Leseprobe aus „Französisch von Unten – Sieben mal geplagt“ von Wolfgang A Gogolin

za7as4PQ-300x157 Leseprobe aus „Französisch von Unten – Sieben mal geplagt“ von Wolfgang A Gogolin

Ein idyllisches Fischerdorf in der Normandie. Und doch wird hier hinterhältig gemordet und es werden Komplotte geschmiedet. Mittendrin ein Kater, der Menschen und Schicksale zusammenführt.

Leseprobe:
Der erste Herbststurm hatte leichtes Spiel in der regnerischen Nacht. Er umtoste die Häuser, spielte mit den Apfelbäumen und stob durch die leeren Gassen von Arnaud. Trotz Nässe wirbelte er das orangefarbene Laub empor, Dachziegel vibrierten, Fensterläden klapperten. Die kleine Stadt in der Normandie wehrte sich nach Kräften, aber die Ruhelosigkeit, die am Abend des vorherigen Tages begonnen hatte, wich auch in der Morgendämmerung nicht. Nur zaghaft löste Arnaud sich von den Fesseln der Dunkelheit, erste Helle kroch über die Häuser. Der Wind als Widersacher; er schwoll an und säuselte ein unbekanntes Lied in einem scharfen Ton. Er flüsterte der noch schlafenden Stadt zu: Erst wenn alle Schuld beglichen ist, die Mühsal endet.
Tod, Trennungen, Liebe und Lust. Arnaud und seine Bewohner hatten in den vergangenen Monaten viel erlebt; mehr als ein kaum erwähnenswerter Ort auf der Landkarte verkraften konnte. Doch nun war die Stadt ruhig geworden. Woher die Pause in der Seelenverwerfung kam, hätte niemand erklären können. Ruhe schien in jedem Fall unpassend für einen Flecken, der noch Geheimnisse aufzudecken hatte.
Ungelöste Rätsel: Wann würde das sonderbare Gleichgewicht, das Aufruhr und Emotion kanalisierte, wieder ins Wanken geraten? Oder gab es eine stabile Lage? Eine Lage, die für immer alles bedecken würde? Was würde das Schicksal sich für Arnaud wünschen? Etwas, das einen Teppich anhob, den Schmutz darunter kehrte, ihn fallen ließ und nie wieder anhob?
Nach dem Mord an Arnauds Bürgermeister hatte es Tage gegeben, in denen jeder als Mörder verdächtigt wurde und Momente, die das Gift in den Emotionen derart zu Tage förderten, dass ein weiterer Mord nicht undenkbar schien. Der mickrige Punkt in der Geografie wurde durchgeschüttelt. Es wurde ermittelt, Gendarmen suchten, Sachverständige wurden hinzugezogen. Dessen ungeachtet blieb der Mörder im Dunkeln und Arnaud begann, sich die Normalität zurück zu erkämpfen. Tag für Tag, Stunde um Stunde, ein sturer Lauf. Niemals aufgeben, so das Credo, das unausgesprochen über dem Ort schwebte. Doch in den schwebenden Leitsatz mischte sich ein säuselndes Lüftchen, das um die Häuser glitt und einschmeichelnd fragte:
Wie lange noch?
© Wolfgang A Gogolin

Neugierig geworden, wie es weitergeht?

Buchbeschreibung:
Arnaud – ein idyllisches französisches Fischerdorf in der Normandie.
Ein Mordermittler aus Paris hat noch nicht den ersten Mord aufgeklärt, als die blutige Hand das nächste Opfer niederstreckt.
Derweil stellt sich die Frage, woher das Geld für den Ausbau des Kindergartens kommen soll. Kann ›Jesus‹ dabei helfen? Wird der Pfarrer die finsteren Umtriebe Satans verhindern?
Mittendrin der verwilderte Kater Merlin, der seine Katzengöttin Isis verärgert und in wenigen Tagen die sieben kätzischen Plagen durchleidet. Wird Isis über den Machokater siegen?
Auch die Dorfbewohner um Kater Merlin herum plagen sich mit irdischen wie überirdischen Problemen: Erpressung, Bordellverhältnissen und der Suche nach der wahren Liebe. Wer um himmlische Hilfe bittet, bekommt vielleicht eine Antwort …
Teil 2 der kriminellen Geschehnisse aus der Serie “Französisch von Unten”

Zum Buch geht es hier:
https://www.karinaverlag.at/products/franzosisch-von-unten-sieben-mal-geplagt-von-wolfgang-a-gogolin/

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Bild © mit freundlicher Genehmigung von Martin Urbanek, Spaß und Lernen
http://www.spass-und-lernen.com/