Sinnvolle Beschäftigung durch Spiele für Demenzkranke

Demenzerkrankungen wie etwa die Alzheimer Krankheit gehen mit einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten einher, was Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte erschwert. Beim Fernsehen sorgen die schnellen Bildwechsel zu Verständnisproblemen und Bücher oder Zeitschriften werden mit der Zeit einfach nicht mehr verstanden. Hinzu kommt häufig eine körperliche Einschränkung durch das Alter, die viele Aktivitäten ausschließt. Aber gerade bei Demenzerkrankungen ist der Versuch wichtig, die noch vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen durch eine sinnvolle Beschäftigung zu verstärken. Denn gezielt eingesetzte Aktivitäten können den Krankheitsfortschritt mitunter hinauszögern und die Symptome lindern.

Die Beschäftigung mit Demenzkranken durch Angehörige oder Betreuungskräfte schützt Betroffene auch vor Vereinsamung. Dadurch, dass viele Betroffene ihre Angehörigen, Verwandten und Freunde im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr erkennen, gehen viele Kontakte verloren. Demenzgerechte Beschäftigungen wie Spiele, Basteln, Tanzen oder Singen stärken also nicht nur die mentalen Fähigkeiten, sondern helfen auch im Sozialleben weiter. Dabei ist es wichtig, dass auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Betroffenen eingegangen wird und niemals ein Zwang entsteht, der ungewollte Reaktionen auslösen könnte. Beschäftigungen und Spiele für Demenzkranke müssen so ausgewählt und durchgeführt werden, dass sie den Betroffenen Freude bereiten und mit Zufriedenheit nach dem Konzept der positiven Verstärkung enden. Der Frust darüber, dass einige Fähigkeiten nicht mehr vorhanden sind, ist sowieso schon groß genug. Spiele und Aktivitäten müssen daher dem individuellen Leistungsniveau entsprechen, damit positive Erfahrungen gesammelt werden können, die zu mehr Selbstvertrauen verhelfen.

Persönlichkeitsveränderungen mit einbeziehen

Typisch für eine Demenz ist die Veränderung der Persönlichkeit des Betroffenen, die sich Angehörige und Demenzbetreuer jedoch auch zunutze machen können, um neue Betätigungsfelder zu erforschen. Nicht selten verlagert die Wesensänderung nämlich auch das persönliche Interesse. Betroffene, die früher nicht gemalt oder gepuzzelt haben, entwickeln plötzlich einen Sinn für diese Beschäftigungsmöglichkeiten. Dies wiederum kann neue Reize im Hirn auslösen, die Kommunikation zwischen den Nervenzellen unterstützen und so das Fortschreiten der Krankheit verzögern. Beachtet werden muss dabei, dass Betroffene nicht überfordert werden, weshalb neue Beschäftigungen behutsam ausprobiert werden sollten.

Welche Spiele für Demenzkranke?

Generell können sich Familienangehörige bei ihrer Suche nach sinnvollen Beschäftigungsmöglichkeiten an den Qualitätsrichtlinien der Betreuungskräfte nach § 87 b SGB XI orientieren.

Im Bereich Malen und Basteln werden Beschäftigungen wie das Anfertigen von Fensterdekorationen oder Collagen vorgeschlagen. Schon durch das einfache Ausmalen und ähnlich kreative Arbeiten lassen sich häufig Erinnerungen wecken, die auf der Kindheit beruhen. Fertige Arbeiten erfüllen Betroffene mit Stolz und Zufriedenheit. Ebenfalls die Gemütslage aufhellen können musikalische Beschäftigungen und Bewegungen. Einfache Tänze oder das Musizieren mit Triangeln, Rasseln und Klangstöcken wirken sich insbesondere bei depressiven Betroffenen positiv aus. Oft werden aber auch alte Kinderlieder, Kirchenlieder oder Schlager wiedererkannt, was beim Vorspielen zum Mitsingen anregt. Das Langzeitgedächtnis ist bei vielen Demenzkranken noch intakt, sodass durch das Singen schöne Erinnerungen geweckt werden können, was wiederum zu guter Laune führt.

Beschäftigungen für alle Sinne erfahren Betroffene durch einfache Massagen mit Igelbällen, das Barfußlaufen im Garten oder durch Geschmacksproben, bei denen Lebensmittel und Gewürze erraten werden können. Auf diese Weise lassen sich auch Demenzkranke erreichen, die nicht mehr viel sprechen, weil sie Unterhaltungen kaum noch folgen können. Auf kognitive und motorische Fähigkeiten ausgelegt sind hingegen Kartenspiele für Demenzkranke, die die Themen Vergangenheit, Bewegung, Natur oder Rätsel behandeln. Die Karten entscheiden, ob Lieder gesungen, Fragen beantwortet oder eine gymnastische Übung durchgeführt werden soll, was Geist und Körper auf eine vielfältige Weise fordert.

Einfühlungsvermögen für noch vorhandene Fähigkeiten

Beschäftigungen und Spiele für Demenzkranke müssen sich immer danach richten, was der Betroffene noch leisten kann. Während zu Beginn der Demenz mit Sicherheit noch Würfelspiele, Memory oder Gesellschaftsspiele wie Mensch ärgere dich nicht infrage kommen, kann im fortgeschrittenen Stadium schon ein einfacher Spaziergang den Betroffenen durch visuelle Reize und ungewohnte Geräusche überfordern.
Um die sprachlichen Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten, greifen viele Demenzbetreuer auch auf das Spiel “Vertellekes” zurück. Dabei handelt es sich um ein Spiel, bei dem in geselliger Runde Geschichten erzählt werden, in die motorische und kognitive Übungen einfließen.

Letztendlich dienen alle Spiele für Demenzkranke der Reaktivierung von ursprünglich vertrauten Aktivitäten, um in Mitleidenschaft gezogene Fähigkeiten zu üben und zu verstärken. Gleichzeitig lässt sich der Alltag der Betroffenen durch Beschäftigungen besser strukturieren. Demenzkranke bekommen die benötigte Routine und das Gefühl, sich wieder auf etwas Abwechslung freuen zu können. Positive Erlebnisse führen dann noch zu einer Stärkung des Selbstvertrauens, was sowohl den Betroffenen selbst, aber auch Angehörigen und Betreuungspersonal den Alltag erleichtert.

Die Betreuungskräfte der CareWork integrieren mit viel Spaß und Erfolg im Rahmen der Demenzbetreuung verschiedene Beschäftigungen und Spiele in den Alltag von Demenzkranken.

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Bereits seit 2006 bietet CareWork legal und zuverlässig die sogenannte 24 Stunden Betreuung für Senioren und Pflegebedürftige in Privathaushalten an. Als erstes Unternehmen in der Branche lässt sich CareWork jährlich die Qualität der Dienstleistung durch den TÜV-Rheinland mit einem entsprechenden Zertifikat bestätigen.

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