Kaninchenfutter bald in unseren im Reifen ?

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Durch das verwenden von Hightech, Elektronik und neuen Bio-Inhaltsstoffen sollen Reifen künftig ökologischer und sicherer werden.

Schon immer ist einer der wichtigsten Bestandteile von Autoreifen Naturkautschuk. Ihm verdanken wir kurze Bremswege und Griffigkeit bei Nässe. Ein PKW-Reifen besitzt in der Regel etwa 10 bis 30 % Naturkautschuk, in LKW- und Bus-Reifen sind es sogar bis zu 40 %.
Der begehrte Grundstoff wird aus brasilianischen Gummibäumen gewonnen, die meist auf Plantagen in Thailand,Indonesien und Malaysia wachsen. Leider zieht der Weltmarktbedarf eine Öko-Wald Verdrängung nach sich wodurch die Preise sowie die Ausweitung der Anbauflächen steigt, weshalb ein organischer Ersatzstoff für Abhilfe sorgen muss.
Continental und das Fraunhofer Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie
Aachen arbeiten mit Hochdruck am Projekt „Kautschuk aus Löwenzahn“. Sie interessieren
sich für den milchigen Saft aus den Wurzeln des Unkrauts“. Und sie stehen kurz vor einem
Durchbruch. Reifenentwickler Dr. Burkhard Wies will bereits 2015 mit den ersten Löwenzahn-Reifen Testrunden auf der Straße drehen, die Serienproduktion, so hofft er, könne bereits im Jahr 2020 beginnen.Verschiedene Reifenarten sollen dann auf dem Markt erhältlich sein wie z.B Ganzjahresreifen. Schon jetzt lassen sich bei Naturkautschuk aus „russischem“ Löwenzahn, also genau jener Sorte, die unsere Straßenränder säumt, genau die gleichen Eigenschaften nachweisen, die die Reifen-Konstrukteure beim Gummibaum-Kautschuk schätzen. Die organischen Moleküle aus dem Pusteblumen-Saft sind ähnlich langkettig. Das gilt als entscheidende Voraussetzung, um den hohen Scherkräften im Reifen standzuhalten.
Derzeit wird noch an Züchtungsmethoden gefeilt. Der Bau einer Pilotanlage, die Naturkautschuk
im Tonnenmaßstab produzieren kann, läuft bereits in der Nähe von Münster an.

Quelle: Holger Ippen.

GHolm