Antibiotikamisere beim 23. Eppendorfer Dialog
Zurück in eine Vor-Penicillin-Ära oder gewappnet gegen Resistenzentwicklung? Referenten Höhl, Leonhardt, Kraft, Buyx, Connemann und Chairman Jockwig (v.l.n.r.) (Bildquelle: @ Jakob Börner) Wenn wir jetzt nicht ganz schnell auf allen Ebenen reagieren, werden sich Antibiotikaresistenzen zur weltweit größten Gesundheitsgefahr entwickeln. Das Szenario, das die Experten beim 23. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik zeichnen, ist zunächst düster. „Bei der bisherigen Entwicklung können wir davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2050 jährlich zehn Millionen Menschen weltweit durch multiresistente bakterielle Erreger sterben“, erklärt Dr. Rainer Höhl, Oberarzt am Institut für Klinikhygiene am Klinikum Nürnberg. Greift das Rationalisierungsbemühen nicht, wird die Frage nach Rationierung gestellt werden müssen. Das bedeutet die Einschränkung des Antibiotika-Verbrauchs – und ein ethisches Dilemma. „Wer will über die Bedingungen entscheiden, unter denen Gemeinwohl vor Individualwohl steht?“ fragt Prof. Alena Buyx, Medizinethikerin an der TU München. Insbesondere mit dem Wissen, dass damit ein erhöhtes Todesrisiko der Patienten in Kauf genommen wird. Bei ...
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Studie: Weniger Antibiotika mit Homöopathie
Ärzte, die komplementär mit Homöopathie behandeln, verordnen weniger Antibiotika Im Kampf gegen Antibiotika Resistenzen. (Bildquelle: © angellodeco – Fotolia) – Eine Schweizer Studie zeigt: Ärzte mit Ausbildung in komplementären Methoden wie der Homöopathie verschreiben weniger Antibiotika als ihre schulmedizinischen Kollegen. – Der Schweizer Dachverband Komplementärmedizin (Dakomed) will die Erkenntnisse im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen nutzen. Neue Zahlen aus der Schweiz verdeutlichen: Ärzte, die auch alternative Heilmethoden anwenden, verschreiben weniger Antibiotika. Das geht aus einer Untersuchung der Rechnungsdaten hervor, die die Schweizer Ärzte im vergangenen Jahr an die Krankenkasse geschickt haben. Sasis, eine Tochtergesellschaft des Krankenkassen Verbandes Santeswiss, hat diese Daten im Auftrag des Dakomed in der Schweiz ausgewertet. Ärzte mit Ausbildung in Homöopathie verschrieben nur sechs Prozent der Patienten Antibiotikum Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Haus- und Kinderärzte mit einer rein konventionellen Ausbildung im Durchschnitt 13 Prozent ihrer Patienten Antibiotika verschrieben hatten. Ärzte mit Zusatzausbildung im Bereich der komplementären ...
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Wir brauchen eine ökologische Agrarwirtschaft
MdEP Buchner (ÖDP): Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung muss gestoppt werden. Prof. Dr. Klaus Buchner (MdEP/ÖDP) (Dortmund) – „Jedes Jahr sterben weltweit – in steigendem Maße – Menschen an Infektionen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Wenn gegen diesen Umstand nicht schnellstens etwas unternommen wird, könnten nach einer Studie des Universitätsklinikums Berliner Charite im Jahr 2050 weltweit mehr Menschen an Antibiotika-resistenzen sterben als an Krebs.“ so der Europaabgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Prof. Dr. Klaus Buchner, auf der FAIRFRIENDS am Sonntag in Dortmund in den Westfalenhallen. „In Europa ist die Todesrate durch Antibiotikaresistente Keime doppelt so hoch als die Zahl der Verkehrstoten.“ Die breite Anwendung von Antibiotika in der industriellen Landwirtschaft führt zu einer steigenden Zahl von multiresistenten Keimen. (MRSA – Methicillin resistenter Staphylococcus aureus). „Multiresistente Keime aus der Landwirtschaft werden in Besorgnis erregendem Ausmaß auf den Menschen übertragen. Dadurch werden unsere Antibiotika zunehmend wirkungslos“, so Prof. Buchner. „In der Massentierhaltung werden ...
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Industrielle Landwirtschaft ist wesentliche Brutstätte für antibiotikaresistente Keime
Buchner (MdEP/ÖDP): „Industrielle Landwirtschaft ist wesentliche Brutstätte für antibiotikaresistente Keime“ Prof. Dr. Klaus Buchner (MdEP/ÖDP) (Münster) – „Jedes Jahr sterben weltweit – in steigendem Maße – Menschen an Infektionen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Wenn gegen diesen Umstand nicht schnellstens etwas unternommen wird, könnten nach einer Studie des Universitätsklinikums Berliner Charite im Jahr 2050 weltweit mehr Menschen an Antibiotikaresistenzen sterben als an Krebs.“ so der Europaabgeordnete der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Prof. Dr. Klaus Buchner, auf der FAIRGOODS am Samstag in Münster. „In Europa ist die Todesrate durch antibiotikaresistente Keime doppelt so hoch als die Zahl der Verkehrstoten.“ Die breite Anwendung von Antibiotika in der industriellen Landwirtschaft führt zu einer steigenden Zahl von multiresistenten Keimen. (MRSA – Methicillin resistenter Staphylococcus aureus). „Multiresistente Keime aus der Landwirtschaft werden in Besorgnis erregendem Ausmaß auf den Menschen übertragen. Dadurch werden unsere Antibiotika zunehmend wirkungslos“, so Prof. Buchner. „In der Massentierhaltung werden große Mengen Antibiotika ...
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STERISAFE-Pro desinfiziert zu annährend 100 Prozent
(Bildquelle: @infuser) Mannheim, 14. Juli 2017. Mit dem STERISAFE-Pro hat INFUSER eine neue Dimension in der Schlussdesinfektion von Krankenhäusern erreicht. Der mobile Roboter basiert auf dem eigens entwickelten Full-Depth-Disinfection Cycle (FDDC). Bakterien, Viren und Krankenhauskeime, die bei Patienten Infektionen hervorrufen, werden so unmittelbar und ohne den Einsatz von Chemie beseitigt. Der STERISAFE-Pro eliminiert bis zu 99,9999 Prozent aller Bakterien, Viren und multiresistenten Keime. Dazu hat das Unternehmen INFUSER den Full-Depth-Disinfection Cycle (FDDC) entwickelt – eine Technologie, die für die Desinfektion maßgebend ist. Beim FDDC extrahiert der Roboter reinen Sauerstoff aus der Umgebungsluft und wandelt diesen in Ozon um. Dieses tötet als hochwirksames Oxidationsmittel alle Schadstoffe ab. Nach der Desinfektion kehrt der STERISAFE-Pro den Prozess um und verwandelt die unverbrauchten Restoxidationsmittel wieder zurück in reinen Sauerstoff, während er gleichzeitig alle Rückstände und Partikel (PM 2,5; PM10) entfernt. So kann der keimfreie Raum nach dem FDDC sofort wieder sicher betreten werden. Infektionsrisiko ...
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X-Static im Kampf gegen multiresistente Keime
Noble Biomaterials, Inc., die Macher von X-STATIC®, bekämpfen das globale Problem von nosokomialen Infektionen Noble Biomaterials, Inc. entwickelt, fertigt und vertreibt fortschrittliche antimikrobielle Technologien, die darauf ausgerichtet sind, unterschiedliche Formen der bakteriellen Kontamination zu handhaben. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Scranton, PA, USA und Büros in Europa, Asien und Südamerika hat mehr als 200 globale Lizenznehmer für Produkte in den Bereichen Medizin, Verteidigung, Industrie und Endverbrauchermärkte. Technologien von Noble Biomaterials Inc. erscheinen auf der Techtextil 2015 als Pionierleistungen in einer großen Bandbreite von Produkten. Anwendungen im Gesundheitswesen werden vor einem großen Publikum aus Experten auf der Techtextil 2015 in Frankfurt gezeigt. X-STATIC® Antimikrobielle Technologie ist dauerhaft direkt in fertige Produkte eingewoben, um die Verminderung von Bakterien auf vielen weichen Oberflächenstoffen zu erreichen, mit denen Patienten und das Krankenhauspersonal zu tun haben. Uniformen, Kabinenvorhänge, Patientenkleidung und Bettwäsche kommen zu 90% mit Patienten und Personal einer Gesundheitseinrichtung in Kontakt. Gegenseitige Ansteckung von ...

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Warnung vor Infektionsrisiken
Urteil der Experten beim 14. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik: Deutschland ist unzureichend auf Pandemien vorbereitet. V.l.n.r.: Prof. Burger, Prof. Augustin, Prof. Frank, Prof. Pott und Prof. Feldmeier (Hamburg, 05. September 2013) Menschen sind mobil – Mikroorganismen und Viren auch. Die globale Mobilität eröffnet für Infektionserreger ideale Übertragungs- und Ausbreitungsmöglichkeiten. Keime und sich parallel ausbreitende Resistenzen sind die große Herausforderung für das Gesundheitswesen. Wie begegnen wir den Infektionsrisiken unserer Zeit? Mit dieser Frage hat sich der 14. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Augustin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ausein-andergesetzt. Der öffentlichen Debatte stellten sich der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Prof. Dr. Reinhard Burger, die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Prof. Dr. Elisabeth Pott, der Infektionsepidemiologe Prof. Dr. Hermann Feldmeier und Prof. Dr. Uwe Frank, Mikrobiologe und Leiter der Sektion Krankenhaus- und Umwelthygiene am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Diskussion zeigt: Infektionskrankheiten sind nicht vermeidbar, aber beherrschbar, wenn ...
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