nikolaus Gansterer and his team, an artistic test rig for gaining practical knowledge. Gauging the world in order to know it. That is a deeply scientific approach. It is also a need felt by artists. „Science ...

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Die Notation des Augenblicks
Laborsituationen mit künstlerischen Instrumentarien zu erfassen, ist Teil des vom Wissenschaftsfonds FWF im Rahmen seines PEEK-Programms geförderten Kunstprojekts „Choreo-graphic Figures: Deviations from the Line“. Nach drei Jahren Laborarbeit und Symposien ist dieses Projekt von Nikolaus Gansterer, Mariella Greil und Emma Cocker vorerst abgeschlossen und in einer umfassenden Publikation dokumentiert. „Wie fühlt sich Sprache an, wenn du sie im Mund herum rollst?“, wirft ein Videoprojektor an eine weiße Wand, während eine Rute immer wieder und schnell durch den Lichtstrahl fährt, die Buchstaben auf dem Weg von der Lichtquelle zur Wand aufhält, reflektiert und doch nicht bremst: Willkommen im „Method Lab“ von Nikolaus Gansterer und seinem Team, einer künstlerischen Versuchsanordnung praktischen Erkenntnisgewinns. Die Welt ermessen, um sie zu erkennen. Das ist ein zutiefst wissenschaftlicher Zugang. Das ist zugleich ein Bedürfnis, das auch die Kunst für sich in Anspruch nimmt. „Wissenschaft und Kunst“, betont denn auch Nikolaus Gansterer, „sind auf das Engste miteinander ...

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Breaking granite with microwaves
In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, a research group from Leoben investigated how excavation methods for hard rock could be improved by using microwave irradiation so as to make classical mechanical excavation easier and save energy. The excavation of hard rock such as granite is a process that consumes a great deal of time and energy, whether it be in mining or in tunnelling. Several steps are necessary: first of all cracks have to be created in compact rock to make it fragment into individual pieces which can then be excavated and removed. In the history of mining, this first step was often carried out with the help of fire – because heat cracks the rock. An interdisciplinary project of the Chairs for Mechanics, Physics and Mining Engineering at the ‚Montanuniversität Leoben‘ (Leoben University of Mining Sciences) investigated a modern version of that strategy, using microwaves ...

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