Blinder Fleck der Klimapolitik: Anpassungsmaßnahmen sind nötig

Deutsche Akademie der Technikwissenschaften startet Projekt Anpassungsstrategien in der Klimapolitik // Projektleiter sind Kai Konrad (Max-Planck-Gesellschaft), Volker Mosbrugger (Senckenberg Gesellschaft) und Fritz Vahrenholt (RWE Innogy)

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acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

(ddp direct)Berlin, 11. November 2011. Klima-Strategien zur Vermeidung von Emissionen sind im öffentlichen Diskurs stark präsent, zeigen auf globaler Ebene aber kaum Erfolge. Anpassungsmaßnahmen an die aktuelle Klimadynamik finden dagegen in Deutschland weit weniger Beachtung. Deshalb startet acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften das Projekt Anpassungsstrategien in der Klimapolitik. Im Sommer 2012 möchte die Projektgruppe um Kai Konrad (Max-Planck-Gesellschaft), Volker Mosbrugger (Senckenberg Gesellschaft) und Fritz Vahrenholt (RWE Innogy) eine Stellungnahme mit konkreten Empfehlungen für die Politik vorlegen.

Auf den Klimawandel gibt die Politik in Deutschland zwei Antworten: Vermeidung von Emissionen und Anpassung an seine unabwendbaren Folgen. Während die Vermeidungsstrategie mit besonderer öffentlicher Aufmerksamkeit und auch erheblichen Ressourcen verfolgt wird, ist das Thema Anpassung in Deutschland und auf EU-Ebene weit weniger präsent. Wie eine ausgewogenere Klimapolitik aussehen könnte, wird eine interdisziplinär zusammengesetzte Projektgruppe Anpassungsstrategien in der Klimapolitik der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften bis voraussichtlich Sommer 2012 ausarbeiten.

Als nationale Akademie beraten wir Politik und Gesellschaft bei der Energiewende. Deutschland ist hier Pionier und investiert erheblich in Technologien und Infrastrukturen zur Vermeidung von Emissionen. Wir sollten uns aber ebenso den bereits absehbaren Folgen des Klimawandels stellen und uns darüber klar werden, wie wir damit am produktivsten umgehen, sagte Reinhard Hüttl, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften anlässlich des Projektstarts. Nach seinen Worten wird in der Diskussion häufig übersehen, dass Anpassungsstrategien ebenso wie klimafreundliche Technologien ein erhebliches Innovationspotenzial freisetzen können.

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme des gesicherten Wissens über die Auswirkungen des Klimawandels wird die Projektgruppe zunächst Konsequenzen des Wandels für bestimmte Regionen und Sektoren beleuchten. Im Mittelpunkt steht auch die Bewertung von Kosten und Nutzen klimapolitischer Anpassungsmaßnahmen im Detail. Wie bei acatech Projekten üblich, wird dabei der Frage nach Innovations- und Wertschöpfungspotenzialen besonderes Gewicht gegeben. Das zeigt auch die aus Wissenschaftlern und Experten aus Technologieunternehmen zusammengesetzte Projektgruppe. Geleitet wird das interdisziplinäre Team von:
– Prof. Kai Konrad (Direktor, Max Planck Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen)
– Prof. Volker Mosbrugger (Direktor, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)
– Prof. Fritz Vahrenholt (Chief Executive Officer, RWE Innogy GmbH)

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