Sportmedizin / GOTS / Foam Rolling – Hype oder gesundheitsfördernd?
Faszienrollen oder auch Foam-Rollen / Massagerollen haben einen regelrechten Siegeszug angetreten und werden von einer breiten Masse der Bevölkerung genutzt. Doch welche Belastungen auf die Körperstrukturen treten dabei auf und welche Effekte gibt es eigentlich? Dr. Christian Baumgart und seine Kollegen gingen diesen Fragen in einer Studie nach. Die Ergebnisse stellen sie auf dem Kongress der Orthopädisch-Traumatologischen Gesellschaft für Sportmedizin im Juni in Salzburg vor. Erstes Fazit: Es gibt viel Hype um die Rollen, jedoch wenig wissenschaftliche Evidenz! Baumgart ist Wissenschaftler an der Bergischen Universität Wuppertal und untersucht die biomechanischen Effekte des Foam Rolling. Er verweist darauf, dass Wirkung und Risiken nicht ausreichend untersucht sind. In einer Studie nutzten Studenten unter fachkundiger Anleitung die Massagerollen je zweimal eine Minute pro Muskelgruppe an den Beinen. Danach wurde zum einen die vertikale Sprunghöhe gemessen: es tat sich nichts. Zusätzlich wurde mit einem Taststift die Spannung der Muskulatur gemessen – auch hier gab ...
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„Wir passen das Implantat dem Patienten an, nicht anders herum“
Der Sportmediziner Dr. Waldemar Komorek setzt auf Individual-Implantologie Dr. Komorek Sportmediziner aus Pfäffikon (Schweiz) Rund 160.000 Kniegelenke werden in Deutschland jährlich eingesetzt. Der Anstieg ist zum Teil auf den höheren Verschleiß durch aktiveres Freizeitverhalten zurückzuführen, auf Übergewicht und auf die höhere Lebenserwartung der Menschen. Das Kniegelenk stellt schließlich als größtes Gelenk des menschlichen Körpers die Verbindung von Oberschenkelknochen und Schienbein her und ist einer starker Beanspruchung ausgesetzt. Fällt diese Verbindung aus oder ist sie überlastet, ist der Mensch in seinem Bewegungsapparat stark eingeschränkt und erleidet bei jedem Bewegungsversuch starke Schmerzen. Worin liegt der größte Vorteil von maßgeschneiderten Knieimplantaten? Wenn eine Prothese maßgeschneidert auf einen Patienten angefertigt wird, kann im Idealfall möglichst viel vom ursprünglichen Kniegelenk erhalten werden, da eben nur die Regionen erneuert werden, die externe Unterstützung benötigen. Das funktioniert mit standardisierten Prothesen nicht. Der Patient hat außerdem durch den Einsatz von Teilimplantaten ein geringeres Fremdkörpergefühl und empfindet sehr viel ...
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Ski alpin mit künstlichen Knie- und Hüftgelenken: alles ist möglich!
Patienteninformation der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (Bildquelle: Pixabay) In Deutschland werden jedes Jahr rund 450.000 Knie- und Hüft-Endoprothesen implantiert. Knapp ein Drittel der Betroffenen ist jünger als 65 Jahre und somit im aktiven, sportlichen Leben. Viele von Ihnen wollen aufs Skifahren nicht verzichten und müssen es auch nicht. Welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind, haben jetzt Mediziner der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) zusammengestellt. „Um überhaupt Sport mit einer Endoprothese treiben zu können, sind eine schonende Operationstechnik, ein optimaler Prothesensitz, knöcherne Integration und gute Beweglichkeit, sowie muskuläre Kontrolle äußerst wichtig“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Tischer, Leiter Sektion Sportorthopädie&Prävention an der Universitätsmedizin Rostock. Diese Faktoren sollten unbedingt vor Wiederaufnahme des Sports von einem Arzt überprüft werden. Für Ski alpin bei Breitensportlern gelten jedoch noch spezielle zusätzliche Punkte. „Die Basistechnik sollte ein beidbeiniges Skifahren mit führendem Außenski und belastetem Innenski (Außenski- zu Innenski-Belastung Verhältnis etwa 60:40 Prozent) sein. Die Skiführung normal hüftbreit ...
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Bekenntnis zur Homöopathie
FC Bayern München Teamarzt Müller-Wohlfahrt behandelt mit homöopathischen Arzneimitteln Beeindruckende Ergebnisse mit Homöopathie. (Bildquelle: © BillionPhotos.com – Fotolia) Er gilt als der Inbegriff der Sportmedizin und gehört seit Jahrzehnten zum medizinischen Inventar des FC Bayern München und ist zudem Teamarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft: Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. In der Behandlung seiner Patienten setzt der Mediziner auf homöopathische und biologische Mittel, bekennt er in seiner Autobiografie „Mit den Händen sehen.“ Über seine Arbeit mit den Patienten sagt der Arzt, er erhalte oft von Patienten ein Dankeschön. Eine Erklärung dafür hat er auch: Das liege daran, dass er sich den Patienten mit Einfühlungsvermögen, quasi „mit Haut und Haaren hingebe“ und sich ganz seinen Patienten zuwende. Sein Ziel sei es, ihnen zu vermitteln, sie seien das Wichtigste auf der Welt und er setze sich mit Leidenschaft für die Linderung ihrer Beschwerden und die richtige Diagnose ein. Zudem setzt Müller-Wohlfahrt eigenen Schilderungen zufolge ausschließlich auf ...
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Sportmedizin / Training ohne Kohlenhydrate – Mythos oder bessere Leistung?
Deutscher Olympischer Sportärztekongress in Hamburg klärt auf (Bildquelle: Pixabay) Immer wieder geistert der Mythos einer „gesunden“ Ernährung ohne oder mit wenigen Kohlenhydraten durch das Netz. Doch Ernährungswissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Anja Carlsohn, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, beweist das Gegenteil. Wie wichtig Kohlenhydrate für Gesundheit und Leistung von Sportlern wirklich sind – darüber berichtet sie auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress vom 24. bis 26. Mai in Hamburg. Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, Brot – häufig wird Freizeitsportlern suggeriert, bestimmte Lebensmittel zu meiden und sich möglichst kohlenhydratarm zu ernähren. “ Low Carb“, so heißt das Versprechen, lässt das Körperfett schmelzen und die Leistung besser werden. Carlsohn: „Wir können als Ernährungswissenschaftler davon nur abraten. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sind für Gesundheit und Leistungsfähigkeit notwendig.“ In ihren Studien mit Freizeit- und Hochleistungssportlern konnte Carlsohn beobachten, dass eine eingeschränkte Kohlenhydratzufuhr – dauerhaft oder phasenweise – mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit vor allem bei Ausdauersportlern einhergeht. Carlsohn und Kollegen untersuchten zum Beispiel ...
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Sportmedizin / Nach Kreuzband-OP: Wie wird mein Knie wieder fit für den Sport?
Deutscher Olympischer Sportärztekongress Hamburg Nach einer OP des vorderen Kreuzbandes am Knie kehren viele nicht mehr zu ihrem Sport zurück. Sportmediziner erforschen, woran das liegt. Auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress stellt Kristin Kalo von der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt neue interessante Untersuchungen vor. Um die normale Funktion des Knies nach einem operativ versorgten Riss des vorderen Kreuzbandes zu untersuchen, muss das Aufrechterhalten der Maximalkraft gemessen werden. Dazu wird die sogenannte Kraft-Peak-Variabilität bestimmt. Der Sportler wird in einem Kraftmessgerät mit einem Kniewinkel von 60 Grad fixiert. Dann muss mit dem Unterschenkel gegen ein Polster als festen Widerstand gedrückt werden. „Die Kraftkurve soll 10 Sekunden aufrechterhalten werden. Die kleinen Schwankungen in der Kurve, das ist die Variabilität“, erklärt Kalo. In verschiedenen Studien überprüfen die Forscher, ob das Knie wieder richtig gesund ist, auch in seiner Funktion. Und obwohl viele Patienten vom Arzt nach einem Jahr wieder als fit für ihren Sport ...
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Rund jeder 5. Läufer konsumiert Schmerzmittel / 12 wichtige Risikofaktoren von Freizeitsportlern
Neue Analysen auf dem ersten Deutschen Olympischen Sportärztekongress in Hamburg (Bildquelle: pixabay) Extra Vitamine, Zink, Magnesium und zum Training eine Schmerztablette – viele Sportler konsumieren Nahrungsergänzungs- und Schmerzmittel. Je nach Substanz und Anwendungsform wird das von Sportmedizinern als problematisch bewertet. Dazu kommen für aktive (Freizeit-) Läufer noch weitere Risikofaktoren. Wissenschaftler befragten in der Studie „Bleib-gesund-und-werde-fit“ bereits über 150.000 Läufer und legen jetzt ihre Ergebnisse vor. Dr. Thomas Rüther von der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln referiert dazu auf dem Deutschen Olympischen Sportärztekongress vom 24. bis 26. Mai in Hamburg. Obwohl regelmäßige Sportaktivität einen enormen gesundheitlichen Nutzen hat, können auch Aktive von Risikofaktoren betroffen sein, wie z.B. Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte. „Aber oftmals wissen sie es eben nicht“, sagt Rüther. So kommt es im Einzelfall immer wieder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Ereignissen beim Sport, zum Beispiel zu Todesfällen beim Marathon. „Zur Sensibilisierung für die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Sport läuft deshalb ...
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Von Risikofaktoren bei Läufern, über den Rehasport für Herzpatienten bis zur Kniefunktion nach OP: Erster Deutscher Olympischer Sportärztekongress
Hamburg, 24. bis 26. Mai 2018 Zum ersten Mal findet in Deutschland ein Olympischer Sportärztekongress statt. Vom 24. bis 26.Mai treffen sich in Hamburg über eintausend Sportmediziner, Wissenschaftler, Sportärzte und Sporttherapeuten zu diesem hochkarätigen Event. Die internationalen Teilnehmer tauschen sich über neueste Erkenntnisse in der Orthopädie und Chirurgie, Bewegungsmedizin, Bewegungswissenschaft, Ernährung, Kardiologie, in der inneren Medizin, Rehabilitation und über neue Ansätze in der Prävention von Verletzungen aus. Es geht um Spitzen-Sportmedizin auf höchstem Niveau. Veranstalter des Kongresses sind die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) und die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) mit Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viele Mediziner aus den Reihen beider Verbände standen gerade noch hinter den olympischen Kulissen von Pyeongchang unseren Sportlern zur Seite. Auf dem internationalen Kongress geht es jedoch nicht nur um Mannschaftbetreuung, olympische und Wettkampfmedizin, sondern in erster Linie um den sporttreibenden Menschen. Ob Freizeit- oder Leistungssport: die Mediziner wollen ...
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Einlagenspezialist gründet eigene Akademie. IOS-Technik startet eine Bildungsoffensive im eigenen Unternehmen.
18.01.2018 Der Einlagenspezialist IOS-Technik aus Willich betrachtet lebenslanges Lernen und Innovationsfähigkeit als eine der wichtigen Herausforderungen der modernen Unternehmen. Um sich selbst dieser Herausforderung zu stellen, hat IOS-Technik deshalb eine eigene Akademie in Willich gegründet. Hier soll eine umfassende Bildungsoffensive für unterschiedliche Zielgruppen gestartet werden. „Innovationsfähigkeit, Eigenverantwortung und lebenslanges Lernen sind für Mitarbeiter in modernen Unternehmen unverzichtbar“, bringt Axel Klapdor, Geschäftsführer von IOS-Technik aus Willich, die zentralen Herausforderungen von Unternehmen auf den Punkt. Der Einlagenspezialist will mit gutem Beispiel vorangehen und eine breitgefächerte Bildungsoffensive im eigenen Haus starten. Dafür hat er eine eigene Akademie gegründet. „Wir werden sehr sorgfältig konzipierte Seminare und moderne Lernmethoden anbieten. Charakteristisch wird dabei der durchgehende Praxisbezug sein“, beschreibt der IOS-Chef das Lehrangebot an seiner neuen Bildungseinrichtung. „Die Akademie wurde konzipiert für IOS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, aber auch für IOS-Partnerärzte sowie IOS-Kooperationspartner, die mit unseren Systemen arbeiten und ihren Patienten das Einlagen-Therapie-konzept anbieten. Auch Physiotherapeuten und Podologen ...
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Mareen Hufe beste Deutsche beim IRONMAN Hawaii. Sponsor IOS-Technik gratuliert der erfolgreichen Markenbotschafterin.
02.11.2017 Profisportlerin und Ironwoman Mareen Hufe aus Wesel erreichte beim IRONMAN Hawaii als beste Deutsche das Ziel. Mit einer Zeit von insgesamt 9:23:11 sicherte sie sich den 11. Platz unter insgesamt 38 Profistarterinnen. Mit einer Zeit von 9:23:11 setzte die Profisportlerin Mareen Hufe aus Wesel am 15. Oktober beim IRONMAN Hawaii ein Ausrufzeichen. In einem Starterfeld von insgesamt 38 Profis belegte sie als beste Deutsche den 11. Platz und hat damit schon die mit 2.600 Punkten viele der notwendigen Qualifizierungspunkte für Hawaii 2018 im Gepäck. Die Schwimmstrecke meisterte sie in 00:59:04, auf dem Rad benötigte sie 4:58:06 und lief anschließend eine Zeit von 3:21:18. In diesem Jahr möchte die erfolgreiche Triathletin noch auf zwei weiteren Langdistanzen auf dem Podium stehen. Am 11. November nimmt sie am Triathlon IRONMAN Malaysia Langkawi teil. Anschließend startet sie am 3. Dezember beim IRONMAN WESTERN AUSTRALIA. Hufes Ziel ist es, in beiden Rennen unter die ...
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Ein IRONMAN will von Hamburg nach Hawaii. IOS-Technik unterstützt den Triathleten Tim Rose auf dem Weg zum Ziel.
10.08.2017 Beim IRONMAN Hamburg gehen am 13. August 2.500 Athleten aus der ganzen Welt an den Start. Mit der Startnummer 106 ist der Scherfeder Triathlet Tim Rose unter den Teilnehmern. Das Nachwuchstalent will in Hamburg die Qualifikation für den IRONMAN auf Hawaii schaffen. Der Scherfeder Triathlet Tim Rose hat sich für den IRONMAN Hamburg am kommenden Sonntag ein besonderes Ziel gesteckt: Er möchte nicht nur in einer bestechenden Zeit die Ziellinie in der Hansestadt überqueren, er will am liebsten gleich bis nach Hawaii. Der Weg dorthin führt zunächst über die Distanzen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen an der Hamburger Alster. Dafür hat sich Rose seit November letzten Jahres bestens vorbereitet und viele Kilometer zu Lande und zu Wasser zurückgelegt. Um 6:55 Uhr fällt der Startschuss. „Die Vorbereitung verlief sehr gut. Ich bin bereit, einen guten Wettkampf zu absolvieren“, gibt Rose sich optimistisch. „Es ist ...
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Über Stürze, Rippenprellungen und nachts kochende Athleten
Oberärztin Ursula Bloos ist die chirurgische Leitung beim Challenge Roth – seit zehn Jahren Seit zehn Jahren fester Bestandteil des Challenge Roth: Notärztin Ursula Bloos. Rummelsberg/Roth. Im Rahmen der diesjährigen Auflage des Challenge Roth feierte Ursula Bloos still und heimlich ein Jubiläum: zum zehnten Mal war sie am Start. Für einen Athleten eine Leistung, der Hochachtung gebührt. Einziger Haken: Ursula Thea Bloos ist keine Athletin und hat noch nie die Ziellinie überquert. Hochachtung gebührt ihr trotzdem – schließlich ist die Oberärztin aus dem Krankenhaus Rummelsberg seit zehn Jahren die chirurgische Leitung beim weltgrößten Langdistanz-Triathlon. „Ehrenamtlich – für einen Appel und ein Ei“, wie die Fachärztin für Chirurgie und Unfallchirurgie selbst sagt. Angefangen hat alles 1986. Als ehrenamtliche Helferin ist die Rotherin mit dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK) das erste Mal auf der Strecke mit dabei und „leckt Blut“. Seitdem hat sie der Mythos „Triathlon Roth“ nicht mehr losgelassen. Zusammen mit ...
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Sportmedizin: Ski-Daumen, Handwurzelbrüche und verletzte Fingergelenke
Die besten Therapien auf dem Internationalen Kongress der Spitzen-Sportmedizin im Juni in Berlin Dr. Michael Lehnert mit einer verletzten Spielerin von Turbine Potsdam (Bildquelle: 1. FFC Turbine Potsdam) Vom 22. bis 24. Juni trifft sich die Elite der Sportmediziner auf dem Internationalen GOTS-Kongress in der deutschen Hauptstadt. Mit dabei: Dr. med. Michael Lehnert, Orthopäde und Handchirurg. Neben vielen anderen Experten wird er über typische Sportverletzungen an der Hand berichten. Und: über die besten Therapien für Breiten- und Spitzensportler. Die meisten Handverletzungen passieren in den Ballsportarten Handball, Basket- und Volleyball. Aber auch beim Ski- und Snowboardfahren, im Kampfsport, wie Judo, Boxen, Taekwon-Do, oder beim Biken verletzen sich Sportler häufig an der Hand. „In den Ballsportarten ziehen sich die Athleten meist Gelenkkapselrisse, Ausrenkungen der Finger und Brüche der Handwurzel zu. Beim Skateboard-Fahren, Mountainbiken und Snowboarden sind es eher Bandverletzungen oder Brüche des Handgelenkes, hervorgerufen durch Stürze“, so Dr. Lehnert. Zu 90 Prozent ...
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Sportmedizin: Luxationen, Kapsel- und Sehnenverletzungen nicht auf die leichte Schulter nehmen
Neueste Therapien bei Schulterverletzungen auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin vom 22. – 24. Juni in Berlin (Bildquelle: F. Mauch) Ein ungünstiger Sturz und schon ist es passiert – die Schulter ist ausgekugelt. Einfach einrenken und weitermachen funktioniert nicht. Welches die besten und neuesten Therapien bei Schulterluxationen und anderen Verletzungen sind, erklären Experten auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin in Berlin. Profisportler renken sich in den Kontaktsportarten, besonders im Fußball und Handball und immer häufiger auch beim American Football, die Schulter aus. Bei den Breitensportlern steht das Radfahren (Stürze) an erster Stelle, gefolgt vom Snowborden, wo der Sportler sich nicht richtig abfangen kann. Die jüngeren Sportler werden fast alle operiert Die Therapien bei den Verletzungen sind altersabhängig. PD Dr. Frieder Mauch, Chefarzt im Department Sportorthopädie/Sporttraumatologie Obere Extremität / Schulterendoprothetik / MRT in der Sportklinik Stuttgart: „Die jüngeren Sportler zwischen 18 und 25 Jahren werden nahezu alle operiert. Die Gefahr, dass ...
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Sportmedizin / Gleichgewicht, Kraft und Nerven – wenn der Sport zur Wissenschaft wird
Internationaler Kongress der Sportmedizin in Berlin / 22. bis 24. Juni 2017 Wenn sich vom 22. bis 24. Juni die renommiertesten Sportmediziner auf dem Internationalen GOTS-Kongress der Sportmedizin in Berlin treffen, ist auch Prof. Dr. Markus Gruber mit dabei. Er ist kein Arzt, sondern Sportwissenschaftler. An der Universität Konstanz erforscht er mit seinem Team die Grundlagen des Zusammenspiels von Nerven und Muskeln in der Bewegung, speziell im Gleichgewichtstraining. Eine spannende Sache, von der nicht nur Sportler, sondern auch Patienten in der Reha oder zum Beispiel alte Menschen in der Sturzprophylaxe profitieren. „Jeder Mensch braucht optimale Nervenreize, um sein optimales Gleichgewicht zu finden“, so Prof. Gruber. Deshalb forscht er an einer Reihe von Gleichgewichtstests. Alte Menschen zum Beispiel werden durch einen instabilen Untergrund und durch andere Stolperreize in ein labiles Gleichgewicht gebracht. Sie haben die Aufgabe, unter einer sogenannten transkraniellen Magnetstimulation, das Ganze wieder auszugleichen. Dazu wird eine Magnetspule über dem ...
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