Mangelhafte Symptomkontrolle bei Asthmatikern
Innovative Medikamente kommen zu kurz Foto: Fotolia / ladysuzi (No. 5942) sup.- Zu schön, um wahr zu sein: „Dank moderner Medikamente lässt sich Asthma heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, so lautet die Überzeugung des Helmholtz Zentrum München auf seinem Onlineportal www.allergieinformationsdienst.de Diese Aussage ist zwar theoretisch absolut korrekt, trifft in der Praxis aber viel zu selten zu. Asthma-Patienten, die unter einer erheblichen Einschränkung ihrer Lebensqualität leiden und wegen akuten Anfällen häufig zu ihrem Notfall-Spray greifen müssen, sind in der Realität nicht die Ausnahme, sondern eher schon die Regel. Nach Informationen des „Weißbuch Lunge“, das über Lungenerkrankungen in Deutschland berichtet, wird derzeit bei über 70 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma trotz medikamentöser Dauertherapie keineswegs eine angemessene Symptomkontrolle erreicht. Ein wesentlicher Grund für diese unbefriedigende Situation ist neben mangelnder Therapietreue auch das zurückhaltende ...
Weiterlesen
Lebensqualität von Asthmatikern könnte viel besser sein
Offenes Arzt-Patienten-Gespräch hilft weiter Foto: Fotolia / sepy (No. 5912) sup.- Leben mit Asthma bedeutet für viele Betroffene eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, an die sie sich aber zwangsläufig gewöhnt haben und die sie für unvermeidbar halten. Symptome wie Husten, Atemnot sowie nächtliches Aufwachen gehören trotz Dauermedikation mit Asthma-Sprays zu ihrem Alltag. Nach Erfahrungen des Lungenfacharztes Dr. Justus de Zeeuw (Köln) haben sich Patienten oft über Jahre mit ihrer Situation arrangiert und abgefunden. Werden sie bei Routine-Terminen von ihrem Arzt befragt, wie es ihnen geht, sagen sie deshalb häufig, bei ihnen sei alles so weit in Ordnung. Erst durch genaues, beharrliches Nachfragen würde sich manchmal offenbaren, dass die chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung keineswegs ausreichend mit Medikamenten eingestellt ist. Welcher Patient kennt auch schon die Kriterien der GINA-Leitlinien (Global Initiative for Asthma) für gut kontrolliertes Asthma? Sie umfassen unter anderem: ungestörte Nachtruhe ohne Beschwerden sowie keine nennenswerten Einschränkungen bei Alltags-Aktivitäten durch Symptome wie ...
Weiterlesen
Asthmatiker haben hohes Infektionsrisiko
Gesundheitliche Bedrohung wird stark unterschätzt Foto: Fotolia / Zerbor (No. 5892) sup.- Das Risiko für Infektionen allgemein, insbesondere aber die Gefahr für Infekte der Atemwege sowie Pneumonien (Lungenentzündung) ist bei Asthma-Patienten deutlich höher als bei Menschen, die nicht unter dieser chronischen Entzündung der Bronchien leiden. Das zeigt eine dänische Studie unter Leitung von Dr. J. Helby (Kopenhagen), bei der die Daten einer bevölkerungsbasierten Untersuchung von über 105.000 Erwachsenen ausgewertet wurden. Die 6.750 Teilnehmer mit Asthma wiesen ein um 44 Prozent erhöhtes Risiko für Infektionen und eine um 99 Prozent höhere Gefahr für Pneumonien auf. Als Studienendpunkt wurden dabei nur Infektionen berücksichtigt, die mit einer stationären Behandlung im Krankenhaus verbunden waren. Diese enorme gesundheitliche Bedrohung von Asthma-Patienten durch infektiöse Begleiterkrankungen wird laut Aussagen von Dr. J. Juhn (Mayo-Klinik, Rochester), der die Studie in einem Editorial kommentiert hat, stark unterschätzt. Etwa sechs Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind Asthmatiker. Im Gegensatz zu ...
Weiterlesen
Asthmatiker setzen zu oft auf Notfall-Sprays
Umstellung der Dauermedikation empfehlenswerter sup.- Bei über 70 Prozent der Patienten mit schweren Asthma-Formen muss nach Informationen des „Weißbuch Lunge“ davon ausgegangen werden, dass sie nicht ausreichend mit Medikamenten eingestellt sind. Sie leiden unter einer erheblichen Einschränkung ihrer Lebensqualität durch Kurzatmigkeit sowie Luftnot und haben ein hohes Risiko für akute Asthma-Anfälle. Um ihre Symptome zu lindern, setzt diese Patientengruppe oft auf den Einsatz ihrer Notfall-Sprays. Weitaus empfehlenswerter ist bei unkontrolliertem Asthma jedoch eine Umstellung der Dauermedikation. Bei einer verstärkten Entzündungssymptomatik sollte nach Ansicht von Ärzten entsprechend optimiert entzündungshemmend therapiert werden. „Seit Anfang 2016 gibt es Inhalatoren wie Foster 200/6 bzw. Foster Nexthaler 200/6 mit denen die gewünschte Intensivierung der anti-entzündlichen Behandlung erreicht wird bei gleichzeitig unverändertem Anteil an bronchienerweiternden Substanzen“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Mark Voss-Dirks (Hannover). Solche modernen Hochdosis-Medikamente kommen derzeit jedoch noch zu wenigen Patienten zugute. Supress Redaktion Ilona Kruchen Kontakt Supress Ilona Kruchen Alt-Heerdt 22 40549 Düsseldorf ...

Weiterlesen
Unzureichende Behandlung begünstigt Asthma-Anfälle
Intensivierte Therapie wird zu selten verordnet Foto: Fotolia / WavebreakmediaMicro (No. 5817) sup.- Rund 330 Mio. Menschen leiden weltweit laut dem Global Asthma Report unter Asthma bronchiale. Diese chronische Atemwegserkrankung gehört damit zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. In Deutschland beträgt nach Zahlen des Robert Koch-Instituts die Lebenszeitprävalenz, also der Anteil derjenigen, bei denen schon einmal im Leben Asthma diagnostiziert wurde, bei Frauen 10,1 Prozent und bei Männern 8,3 Prozent. Bei vielen Kindern und Erwachsenen mit Asthma liegt eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma vor. Das bedeutet, sowohl Allergene wie Pflanzenpollen, der Kot von Hausstaubmilben oder Tierhaare als auch unspezifische Reize wie körperliche Anstrengung, kalte Luft, Zigarettenrauch oder Infekte können eine Symptomverschlechterung oder sogar einen Asthma-Anfall auslösen. Theoretisch gilt: „Dank moderner Medikamente lässt sich die Erkrankung heute bei den meisten Patienten so gut kontrollieren, dass Beschwerden nur gelegentlich auftreten, der Alltag gut bewältigt werden kann und lebensbedrohliche Anfälle ausbleiben“, erläutert ...
Weiterlesen
Schweres Asthma erfordert intensive Therapie
Hochdosis-Präparate werden zu selten verordnet sup.- Über 70 Prozent der Patienten mit schweren Asthma-Formen sind laut dem „Weißbuch Lunge“ in Deutschland nicht ausreichend mit Medikamenten eingestellt. Bei ihnen liegt ein chronisch verstärktes Entzündungsgeschehen in den Atemwegen vor, das entsprechend intensiviert anti-entzündlich behandelt werden müsste. Dies geschieht bei uns jedoch viel zu selten: Während in Deutschland derzeit lediglich 15 Prozent der Asthma-Patienten hochdosierte Asthma-Präparate verordnet bekommen, liegt diese Quote beispielsweise in Frankreich bei 53 Prozent und in Spanien sowie England jeweils bei 36 Prozent. Asthmatiker, deren Symptome schlecht kontrolliert sind und die eine entsprechend starke Einschränkung der Lebensqualität hinnehmen müssen, sollten ihren Arzt auf moderne Hochdosis-Inhalatoren (z. B. Foster 200/6) für den täglichen Gebrauch ansprechen. Supress Redaktion Ilona Kruchen Kontakt Supress Ilona Kruchen Alt-Heerdt 22 40549 Düsseldorf 0211/555548 redaktion@supress-redaktion.de http://www.supress-redaktion.de

Weiterlesen
Asthma-Therapie in Deutschland
Viele Patienten sind unterversorgt Grafik: Supress (No. 5777) sup.- Ungestörte Nachtruhe ohne Beschwerden, keine nennenswerten Einschränkungen bei Alltags-Aktivitäten und nicht häufiger als höchstens zweimal pro Woche tagsüber Symptome wie Husten, Atemnot oder Brustenge: So sollte laut den GINA-Leitlinien (Global Initiative for Asthma) das Leben von Asthma-Patienten aussehen, deren chronische Atemwegserkrankung dank moderner Dauermedikation als gut kontrolliert bezeichnet werden kann. Für viele Asthmatiker in Deutschland ist diese Beschreibung jedoch eine Utopie, von der sie noch nicht einmal zu träumen wagen. Nach Daten des „Weißbuch Lunge“ muss bei 72 Prozent der Patienten mit schwerem Asthma die Krankheit als unzureichend kontrolliert eingestuft werden. Ihr Alltag ist durch regelmäßige Schlafstörungen, nahezu tägliche Beschwerden und eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bestimmt. Ganz maßgeblich für diese schlechte Bilanz ist nach Einschätzung von Experten neben einer unzureichenden Therapietreue (Compliance) der Patienten auch das Verordnungsverhalten der Ärzte. Europäische Vergleichszahlen zeigen, dass eine Hochdosis-Therapie mit entzündungshemmenden Wirkstoffen (Steroiden) bei ...
Weiterlesen
Schwere Belastungen durch schweres Asthma
Angst vor Kortison verhindert Therapietreue Foto: Fotolia / WavebreakmediaMicro (No. 5678) sup.- Wer in seinem Freundeskreis Menschen kennt, die unter Asthma leiden, hat schon oft erlebt, wie belastend sich diese Erkrankung auf deren Alltag auswirken kann. Doch Fakt ist: Dank moderner Medikamente ist heute im Prinzip bei allen Schweregraden dieser chronischen Atemwegserkrankung eine nahezu uneingeschränkte Lebensqualität erreichbar. Insbesondere bei schweren Formen wird dieses Therapieziel jedoch nur selten realisiert. Laut dem „Weißbuch Lunge“ muss bei über 70 Prozent der Asthma-Patienten mit hohem Schweregrad die Erkrankung als unkontrolliert eingestuft werden. Zu den ganz wesentlichen Gründen für diese unbefriedigende Situation gehört mangelhafte Therapietreue (Compliance). Basis jeder Asthmatherapie ist eine Dauermedikation, also die tägliche Inhalation von entzündungshemmenden Substanzen (Steroiden), die umgangssprachlich auch unter dem Begriff Kortison zusammengefasst werden. Und exakt in dieser Notwendigkeit liegt ein großes Problem. Insbesondere ältere Menschen haben oft enorme Angst vor Kortison, weil es in ihrer Vorstellung ein „Hammer-Medikament“ mit ...
Weiterlesen
Asthmakontrolle sinkt mit zunehmendem Schweregrad
Patienten profitieren von neuer Behandlungsoption Foto: Fotolia / pathdoc (No. 5590) sup.- Rund zehn Prozent der Frauen und gut acht Prozent der Männer erkranken nach Daten des Robert Koch-Instituts im Lauf ihres Lebens an Asthma. Während bei Kindern Asthma überwiegend allergisch bedingt ist, tritt bei Erwachsenen (vor allem in der zweiten Lebenshälfte) häufiger eine nicht-allergische (intrinsische) Form der Erkrankung auf. Informationen des Bundesverbandes der Pneumologen zufolge kann eine rein allergische Ursache ab dem 20. Lebensjahr nur noch in weniger als einem Fünftel der Fälle nachgewiesen werden. Laut dem „Weißbuch Lunge“, das über den Stellenwert von Lungenerkrankungen in Deutschland informiert, sind in den letzten Jahren sowohl die Häufigkeit als auch der Schweregrad bei Asthmaerkrankungen gestiegen. Ziel der medikamentösen Behandlung bei dieser chronischen Atemwegserkrankung ist eine möglichst vollständige Kontrolle der Symptomatik, die vor allem durch Atemnot, Husten und Auswurf gekennzeichnet ist. Während bei Menschen mit leichtem Asthma die Krankheit zu 80 Prozent ...
Weiterlesen
Moderne Medikamente für gute Asthma-Kontrolle
Mehr Aufklärung verbessert Therapietreue Foto: Fotolia / Monkey Business sup.- Eine gute Asthma-Kontrolle und damit auch eine gute Lebensqualität sind heute dank moderner Medikamente im Prinzip bei allen Schweregraden dieser Atemwegserkrankung erreichbar. Doch die Realität sieht anders aus: Während laut dem „Weißbuch Lunge 2014“ bei Patienten mit leichtem Asthma die Krankheit zu 80 Prozent als kontrolliert bezeichnet werden kann, trifft dies bei schweren Formen nur auf 28 Prozent zu. Grund für diese unbefriedigende Situation ist fast immer eine mangelhafte Therapietreue der bei Asthma notwendigen Dauermedikation. Diese fehlende so genannte Compliance hat ihre Ursache oft in Anwendungsfehlern bei der Inhalationstherapie. Vielfach spielen jedoch auch Ängste vor möglichen unerwünschten Nebenwirkungen eine Rolle, die dazu führen, dass die Einnahme der Medikamente vernachlässigt wird. Denn neben bronchienerweiternden Wirkstoffen bilden entzündungshemmende Substanzen (Kortison-Präparate) die Basis der Asthma-Behandlung. Und insbesondere die Sorge vieler Patienten vor Wassereinlagerungen und einer Gewichtszunahme durch eine dauerhafte Therapie mit Kortikoiden ist ...
Weiterlesen
Fortschritte und Mängel bei der Asthma-Therapie
Ergebnisse des „Weißbuch Lunge“ sup.- Trotz deutlicher Fortschritte bei der medikamentösen Behandlung wird im „Weißbuch Lunge 2014“ auch auf erhebliche Mängel bei der Asthma-Therapie hingewiesen. So nimmt die erstrebte Kontrolle der Atemwegserkrankung mit zunehmendem Schweregrad ab: Während bei Patienten mit leichtem Asthma die Krankheit zu 80 Prozent als kontrolliert bezeichnet werden kann, trifft dies bei schweren Formen nur auf 28 Prozent zu. Zur Verbesserung dieser unbefriedigenden Situation sollen innovative Inhalationssysteme beitragen, die einfacher und sicherer in der Handhabung sind. Eine höhere Effizienz der bronchienerweiternden und entzündungshemmenden Wirkstoffe wird sich zudem durch die Verordnung von Präparaten versprochen, die die Substanzen in extrafeinen Partikeln enthalten. „Mit der Inhalation extrafeiner Teilchen, wie sie der Trockenpulver-Inhalator Foster Nexthaler bietet, kann eine gute Lungendeposition bis in die kleinen Atemwege erzielt werden“, bestätigt der Lungenfacharzt Dr. Rainer Gebhardt (Berlin). Mit dem Ablauf „öffnen, inhalieren, schließen“ sei dieser Inhalator zudem deutlich patientenfreundlicher als herkömmliche Systeme. Supress ist ...

Weiterlesen
Drastischer Anstieg von COPD-Fällen
Chronische Lungenerkrankung häufige Todesursache Foto: Fotolia sup.- Fast alle Lungenerkrankungen haben in den letzten zehn Jahren weiter zugenommen. Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). An dieser irreversiblen Erkrankung der Atemwege sind im Jahr 2011 laut der aktuellen Ausgabe des „Weißbuch Lunge“ 14.970 Männer und 11.048 Frauen gestorben. Damit lag die Zahl der Todesfälle um fast 25 Prozent über der aus dem Jahr 2005. Exakte Aussagen zur Häufigkeit der COPD sind wegen der hohen Dunkelziffer nicht diagnostizierter Erkrankungen schwieriger. Prof. Tobias Welte (Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Mitherausgeber des „Weißbuch Lunge 2014“) geht davon aus, dass von den über 40-Jährigen in Deutschland etwa zehn bis zwölf Prozent betroffen sind. Einer Prognose zufolge soll der Gipfel erst im Jahr 2050 erreicht sein mit dann acht Millionen Patienten. Auswirkungen von Rauchverboten im öffentlichen Raum auf die COPD-Rate sind, anders als bei Herzkreislauf-Erkrankungen, ...
Weiterlesen
Schweregrad bei Asthma ist gestiegen
Korrekte Dauermedikation ist die Ausnahme Foto: Fotolia sup.- Sowohl die Häufigkeit als auch der Schweregrad sind bei Asthmaerkrankungen in den letzten Jahren gestiegen. „Es gibt viele Theorien, woran das liegen könnte. Eventuell sind die Pollen durch Umwelteinflüsse aggressiver geworden“, mutmaßt Prof. Tobias Welte (Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Mitherausgeber des „Weißbuch Lunge 2014“). Nach Daten des Robert Koch-Instituts hat sich die Lebenszeitprävalenz bei Erwachsenen zwischen den Jahren 2003 und 2009 bei Frauen von 6,0 auf 10,1 Prozent und bei Männern von 5,2 auf 8,3 Prozent erhöht. Im „Weißbuch Lunge“, das über den Stellenwert von Lungenerkrankungen in Deutschland informiert, wird trotz der deutlichen Fortschritte bei der medikamentösen Therapie auch auf erhebliche Mängel bei der Asthmatherapie hingewiesen. Danach nimmt die Asthmakontrolle mit zunehmendem Schweregrad der Erkrankung kontinuierlich ab. Während bei Patienten mit leichtem Asthma die Krankheit zu 80 Prozent kontrolliert ist, trifft dies bei Patienten mit ...
Weiterlesen