Die Sankt Petersburger Eremitage zu Gast in Turin

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Ab dem 07. Juni 2013 sind im Palazzo Madama 60 Kunstwerke

der exzellenten Basilewski-Sammlung ausgestellt

Elfenbeinschnitzereien, Limosiner Email, italienisches Steingut – das Museo Civico in Turin feiert sein 150-jähriges Bestehen mit einer hervorragenden Sonderausstellung. Vom 07. Juni bis zum 13. Oktober 2013 werden im Palazzo Madama, dem Sitz des Städtischen Museums, 60 Meisterwerke dekorativer Kunst des Mittelalters und der Renaissance zu sehen sein. Das Besondere: allesamt sind sie Teil der umfangreichen und wertvollen Basilewski-Sammlung. Die meisten dieser Kunstschätze wurden nicht mehr in Westeuropa ausgestellt, seit sie Frankreich im Jahre 1885 verließen und in der Sankt Petersburger Eremitage eine neue Heimat fanden.

Ihren Namen verdankt die Sammlung ihrem Urheber Alexander Basilewski (1829-1899). In der Ukraine geboren, lebte der Diplomat ab den 60-er Jahren des 19. Jh. in Paris. Nach entbrannter Sammelleidenschaft gelang es ihm binnen kürzester Zeit eine einzigartige Kunstkollektion zusammenzustellen. Höchst seltene Exemplare frühchristlicher Werke sowie ausgewählte Gegenstände aus dem Mittelalter und der Renaissance machten dabei den Großteil aus. Gold, Elfenbein, Email, Glas, Keramik, Stoff und Holz – Basilewski erwarb die unterschiedlichsten Objekte aus anderen kostbaren Sammlungen oder direkt aus Klöstern und Kirchen in Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und der Schweiz. Dreimal stellte er seine wertvollsten Schätze erfolgreich bei der Weltausstellung in Paris aus. Ein voluminöser Katalog aus dem Jahre 1874 machte seine Sammlung einem breiteren Publikum bekannt. Als der Kunstsammler 1885 seine Schätze versteigern musste, nutzte Zar Alexander III. die Gunst der Stunde. Gegen sechs Millionen Franken wechselten sie Besitzer und „Bleibe“.

Zu den Meisterwerken, die ab Juni im Senatssaal des Palazzo Madama in Turin ausgestellt sind, zählen der Schrein des Heiligen Valerio mit mehrfarbigen Figuren auf goldenem Grund sowie das sogenannte Freiburger Kreuz, eine wunderbare Schöpfung der französischen Gotik aus dem beginnenden 13. Jh. Neben diesen beiden haben auch die meisten anderen mittelalterlichen Ausstellungsgegenstände einen liturgischen Hintergrund, so z.B. Hostienkelche, Triptychons und Reliquien. Doch auch Goldgemälde, Schmuckkästchen und sogar ein seltenes Jagdhorn sind vertreten. Die Epoche der Renaissance präsentiert sich dagegen mit feinstem Limosiner Email aus den Werkstätten von Pierre Raymond und der Familie Penicaud sowie mit kostbarstem italienischem Steingut aus Casteldurante, Deruta, Gubbio und Urbino. Den Abschluss bilden einige Ausnahmestücke französischer Keramik.

Die Basilewski-Ausstellung im Palazzo Madama stellt die erste Etappe einer musikalisch-künstlerischen Dreijahresinitiative zwischen Turin und der Eremitage dar. Unter www.palazzomadamatorino.it finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung, aber auch zur Ausstellungstätte. Zu Beginn des 15. Jh. ging der mittelalterliche Palast an der Piazza Castello in den Besitz der Savoyer über und erhielt Anfang des 18. Jh. seine barocke Fassade. Zum UNESCO Weltkulturerbe gehört er genau wie die anderen Savoyer-Residenzen seit 1997. Seinen heutigen Namen verdankt er den beiden königlichen Damen Maria Cristina di Francia (1637) und Maria Giovanna Battista di Savoia-Nemours (1675) – den due Madame Reali.

Die Piazza Castello mit besagtem Palazzo Madama und dem Palazzo Reale eignet sich übrigens ideal als Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Stadt, deren Ruf sich spätestens seit den Olympischen Winterspielen im Jahre 2006 deutlich gewandelt hat. Die erste Hauptstadt des vereinten Italiens und ehemaliger Sitz der Königsfamilie wird heute als moderne, fortschrittliche Kulturstadt wahrgenommen, in der man gerne Zeit verbringt. Wie wäre es z.B. mit einem Abstecher zum Wahrzeichen Turins, zur Mole Antonelliana? Seit 2000 beherbergt das 167,5 m hohe Gebäude das Nationale Filmmuseum – sehr sehenswert, genau wie das Ägyptische Museum, das Automuseum und viele weitere. Zu empfehlen ist ebenso ein Bummel entlang des Po-Ufers oder unter einer der zahlreichen Arkaden im Stadtzentrum. Keinesfalls verpassen sollte man schließlich einen Besuch in einem der typischen Kaffeehäuser: köstliche Spezialitäten wie Gianduiotti aus Haselnusscreme, Pralinen und Eis sind die reinsten Gaumenfreuden und ein absolutes Muss! Weitere Informationen rund um Turin und die Region Piemont erhalten Sie unter www.turismotorino.org und www.piemonteitalia.eu.