Wachstum durch Erschließung des österreichischen Marktes

Cluster Ernährung unterstützt Exportaktivitäten bayerischer Lebensmittelunternehmen

Der Markt für Lebensmittel ist in Europa, auch in Bayern, weitgehend gesättigt. Der Selbstversorgungsgrad bei Milch beispielsweise liegt in Bayern bei über 170 Prozent, bei Rindfleisch gar bei 200 Prozent. Echte Chancen für das Wachstum bayerischer Unternehmen aus der Lebensmittelbranche ergeben sich somit in erster Linie durch Expansion ins Ausland. Der Cluster Ernährung hat im Herbst 2010 das Projekt „Lieferantenforum in Österrreich“ ins Leben gerufen, im Rahmen dessen bayerischen Unternehmen gezielt der österreichischen Markt erschlossen werden soll. 250 Tagen nach dem Startschuss der Initiative zieht der Cluster Ernährung Bilanz und bewertet mit den Teilnehmern der ersten Stunde die bisher erzielten Erfolge.

Österreich ist mit 12 Prozent einer der Hauptabnehmer bayerischer Agrarausfuhren. Das gesamte Handelsvolumen Bayern – Österreich lag 2010 bei 26.846,2 Mio. Euro, die sich wie folgt aufteilten :
– Ausfuhr: 12.782,8 Mio. Euro, mit einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von plus 7,1 Prozent. Damit liegt Bayern bei den Österreichern auf Rang 2, d. h. Ist der zweitwichtigste Handelspartner im Export.
– Einfuhr: 14.063,4 Mio. Euro, mit einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von plus 16 Prozent oder, anders ausgedrückt, ist Österreich das wichtigste Importland für die bayerische Agrarwirtschaft.

Mit dem Projekt „Lieferantenforum in Österreich“ unterstützt der Cluster Ernährung aktiv die Herstellung von Geschäftskontakten zwischen österreichischen und bayerischen Partnern, mit der Zielsetzung langfristige Lieferantenbeziehungen aufzubauen. Begleitet von der IHK für München und Oberbayern und Bayern Handwerk International wurde die Deutsche Handelskammer in Österreich mit der Umsetzung beauftragt. Im Rahmen des mehrstufigen Projektes wird bayerischen Unternehmen der Ernährungswirtschaft eine Plattform angeboten, um werthaltige Geschäftskontakte mit Einkäufern des Großhandels und der Importgesellschaften für Agrar- und Ernährungsprodukte in Österreich, die Interesse an der Erweiterung ihres Lieferantenpools haben, zu knüpfen. Das Projekt wurde Mitte September 2010 mit einen Informationsworkshop in den Räumen der IHK in München gestartet, dem Ende November 2010 die Produktpräsentation der bayerischen Teilnehmer in Wien vor potentiellen Geschäftspartnern folgte.

„Insgesamt haben zu Beginn 23 Unternehmen das Angebot des Clusters genutzt, Kontakte zu österreichischen Einkäufern zu knüpfen“, sagt Dr. Michael Lüdke, Geschäftsführer des Cluster Ernährung. Dass auch von österreichischer Seite ein großes Interesse an bayerischen Spezialitäten besteht, wurde durch die Teilnahme von über 40 Vertretern aus den Bereichen Großhandel, Importgesellschaften und Hotellerie deutlich. „Der süddeutsche Geschmack ist nicht allzu weit entfernt von der österreichischen Esskultur“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Deutschen Handelskammer in Österreich Florian Höland. „Österreichische Handelspartner sind auf der Suche nach neuen Produkten, die man vor Ort noch nicht kennt wie beispielsweise das leichte Weißbier, besondere Essigsorten oder Lebkuchen mit hohem Nussanteil.“ Nach dem Wegfall der CMA kümmert sich Höland und seine Mannschaft darum, die Kompetenzen des ehemaligen CMA-Büros aufrecht zu erhalten und Exportmöglichkeiten für deutsche Unternehmen zu eröffnen beziehungsweise zu erweitern.

Besonders das mehrstufige Vorgehen wird von den Projektteilnehmern sehr geschätzt. Ausgehend von der gemeinsamen Informationsveranstaltung im Herbst letzen Jahres in den Räumen der IHK für München und Oberbayern haben die Mitarbeiter der Deutschen Handelskammer in Österreich Betriebsbesuche bei den interessierten bayerischen Unternehmen vor Ort durchgeführt. In persönlichen Gesprächen wurden die Erfolgsaussichten für ausgewählte Produkte bewertet und die Unternehmen bei der Erstellung ihrer Exportstrategie beraten. Zudem wurde für alle teilnehmenden Unternehmen eine individuelle auf Österreich bezogene Marktanalyse sowie eine Liste mit potenziellen Geschäfts- und Vertriebspartner-Zielgruppen erstellt.

„Die Organisation war sehr gut und wir haben uns zu jeder Zeit sehr gut betreut gefühlt. Alle Mitarbeiter die eingebunden waren, waren engagiert und voll dabei. Auch in rechtlichen Fragen wurden wir eingehend und umfassend informiert. Alles in allem können wir sagen war das bisher ein „Rundum sorglos Paket“. Wir haben auf der Messe in Wien im November letzten Jahres konkrete Kontakte geknüpft und mit einem Teil davon sind wir immer noch im Gespräch“, zieht Christoph Kämpf von der Karmeliten Brauerei Bilanz.
Auch auf dem Käsesektor dauern die Verhandlungen noch an. „Die Innstolz Käserei bleibt am Ball. Einige Kontakte von der Warenpräsentation in Wien konnten wir bereits realisieren und weitere Gespräche über die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Lebensmittelhandel sind am Laufen“, berichtet Isidor Neumaier von der Innstolz Käserei Roiner KG aus Rotthalmünster Bilanz.

Der Cluster Ernährung
Der Bayerische Cluster Ernährung verfolgt das Ziel, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Ernährungsstandortes Bayern zu stärken. Als zentrale Plattform des Netzwerks bringt der Cluster wichtige Akteure im Sektor Ernährung und Lebensmittel zusammen. Er setzt Impulse, begleitet Zukunftsthemen und leistet Anschubfinanzierung für innovative Ideen. Damit wird die Spitzenposition Bayerns gefestigt beziehungsweise weiter ausgebaut. Weitere Informationen finden Sie unter www.cluster-bayern-ernaehrung.de.

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Der Bayerische Cluster Ernährung verfolgt das Ziel, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Ernährungsstandortes Bayern zu stärken. Als zentrale Plattform des Netzwerks bringt der Cluster wichtige Akteure im Sektor Ernährung und Lebensmittel zusammen. Er setzt Impulse, begleitet Zukunftsthemen und leistet Anschubfinanzierung für innovative Ideen. Damit wird die Spitzenposition Bayerns gefestigt beziehungsweise weiter ausgebaut. Weitere Informationen finden Sie unter www.cluster-bayern-ernaehrung.de.

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