„Griechenland nach dem Schuldenschnitt – der Euro, die Krise, …. und wie geht es weiter?“

Wirtschaftsrat zu Besuch bei der BTS ReiseCenter GmbH Lahr fordert Unterstützung für die begonnenen griechischen Reformprojekte

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Von Links: Gastgeber Ralf Korn, BTS Reisecenter, Georgios Pappas, Markus Arendt, Sprecher der Sektion Ortenau und Moderator Ulf Tietge, PPT media.

Markus Arendt, Sprecher der Sektion Ortenau, eröffnete jüngst die Diskussion in den Räumen der BTS ReiseCenter GmbH: „Einen besseren Zeitpunkt für die Veranstaltung konnten wir nicht finden. Heute Nacht sind mit dem Schuldenschnitt die wohl richtungsweisendesten Entscheidungen für Griechenland und Europa getroffen worden, aktueller können wir nicht sein! Der Wirtschaftsrat begrüßt den Schuldenschnitt für Griechenland und den damit bewiesenen Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union. Dies gibt dem Land eine zweite Chance.“

„Wie ist die derzeitige Situation in Griechenland? Wie ist die Stimmung im Volk und in der griechischen Wirtschaft, und vor allem, jetzt, da die Sparmaßnahmen beschlossen sind und langsam greifen, wie geht es künftig weiter?“ waren Fragen, welche die Zuhörer beschäftigten und die Diskussion anheizten, die von Moderator Ulf Tiegte von PPT media geleitet wurde.

Georgios Pappas hat Politikwissenschaft in Athen studiert und ist Korrespondent der öffentlich- rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalt ERT, sowie der Athener Nachrichten Agentur ‚ANA‘ und die Zeitung TA NEA.

Er berichtete vom „griechischen Patienten“ und den enormen Anstrengungen, welche die griechische Regierung derzeit vollbringt, um weitere Reformen in Gang zu bringen. Er mahnte aber auch: „Der griechische Mittelstand sieht sich vor einer massiven Verarmung! Damit wird die tragende Säule der Gesellschaft geschwächt und droht langfristig, wegzufallen.“

Georgios Pappas appellierte an den „Realitätssinn der schweigenden Mehrheit“: „Bei der versuchten Sozialreform im Jahre 2000 sind 500.000 Menschen auf die Straße gegangen, bei den jetzigen massivsten Eingriffen seit Jahrzehnten lediglich 100.000!“

Während der Schuldenkrise, die sich nun in eine tiefgreifende Rezession und Wirtschaftskrise ausgeweitet, „hat man in Griechenland nie daran gedacht, aus dem Euro auszusteigen.“

Markus Arendt fasste zusammen: „Griechenland steht erst am Anfang. Der jetzige Schritt ist nicht das Ende der Krise, sondern erst der Anfang. Aber es gibt deutliche Signale der Hoffnung, eine Konsolidierung bis 2020 wie geplant vorwärts zu bringen. Wichtig ist jetzt Vertrauen und Rückhalt für die Regierung, um weitere Reformen voran zu bringen. Hoffen wir für Griechenland und ganz Europa, dass das griechische Volk den eingeschlagenen Weg mitträgt.“

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