Schimmel in der Mietwohnung: Gefahr ist noch kein Mangel
ARAG Experten über ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs Bedingt durch immer bessere Dämmmaterialien und dichtere Fenster hat das Auftreten von Schimmel in Mietwohnungen in der Vergangenheit stark zugenommen. Tritt in einer Wohnung tatsächlich Schimmel auf, kann ein Recht auf Mietminderung bestehen. Doch was ist, wenn der Schimmel noch gar nicht da ist, aber aufgrund der Bausubstanz bald in der Wohnung ein Befall auftreten kann? Berechtigt das den Mieter schon zu einer Mietminderung? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat auf diese Frage jetzt mit einem klaren „Nein“ geantwortet. ARAG Experten erläutern das aktuelle Urteil der Karlsruher Richter. Der Fall Die betroffenen Wohnungen sind Eigentum einer größeren Immobiliengesellschaft und wurden zwischen 1947 und 1978 gebaut. In den Mietwohnungen stellten Sachverständige eine Gefahr der Schimmelbildung aufgrund der Bauweise des Gebäudes fest. Wegen fehlender Dämmung der Außenwände entstünden Wärmebrücken. Ein Schimmelbefall wurde allerdings noch nicht festgestellt. Die Wohnungen wurden unter Beachtung der damals geltenden Bauvorschriften und ...
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