Benefizkonzert: Lebensretter-Story soll weitergehen

„Unbeschreiblich“ steht vor der folgenden Geschichte, die ingesamt 2292 Buchstaben hat. Sie handelt von Maria aus den USA und ihrem Lebensretter, einem 42-jährigen Familienvater aus dem Westerwald, der mit einer Stammzellspende das Leben der Amerikanerin gerettet hat.  Mirco Moritz will jetzt, wenige Wochen vor dem ersten Treffen mit Maria, dass diese Geschichte fortgeschrieben wird. Deshalb plant er zusammen mit seiner Band „Supagroove“ und dem Musikverein Holler am Samstag, 15. Juni, 20 Uhr, in Montabaur ein Benefizkonzert zugunsten von Deutschlands erster Stammzellspenderdatei und ruft dazu auf, sich als Spender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen.

Seit 2001 bei der Stefan-Morsch-Stiftung

Leben retten –  gehört für Mirco Moritz durchaus auch zu seinem „Job“. Unter anderem dafür wurde er vor 18 Jahren auf der Landespolizeischule am Flughafen Hahn ausgebildet: Seitdem hat er beispielsweise schon öfter eine Tür eintreten müssen, um einen Menschen davor zu bewahren sich selbst zu töten. Nicht immer ernten Polizisten dafür Dankbarkeit. Damals 2001 hat er sich auch bei der Stefan-Morsch-Stiftung, die seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke bietet, als potenzieller Stammzellspender registrieren lassen.

Stammzellspende rettet Leben

Warum? Moritz lacht: „Eine Mischung aus jugendlichem Leichtsinn, Gruppenzwang und persönlicher Einstellung!“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Spaß beiseite, er wird ernst: „Wir Berufsanfänger waren Idealisten!“

Hauptkommissar und Musiker

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Supagroove spielt zugunsten der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke aus Birkenfeld

Mirco Moritz, heute Hauptkommissar und Dienstgruppenleiter bei in der Polizeiinspektion Neuwied, hat sich den Idealismus offenbar bewahrt. Als er 2008 – sieben Jahre nach der Registrierung als Stammzellspender – gefragt wird, ob er bereit ist, Stammzellen zu spenden, sagt er „Ja“. Damals weiß er nicht, wer der Empfänger der Stammzellspende ist. Nur, dass es eine junge Frau in den USA ist. Das bleibt auch erst einmal so.

Nachricht via Facebook

Mindestens zwei Jahre darf es laut Gesetzgeber nur einen anonymen Kontakt zwischen Spender und Patient geben. Doch Mirco Moritz hört viel länger nichts davon, wie seine Spende verlaufen ist. Auf den Tag genau, an seinem 42. Geburtstag bekommt er jedoch einen Anruf von der Stefan-Morsch-Stiftung: Dass „seine“ Empfängerin überlebt hat und ihn kennenlernen will. Seine Spenderin war laut ihrem facebook-Profil ratlos was sie ihrem Spender denn sagen solle: „Thank you for saving my life?“ Das schien ihr ein bisschen zu wenig. Für Mirco Moritz allerdings ein Satz, den man sonst nur im Fernsehen hört. „Unbeschreiblich“, findet er. 7189 Kilometer liegen zwischen den beiden. Im Juli 2019 wollen sie sich treffen und das Leben feiern.

Benefizkonzert im Westerwald

Doch zuvor will Mirco Moritz noch mehr Menschen motivieren, sich als Stammzellspender zur Verfügung zu stellen. Beim Sommer Open Air des Musikvereins Holler am 15. Juni wird zur Typisierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung aufgerufen. Zudem geht der Erlös des Benefizkonzerts an die Stiftung, um die Hilfsorganisation bei der Finanzierung solcher Aufrufe auch finanziell zu unterstützen.

Mehr Informationen:

Musikverein Holler: http://www.musikverein-holler.de/

Supagroove extended gold reloaded: https://supagroove.de/

Wie wird man online zum Lebensretter?

Die aktuellen Termine für die Typisierungsaktionen der Stefan-Morsch-Stiftung findet man auf der Internetseite (www.stefan-morsch-Stiftung.de). Zudem gibt es die Möglichkeit, sich über die Homepage online registrieren zu lassen. Auf der Startseite ist der Online-Registrierungsbutton. Dort findet man Informationen über die Chancen und Risiken und über die Ausschlusskriterien. Es ist wichtig, diese Information vor dem Ausfüllen der Einwilligung durchzulesen. Wer seine Einwilligung gegeben hat, bekommt ein Entnahmeset zugesandt. Dieses Päckchen wird dann einfach an die Stefan-Morsch-Stiftung zurückgesendet. Weitere Informationen bekommen Sie über unsere gebührenfreie Hotline (08 00 – 766 77 24) oder über die Homepage. Zudem bleiben wir gerne über unsere Facebookseite mit Ihnen in Kontakt.

Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ leistet sie schnelle und persönliche Hilfe für Krebskranke und ihre Familien. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland etwa 11 000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten wie etwa der Leukämie. Jeder zweite Patient ist ein Kind oder Jugendlicher. Je nach Leukämieart variieren die Heilungsaussichten. Oft reicht die Behandlung mit Chemotherapie und/oder Bestrahlung aber nicht aus. Dann ist die Übertragung gesunder Blutstammzellen die einzige Hoffnung auf Leben. Eine solche Transplantation ist aber nur möglich, wenn sich ein passender Stammzell- bzw. Knochenmarkspender zur Verfügung stellt. Mit jedem neu gewonnenen Spender erhöht sich somit die Chance, dass einem todkranken Patienten das Leben gerettet werden kann.

 

Über Stefan-Morsch-Stiftung

Die Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die erste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv “Hoffen – Helfen – Heilen“ bietet die gemeinnützige Stiftung seit 1986 Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist, Menschen zu werben, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. So werden täglich Stammzell- oder Knochenmarkspender aus der stiftungseigenen Spenderdatei von mehr als 450 000 potentiellen Lebensrettern weltweit vermittelt. Die Stiftung ist Mitglied der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland (SKD).

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