Michael Oehme über die Integration von Flüchtlingen

Die Integration von Flüchtlingen funktioniert laut der Agentur für Arbeit gut. Demnach hätten bereits über 300.000 Flüchtlinge einen Job gefunden

St.Gallen, 22.08.2018. In dieser Woche beschäftigt sich Kommunikationsexperte Michael Oehme mit dem Thema Integration von Flüchtlingen in Deutschland. „Vor allem auf politischer Ebene wird ständig von Integration gesprochen. Was dies konkret bedeutet, ist oft unklar und gibt vor allem rechtsgesinnten Mitbürgern Nahrung für offene Diskriminierung und Rassismus“, erklärt Oehme. Nun liegen jedoch konkrete Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor: Diese zieht eine positive Zwischenbilanz hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Laut BA hätten bereits mehr als 300.000 Menschen aus den acht Hauptasylländern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Syrien) einen Job gefunden. Dies entspricht 88.000 Personen mehr als im Vorjahr. BA-Vorstandschef Detlef Scheele lobte den Fortschritt – die Erwartungen seien sogar leicht übertroffen worden.

Eine wichtige Zahl: 238.000 der Geflüchteten mit Job hätten sogar eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. „Das ist besonders wichtig, da es keine Langzeitlösung darstellt, Geflüchteten Mini-Jobs zu geben, welche wenig oder gar nicht zum individuellen Profil der jeweiligen Person passen. Das führt nicht nur zu Ineffizienz, sondern auch zur Unzufriedenheit der Menschen“, betont Kommunikationsexperte Michael Oehme. Im vergangenen Monat waren laut BA 482.000 Flüchtlinge arbeitssuchend gemeldet. „Viele davon absolvieren derzeit auch einen Integrations- oder Sprachkurs. Dies betrifft vor allem jüngere Menschen“, so Oehme weiter. Dem BA zufolge haben 28.000 junge Flüchtlinge eine Lehre angefangen. Diese Menschen hätten bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. „Ein besonders wichtiger Faktor ist der Spracherwerb. Natürlich ist es unrealistisch zu glauben, dass man nach nur einem Jahr die deutsche Sprache so gut beherrscht, dass man die komplette Berufsschule oder die Vorlesungen in der Universität auf deutscher Sprache versteht“, erklärt Michael Oehme abschließend.

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