Darmstadt, den 09.11.2016 Mit dem erfolgreich durchgeführten Kick-off für das zweite Arbeitspaket des Forschungsprojekts Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug (SeDaFa) am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt ist ein weiteres Etappenziel erreicht.
Das zweite Arbeitspaket zielt auf die Erarbeitung einer Fahrzeug-Architektur auf Basis der bereits ermittelten Anforderungen. Diese sollen als Grundlage für die technische Umsetzung der wesentlichen Ziele des Datenschutzes dienen. Projektleiter Prof. Dr. Christoph Krauß erläutert: „Dies umfasst sowohl die Definition der Hauptkomponenten, Schnittstellen und Prozesse als auch die Bestimmung der definierten Use-Cases. Es geht darum konkrete Maßnahmen wie z.B. Anonymisierung, Verschlüsselung oder Aggregation zu identifizieren, die dem Fahrzeugnutzer sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung auch weiterhin gewährleisten, aber eben ohne die Realisierung innovativer Mehrwertdienste zu untergraben.“ Hierfür sind unter anderem abstrakte Module zu definieren, die beispielsweise Daten verschlüsseln, Datenflüsse überwachen und bewerten, den Nutzer geeignet informieren oder dem Nutzer Kontrolle über die eigenen Daten und deren Weitergabe an Dritte ermöglichen.
Vertreter der Universität Hohenheim leiteten das Treffen thematisch ein und berichteten u. a. über Erkenntnisse einer im Rahmen des Projektes durchgeführten Nutzerstudie. Studentinnen und Studenten der Universität hatten Nutzer von Konnektivitätslösungen wie z. B. Mercedes Benz Connect Me oder Opel OnStar zu ihren Erfahrungen und dem Umgang mit den eigenen Daten interviewt. Hierfür begleiteten sie die Service-Nutzer bei einer alltäglichen Autofahrt und ließen sich den Umgang mit den Services live demonstrieren. Die Veröffentlichung der zusammengefassten Erkenntnisse der Studie ist im Rahmen des ersten SeDaFa-Reports Anfang 2017 geplant.
Die accessec GmbH ist im Projekt SeDaFa für die Mitentwicklung der Architektur und deren Umsetzung im Demonstrator verantwortlich. Insgesamt werden im Projekt zwei Demonstratoren aufgebaut, wobei accessec den Demonstrator „Elektrofahrzeug laden und abrechnen“ betreut. Der Fokus ist dabei auf Einsatzszenarien für Security Anchor und Privacy/Transparency Enhancing Technologies (PET/TET) gerichtet.
Über die accessec GmbH
Die accessec GmbH bietet neben vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, IT-Beratungsleistungen an, die das Sicherheitsniveau steigern und gleichzeitig bestehende Prozesse und Strukturen vereinfachen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem Automobilhersteller, Finanzinstitute, Verwaltungen und Unternehmen mit besonderem Schutzbedarf wie beispielsweise die Polizei und Hightech-Unternehmen. Unternehmen aus verschiedenen Branchen sowie Verwaltungsorganisationen schätzen die
Fachkompetenz in den Bereichen Sicherheitsstrategie, Sicherheitstechnologie, Konvergenz sowie Sicherheit in der Produktion und im Fahrzeug. www.accessec.com
Über SeDaFa
Das Projekt „SeDaFa – Selbstdatenschutz im vernetzten Fahrzeug“ – wurde zum 01.01.2016 vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Christoph Krauß (Leitung der Forschungsabteilung Cyber-Physical Systems Security am Fraunhofer SIT) ins Leben gerufen. Ziel des Projekts SeDaFa ist es, Lösungen zum Selbstdatenschutz von Autofahrern und Insassen zu entwickeln, die sowohl Fahrzeughersteller und Infrastruktur-Anbieter genauso wie Entwickler für Auto-Apps nutzen können, um ihre Geschäftsmodelle datenschutzfreundlich zu gestalten. Dabei sollen Autonutzer transparent und übersichtlich informiert werden, welche Daten gesendet und für welche Zwecke genutzt werden können – auf dieser Basis sollen Fahrzeugnutzer selbst entscheiden können, welche Daten sie preisgeben möchten. Eigens für dieses Ziel arbeiten im Projekt SeDaFa Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen, die nicht nur technische, sondern auch rechtliche Aspekte und Nutzerfreundlichkeit der zu entwickelnden Lösungen berücksichtigen. Weitere Projektpartner sind die accessec GmbH, die Universität Hohenheim, das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, die Volkswagen AG sowie die Technische Universität Darmstadt. Assoziierte Partner des Projekts sind das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Hessische Datenschutzbeauftragte sowie die Daimler AG.
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