Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Zivilrecht
Kollision mit Betonpoller: Gemeinde haftet Quelle: ERGO Group Städte und Gemeinden haben eine allgemeine Verkehrssicherungspflicht. Das gilt auch bei Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Sperrt die Gemeinde eine Straße mit niedrigen Betonpollern ab, müssen diese ausreichend gut sichtbar sein – sonst haftet die Gemeinde bei einem Unfall mit. Dies hat laut Michaela Rassat, Juristin bei der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), das Oberlandesgericht Braunschweig entschieden. Worum ging es bei Gericht? Ein Autofahrer hatte im Dunkeln in eine kleine Straße abbiegen wollen, die als Sackgasse ausgeschildert war. Die Gemeinde hatte die Einmündung jedoch aus Gründen der Verkehrsberuhigung mit drei 40 cm hohen Betonpollern gesperrt. Die äußeren beiden Poller waren mit je drei Reflektoren ausgestattet, der mittlere besaß keine. Der Autofahrer kollidierte mit dem mittleren Poller und verklagte die Gemeinde auf Schadenersatz. Das Urteil „Das Oberlandesgericht Braunschweig entschied, dass die Gemeinde hier den Großteil des Schadens tragen müsse“, so Michaela Rassat. Ein Sachverständiger hatte ...
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SaferinoGo Notfallhilfe+: Notrufsystem für jedes Auto
Mit der innovativen SaferinoGo Notfallhilfe+ kann man einen automatischen Unfallmeldestecker auch in älteren Fahrzeugen einfach nachrüsten SaferinoGo Notfallhilfe+: SOS-Melder einfach nachrüsten Das automatische Notrufsystem ecall ist in Neuwagen seit April 2018 EU-weit Pflicht. Die EU-Kommission schätzt, dass sich die Zahl der Unfalltoten dank der Einführung von ecall um ca. zehn Prozent verringern lässt. Um so mehr erstaunt, dass es bisher kaum Unfallmelder zur Nachrüstung älterer Fahrzeuge gibt. Doch auch die Besitzer älterer Fahrzeuge müssen nicht auf das lebensrettende SOS-System verzichten. Mit der innovativen SaferinoGo Notfallhilfe+ (UVP EUR 79,90) von Zubehörspezialist PMA Mobile Electronics lässt sich ein automatischer Unfallmeldestecker einfach und kostengünstig in jedem Auto nachrüsten. SICHERHEIT FÄHRT MIT Ein Unfall, eine Panne oder ein Überfall, aber keine Hilfe ist in Sicht? Ein Knopfdruck genügt, und die SaferinoGo Notfallhilfe+ alarmiert automatisch Freunde oder Familienmitglieder. Per Mail, SMS, Sprachnachricht oder Anruf werden die ausgewählten Notrufkontakte schnell über die Unfallsituation informiert und können ...
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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Straßenverkehrsrecht
Kollision im Dunkeln: Falschparker haftet mit Wer regelwidrig parkt und dadurch andere Verkehrsteilnehmer erheblich behindert, muss bei einer Kollision auch einen Teil des Schadens tragen. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. OLG Frankfurt a. M., Az. 16 U 212/17 Hintergrundinformation: Bei jedem Verkehrsunfall wägen die Gerichte genau ab, wer zu welchem Anteil den Schaden verursacht oder mitverursacht hat. Denn oft tragen beide eine Mitschuld am Geschehen. Fährt ein Auto auf ein parkendes Fahrzeug auf, scheint die Schuldfrage zunächst eindeutig zu sein: Der Auffahrende ist allein für den ganzen Schaden verantwortlich. Es gibt jedoch Ausnahmen. Der Fall: Ein Autofahrer hatte seinen Pkw in Frankfurt im Halteverbot geparkt – und zwar direkt hinter einer Fahrbahn verengenden Verkehrsinsel am rechten Fahrbahnrand. Andere Autos kamen nur noch mit Mühe vorbei. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhr ein Fahrer ungebremst auf den geparkten Pkw auf. Er schob diesen dabei ...

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze: Zivilrecht
Großes Auto ist keine Entschuldigung für Unfall Ein großes Auto ist keine Entschuldigung dafür, eine Palette mit Pflastersteinen zu übersehen. Im unmittelbaren Umfeld einer Baustelle ist zudem mit Hindernissen zu rechnen. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Coburg. LG Coburg, Az. 32 S 5/16 Hintergrundinformation: Immer wieder gelangen Streitigkeiten über den Umfang der sogenannten Verkehrssicherungspflicht vor Gericht. Diese Pflicht hat jeder, der eine mögliche Gefahrenquelle schafft: Er muss alles Notwendige und ihm Zumutbare unternehmen, um zu verhindern, dass andere Leute dadurch einen Schaden erleiden. Allerdings hat diese Pflicht auch Grenzen. Der Fall: Ein Autofahrer wollte mit seinem S-Klasse-Mercedes die Waschstraße auf dem Gelände eines Autohauses benutzen. Auf dem Betriebsgelände fanden Pflasterarbeiten statt. Die eigentliche Baustelle war mit Zäunen abgesperrt. Als der Kunde in die Einfahrt zur Waschstraße abbiegen wollte, kollidierte er mit einer Palette mit mehreren Lagen Pflastersteinen, die neben dieser Einfahrt stand. Er verklagte sowohl ...

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Kollisionsprüfung großer Baugruppen
Qualitätssicherung in der virtuellen Produktentwicklung mit innovativer 3D-Technologie Qualitätssicherung und Zeitersparnis mit dem innovativen DMU Manager (Bildquelle: CoreTechnologie) Für komplexe Anwendungsfälle wie dem Digital Mock-up (DMU) hat der Softwarehersteller Core Technologie ein innovatives Tool entwickelt. Mit dem „DMU-Manager“ lassen sich ab sofort Berechnungszeiten der enormen Datenmengen bei der Kollisionsprüfung großer Baugruppen maßgeblich verkürzen. Das sogenannte „DMU Manager Tool“ kann die Berechnungsleistung auf beliebig viele Prozessoren innerhalb des Firmennetzwerks verteilen und damit äußerst kurze Berechnungszeiten generieren. So wird die Kollisionsuntersuchung eines Gesamtfahrzeugs mit acht Prozessoren in circa sechs Stunden erledigt. Hierbei lassen sich unerwünschte Durchdringungen zwischen Produktteilen bzw. Unterbaugruppen des Gesamtumfangs identifizieren. Eine clevere Technologie nutzt die Voxel-Darstellung zur Nachbarschaftssuche potenzieller Kollisionspartner. Dies sorgt für eine präzise Darstellung des Kollisionsraums und beschleunigt den gesamten Vorgang. Die Kollisionen zwischen Modellen und Unterbaugruppen werden mit Dateinamen und Bildern aufgelistet. Durch einfaches „Drag and Drop“ können die Modelle mit den Kollisionskurven in den integrierten ...
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Die D.A.S. informiert: Urteile in Kürze: Straßenverkehrsrecht
Schadensaufteilung bei Kollision mit dem Gegenverkehr Auf deutschen Straßen gilt das Rechtsfahrgebot. Kommt es wegen einer zu engen Straße zur Kollision zwischen sich begegnenden Fahrzeugen, haben oft beide eine Teilschuld. Wie das Oberlandesgericht München nach Angaben der D.A.S. entschied, ist auch der Autofahrer mitverantwortlich, der zwar auf seiner Spur geblieben ist, aber rechts noch Platz zum Ausweichen gehabt hätte. OLG München, Az. 10 U 4173/13 Hintergrundinformation: § 2 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung besagt, dass man auf deutschen Straßen möglichst weit rechts fahren soll. Oft wird dies so ausgelegt, dass zwischen Fahrzeug und rechtem Fahrbahnrand etwa ein Meter Platz sein sollte. Was gilt nun aber, wenn die Straße schlicht und einfach für zwei Fahrzeuge zu schmal ist? Der Fall: Auf einer nur 4,65 Meter breiten Straße begegneten sich zwei Autos. Die Straße war zu eng für beide und die Fahrzeuge streiften sich mit jeweils rund 80 km/h. Beide Fahrer beharrten nun ...

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