Inhalationsgerät mit drei Wirkstoffen
Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten bei COPD sup.- Zur Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD gibt es ein neues Dosieraerosol, das eine Kombination aus drei Wirkstoffen enthält: Glycopyrronium und Formoterol, zwei so genannte Bronchodilatatoren zur Atemwegserweiterung, sowie das anti-entzündliche Beclometason. Dieses Triple-Präparat (Trimbow) unterstützt das vorrangige Therapieziel, bei Patienten mit moderater bis schwerer COPD die gefürchteten Krankheitsschübe (Exazerbationen) zu vermeiden. In umfangreichen Studien im Vorfeld der Medikamentenzulassung konnte nachgewiesen werden, dass die Dreifach-Therapie die Rate der Exazerbationen im Vergleich zu einer Monotherapie und auch zu einer dualen Therapie mit zwei Wirkstoffen um jeweils rund 20 Prozent senken kann. Der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover) weist zudem darauf hin, dass für eine Therapie mit drei Wirkstoffen bisher mindestens zwei unterschiedliche Inhalationsgeräte erforderlich waren: „Eine relevante Vereinfachung der Therapie mittels einer fixen Dreifach-Kombination in einem Inhalator ist insbesondere für eine andauernde Behandlung wünschenswert, um die Therapietreue zu unterstützen.“ Supress Redaktion Andreas Uebbing Kontakt Supress Andreas Uebbing ...

Weiterlesen
Allergisches Asthma oft erst spät erkannt
Symptomlinderung durch Wirkstoff-Kombination sup.- Bei bis zu 80 Prozent aller Asthma-Erkrankungen von Erwachsenen gelten Allergien als Auslöser. Allerdings werden häufig die typischen Symptome wie z. B. Husten, Atemnot oder Kurzatmigkeit von den Betroffenen zunächst gar nicht mit Asthma in Verbindung gebracht. Es ist jedoch empfehlenswert, bei solchen Beschwerden frühzeitig die Ursache und mögliche Therapieoptionen abzuklären. Heute lassen sich auch bei allergischem Asthma durch eine Behandlung mit anti-entzündlichen Kortikosteroiden sowie so genannten LABA-Wirkstoffen zur Atemwegserweiterung eine Symptomlinderung und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreichen. Gerade in Phasen stärkerer entzündlicher Aktivität profitieren die Patienten dann von der korrekten Dosierung einer Medikamenten-Fixkombination (Foster 200/6). „Das besondere an der neuen Hochdosis-Therapie ist, dass gezielt die Steroiddosis verdoppelt wurde, der LABA-Anteil hingegen unverändert bleibt“, so der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Supress Redaktion Andreas Uebbing Kontakt Supress Andreas Uebbing Alt-Heerdt 22 40549 Düsseldorf 0211/555548 redaktion@supress-redaktion.de http://www.supress-redaktion.de

Weiterlesen
Neue Dreifach-Fixkombination gegen COPD
Verbesserte Lebensqualität dank LAMA, LABA und ICS Foto: Fotolia / Sherry Young (No. 6030) sup.- In Deutschland sind nahezu sieben Mio. Menschen von der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD betroffen, die mit einem kontinuierlichen und irreversiblen Verlust der Lungenkapazität einhergeht. Die Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, die Verschlechterung des Gesundheitszustands zu verlangsamen. COPD-Patienten leiden unter Atemnot, Husten und Auswurf – anfangs nur bei körperlicher Belastung, im weiteren Krankheitsverlauf oft auch ohne diesen Auslöser. Ein wichtiger Indikator zur Einordnung des Stadiums der COPD ist die Häufigkeit von Exazerbationen. So werden plötzliche Krankheitsschübe bezeichnet, die die unumkehrbare Zerstörung von Lungengewebe beschleunigen und die Betroffenen in lebensbedrohliche Situationen bringen können, oftmals ausgelöst durch Infekte. Die medikamentöse Bekämpfung jener Zerstörungsprozesse in der Lunge, die auch Exazerbationen verursachen, muss deshalb neben der Behandlung der Symptome im Mittelpunkt einer COPD-Behandlung stehen. Bei den Therapie-Optionen spielen drei Wirkstoffe eine entscheidende Rolle, die mit den Kürzeln LAMA, LABA ...
Weiterlesen
Optimierte Behandlung der COPD
Drei Wirkstoffe in einem Inhalator Foto: Fotolia / RFBSIP (No. 6009) sup.- Die Europäische Kommission hat einer innovativen Therapieoption für die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD die Zulassung erteilt. Das neue Dosieraerosol mit extrafeiner Partikelfreisetzung (Trimbow von Chiesi) enthält das antientzündliche Beclometason sowie Glycopyrronium und Formoterol, zwei so genannte Bronchodilatatoren zur Erweiterung der Atemwege. Mit dieser Dreifach-Kombination können Patienten mit moderater bis schwerer COPD jetzt von deutlich verbesserten Behandlungsmöglichkeiten profitieren. Nach Angaben von Dr. Nasrin Yousefi (Frankfurt am Main) unterstützt dieses Triple-Präparat besonders effektiv das vorrangige Therapieziel, die gefürchteten Krankheitsschübe (Exazerbationen) zu vermeiden: „Wenn sich trotz erhöhtem Verbrauch an Bedarfsspray die Beschwerden nicht bessern und Exazerbationen drohen, ist die Dreifach-Therapie eine mögliche Option, um bei einer instabilen COPD die Kontrolle zurückzugewinnen.“ Dieser Kontrollgewinn ist die wichtigste Voraussetzung dafür, Symptome zu lindern und Beeinträchtigungen im Alltag der Patienten möglichst gering zu halten. Im Vorfeld der Medikamentenzulassung sind Wirksamkeit und Sicherheit der Dreifach-Fixkombination in ...
Weiterlesen
Pollensensibel oder Asthma?
Oft erst spät korrekte Diagnose Foto: Fotolia / Eva (No. 5999) sup.- Für Allergiker bricht im Frühling wieder eine schwierige Zeit an. Über mehrere Wochen und manchmal sogar Monate schränkt der Pollenflug der Pflanzenblüten die Lebensqualität vieler Menschen erheblich ein. Experten weisen zudem darauf hin, dass der Klimawandel allmählich zu einer Verlängerung der Pollensaison führt und dass sich das allergene Potenzial der Pollen durch Schadstoffbelastung verstärkt. Die Risiken für Allergiker bestehen allerdings nicht nur in den vorübergehenden Beschwerden während der Hochsaison der Blütenpollen. Nach Angaben des Helmholtz Zentrums in München werden in bis zu 80 Prozent der Asthma-Erkrankungen bei Erwachsenen Allergien als Auslöser ermittelt. Allerdings vergeht bis zu dieser eindeutigen Diagnose oft viel Zeit, weil die asthma-typische Entzündungssymptomatik von den Betroffenen gar nicht als solche erkannt wird. Asthma-Symptome wie z. B. Husten, Atemnot oder Kurzatmigkeit werden dann lange als unvermeidliche Begleiterscheinungen einer Allergie hingenommen, ohne dass deswegen ein Arzt konsultiert ...
Weiterlesen
Asthmatiker brauchen Schutz vor Infektionen
Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken sup.- Asthma-Patienten haben ein deutlich größeres Infektionsrisiko. Laut einer dänischen Studie unter Leitung von Dr. J. Helby (Kopenhagen) ist die Gefahr für Infekte der Atemwege um 44 Prozent erhöht und für Pneumonien (Lungenentzündung) sogar um 99 Prozent, jeweils im Vergleich zur Normalbevölkerung. Asthmatiker sollten sich deshalb gegen Influenza und Pneumokokken impfen lassen. Außerdem ist eine angemessene Dauermedikation ihrer chronisch entzündeten Atemwege ein wichtiger Schutz vor Infekten. Bei einer unzureichenden Kontrolle der Asthma-Symptome sollte gegebenenfalls eine Umstellung auf Inhalatoren in Erwägung gezogen werden, die entzündungshemmende Wirkstoffe in einer höheren Dosis enthalten. „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren wie Foster 200/6 bzw. Foster Nexthaler 200/6, mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, erläutert der Pneumologe Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Supress Redaktion Ilona Kruchen Kontakt Supress Ilona Kruchen Alt-Heerdt 22 40549 Düsseldorf 0211/555548 redaktion@supress-redaktion.de http://www.supress-redaktion.de

Weiterlesen
Asthmatiker haben hohes Infektionsrisiko
Gesundheitliche Bedrohung wird stark unterschätzt Foto: Fotolia / Zerbor (No. 5892) sup.- Das Risiko für Infektionen allgemein, insbesondere aber die Gefahr für Infekte der Atemwege sowie Pneumonien (Lungenentzündung) ist bei Asthma-Patienten deutlich höher als bei Menschen, die nicht unter dieser chronischen Entzündung der Bronchien leiden. Das zeigt eine dänische Studie unter Leitung von Dr. J. Helby (Kopenhagen), bei der die Daten einer bevölkerungsbasierten Untersuchung von über 105.000 Erwachsenen ausgewertet wurden. Die 6.750 Teilnehmer mit Asthma wiesen ein um 44 Prozent erhöhtes Risiko für Infektionen und eine um 99 Prozent höhere Gefahr für Pneumonien auf. Als Studienendpunkt wurden dabei nur Infektionen berücksichtigt, die mit einer stationären Behandlung im Krankenhaus verbunden waren. Diese enorme gesundheitliche Bedrohung von Asthma-Patienten durch infektiöse Begleiterkrankungen wird laut Aussagen von Dr. J. Juhn (Mayo-Klinik, Rochester), der die Studie in einem Editorial kommentiert hat, stark unterschätzt. Etwa sechs Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind Asthmatiker. Im Gegensatz zu ...
Weiterlesen
Asthmatiker fürchten viele Risiken
Zeitgemäße Therapie gegen akute Anfälle Grafik: Supress (No. 5872) sup.- Asthma-Patienten fürchten sich am meisten vor einem akuten Atemnot-Anfall mit Erstickungsangst, der in der Tat lebensbedrohlich werden kann. Bei nicht ausreichender Dauermedikation sind die Risikofaktoren, die Asthmatiker in solch eine Situation bringen können, zahlreich. Laut Auskunft des Helmholtz Zentrum München auf seinem Infoportal www.allergieinformationsdienst.de leiden die meisten Erwachsenen mit dieser chronischen Atemwegserkrankung unter einer Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma. Zu den Auslösern, die einen Asthma-Anfall bewirken können, zählen deshalb oftmals sowohl allergische Faktoren wie Pollen (z. B. Birke, Gräser), Hausstaubmilben, Tierhaare bzw. -schuppen oder Schimmelpilzsporen als auch nicht-allergische Reize wie Tabakrauch, ätherische Öle, Farben und Lacke, Autoabgase oder kalte Luft. Obgleich die meisten dieser Auslöser sich kaum gänzlich vermeiden lassen, gibt es zumindest in der Theorie eine sehr gute Nachricht für Asthmatiker: „Dank moderner Medikamente lässt sich die Erkrankung heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden ...
Weiterlesen
Asthmatiker setzen zu oft auf Notfall-Sprays
Umstellung der Dauermedikation empfehlenswerter sup.- Bei über 70 Prozent der Patienten mit schweren Asthma-Formen muss nach Informationen des „Weißbuch Lunge“ davon ausgegangen werden, dass sie nicht ausreichend mit Medikamenten eingestellt sind. Sie leiden unter einer erheblichen Einschränkung ihrer Lebensqualität durch Kurzatmigkeit sowie Luftnot und haben ein hohes Risiko für akute Asthma-Anfälle. Um ihre Symptome zu lindern, setzt diese Patientengruppe oft auf den Einsatz ihrer Notfall-Sprays. Weitaus empfehlenswerter ist bei unkontrolliertem Asthma jedoch eine Umstellung der Dauermedikation. Bei einer verstärkten Entzündungssymptomatik sollte nach Ansicht von Ärzten entsprechend optimiert entzündungshemmend therapiert werden. „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren wie Foster 200/6 bzw. Foster Nexthaler 200/6 mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Solche modernen Hochdosis-Medikamente kommen derzeit jedoch noch zu wenigen Patienten zugute. Supress Redaktion Ilona Kruchen Kontakt Supress Ilona Kruchen Alt-Heerdt 22 40549 Düsseldorf ...

Weiterlesen
Asthmatikern könnte es viel besser gehen
Viele Patienten halten Symptome für unvermeidlich Foto: Fotolia / UBER IMAGES (No. 5855) sup.- Wenn Asthma-Patienten von ihrem Arzt gefragt werden, wie es ihnen geht, sagen die meisten, bei ihnen sei alles in Ordnung. Diese Erfahrung macht der Lungenfacharzt Dr. Justus de Zeeuw (Köln) nahezu täglich in seiner Praxis. Wenn der Arzt jedoch genauer nachfragt, zeigt sich häufig, dass der Alltag des Patienten durch Symptome wie Kurzatmigkeit, Husten und nächtliches Aufwachen belastet ist. Die Atemwegserkrankung ist also keineswegs ausreichend mit Medikamenten eingestellt und kann dementsprechend auch nicht als kontrolliert bezeichnet werden. Um das tatsächliche Befinden von Asthma-Patienten beurteilen zu können, empfiehlt Dr. de Zeeuw Ärzten, folgende drei Fragen zu stellen: 1. Hatten Sie im vergangenen Monat Schlafprobleme aufgrund Ihrer Asthmasymptome, einschließlich Husten? 2. Hatten Sie tagsüber Ihre typischen Asthma-Symptome wie Husten, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust oder Atemnot? 3. Hat Ihr Asthma Sie bei Ihren Alltagsaktivitäten (Hausarbeit, Beruf, etc.) ...
Weiterlesen
Unzureichende Behandlung begünstigt Asthma-Anfälle
Intensivierte Therapie wird zu selten verordnet Foto: Fotolia / WavebreakmediaMicro (No. 5817) sup.- Rund 330 Mio. Menschen leiden weltweit laut dem Global Asthma Report unter Asthma bronchiale. Diese chronische Atemwegserkrankung gehört damit zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland beträgt nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die Lebenszeitprävalenz, also der Anteil derjenigen, bei denen schon einmal im Leben Asthma diagnostiziert wurde, bei Frauen 10,1 Prozent und bei Männern 8,3 Prozent. Bei vielen Kindern und Erwachsenen mit Asthma liegt eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma vor. Das bedeutet, sowohl Allergene wie Pflanzenpollen, der Kot von Hausstaubmilben oder Tierhaare als auch unspezifische Reize wie körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch oder Infekte können eine Symptomverschlechterung oder sogar einen Asthma-Anfall auslösen. Theoretisch gilt: „Dank moderner Medikamente lässt sich die Erkrankung heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, erläutert ...
Weiterlesen
Wenn Pflanzenpollen die Luft abschnüren
Optimierte Therapieoption für Asthmatiker Foto: Fotolia / Kalim (No. 5749) sup.- Wenn alles grünt und blüht auf dieser Erde – dann wird das Leben für Menschen mit allergisch bedingtem Asthma fast unerträglich. Statt den Frühling genießen zu können, fürchten Asthmatiker den Blütenstaub, der ihnen die Luft abschnürt. Die extremen Atemnot-Beschwerden sind laut Informationen von Dr. Fritz-Berthold Bergmann (Leverkusen) ein Zeichen für das Vorliegen einer verstärkten Entzündungssymptomatik, die entsprechend verstärkt antientzündlich behandelt werden sollte. Herkömmliche Langzeitmedikamente, Inhalatoren mit entzündungshemmenden und bronchienerweiternden Substanzen, mit denen in den Herbst- und Wintermonaten meist eine gute Symptomkontrolle erzielt wird, genügen in den Blütemonaten oft nicht, um schwere Asthma-Anfälle zu verhindern. Empfehlenswerter als der häufige Einsatz von Notfall-Sprays ist in dieser Zeit eine Umstellung der Dauermedikation: „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren, mit denen die gewünschte Intensivierung der antientzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). ...
Weiterlesen
COPD-Patienten mit asthmatischer Komponente
Identifizierung für angemessene Therapie sehr wichtig Foto: Fotolia / Monkey Business (No. 5665) sup.- Knapp sieben Mio. Menschen leiden in Deutschland nach Aussagen des Lungeninformationsdienstes vom Helmholtz Zentrum München an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 15 und 25 Prozent der mit einer COPD diagnostizierten Patienten zugleich an Asthma leiden. Ärzte sprechen dann von so genannten ACOS-Patienten (Asthma COPD Overlap Syndrome). Für eine angemessene Behandlung ist es äußerst wichtig, dass Menschen mit solch einer Asthma-COPD-Mischform rechtzeitig entsprechend identifiziert werden. Der Grund: Während COPD-Patienten ohne Asthma-Komponente nur unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich zu einem bronchienerweiternden auch einen entzündungshemmenden Wirkstoff für die Dauermedikation benötigen, ist bei ACOS-Patienten eine antientzündliche Behandlung zwingend erforderlich. Darauf weist der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover) hin. Realität ist jedoch, dass bei vielen COPD-Patienten die asthmatische Komponente ihrer Erkrankung mangels umfassender Diagnostik und eingehender Gespräche nicht erkannt und ihnen deshalb eine optimale Therapie vorenthalten wird. ...
Weiterlesen
Biomarker optimiert COPD-Therapie
Hohes Exazerbationsrisiko erfordert anti-entzündliche Behandlung Foto: Fotolia / Robert Kneschke (No. 5602) sup.- Neuere Erkenntnisse zeigen, dass Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die höhere Eosinophilen-Werte haben, häufiger unter gefährlichen Exazerbationen (akute Atemnot-Attacken) leiden können. Eosinophile Granulozyten sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen und erlauben Rückschlüsse auf das Ausmaß des Entzündungsspektrums bei der COPD. Die Bestimmung der Eosinophilen-Rate im Blut kann als Biomarker genutzt werden, um die Therapie entsprechend anzupassen. Laut retrospektiven Analysen der Daten von großen COPD-Studien haben etwa 50 bis 70 Prozent der Patienten eine Eosinophilen-Anzahl größer gleich zwei Prozent und können damit parallel zu einer bronchienerweiternden auch von einer anti-entzündlichen Behandlung profitieren. „Neue Daten legen nahe, dass insbesondere COPD-Patienten mit Exazerbationsrisiko und höheren Eosinophilen-Werten neben einer Bronchodilatation in aller Regel auch ein inhalatives Kortikoid benötigen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Wichtig ist dabei, dass auch die kleinen, pathologisch veränderten Atemwege in der Lungenperipherie therapeutisch beeinflusst ...
Weiterlesen
Verdrängungskrankheit COPD
Abwarten und Tee trinken Foto: Fotolia (No. 5152) sup.- Eine weltweite Online-Befragung bei 2.000 Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) aus 14 Ländern zeigt, dass viele Betroffene ihre Krankheit verdrängen und mit den Beschwerden leichtfertig umgehen. „Etwa 40 Prozent der Patienten mit COPD-Symptomen bevorzugen die Strategie nach dem Motto „abwarten und Tee trinken“, anstatt der Krankheit vorzubeugen oder sich richtig behandeln zu lassen“, so die Studienautoren Prof. Neil Barnes und Kollegen (London Chest Hospital). Obgleich akute Atemnot-Attacken (Exazerbationen) bei den Teilnehmern recht oft auftraten und diese ihre Lebensqualität verschlechterten, gaben die meisten an, ihre Erkrankung unter Kontrolle zu haben. Im Fall einer leichten bis mittelschweren COPD bestätigten dies rund 75 Prozent der Befragten, bei moderater bis schwerer COPD immerhin noch 60 Prozent. Diese Einstellung ist fatal: „Exazerbationen beschleunigen das Fortschreiten einer COPD deutlich, verschlechtern die Lebensqualität und die Prognose stark“, warnt der Lungenexperte Prof. Klaus F. Rabe (LungenClinic Großhansdorf). Die Sterblichkeit ...
Weiterlesen