Induktionskochplatten im Test

Ein Induktionskochfeld ist ein Kochfeld, bei dem durch induktiv erzeugte Wirbelströme das metallische Kochgeschirr erwärmt wird. Durch das elektromagnetische Wechselfeld wir die Energie auf den Boden der Töpfe und Pfannen aus Metall übertragen und dort in Hitze umgewandelt. Das hat den Vorteil, dass Übergekochtes nicht so schnell anbrennt und das Umfeld des Kochgeschirrs nicht so heiß wird.

Vorteile Induktionskochplatten

Viele Test haben gezeigt, dass das Kochen mit den Induktionskochfeldern zum einen eine gleichmäßigere Erhitzung bringt, da nicht nur der Boden, sondern auch der Rand der Töpfe und Pfannen erhitzt werden. Die Speisen werden also schneller warm.Die Reaktionszeit zum Erhitzen ist relativ niedrig, so lässt sich das Kochen besser steuern, als mit einem normalen Elektroherd. Dennoch hat das Kochen mit Induktionsplatten eindeutige Nachteile. Zum einen sollte man darauf achten, dass die Böden des Kochgeschirrs ferromagnetisch sind, um den Induktionsherd optimal zu nutzen und zum anderen ist eine unkonventionelle Nutzung wie z. B. zum Aufbacken von Brötchen, Tortillawraps oder Pizza durch die Infrarotstrahlungshitze eines Glaskeramikkochfeldes beim Induktionskochfeld nicht möglich. Der eindeutigste Nachteil am sogenannten “kalten” Kochen liegt am Preis der Herde mit Induktionskochfeldern, der je nach Ausstattung zwischen 750 und 2200 Euro liegen kann.

Induktionskochplatte im Test

Einzelne Platten, die sogenannten mobilen Induktionskochplatten, gibt es schon für unter 100 Euro, wobei die Kochplatten von Steba IK 50 und die Platte von Ellrona Comline 2000 im Induktionskochplatten Test von Stiftung Warentest am besten abschnitten. Hier stimmte sowohl die Handhabung wie auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kochplatte von Samsung Anywhere CTN431 gibt es in verschiedenen Versionen und sie liegt mit einer Bewertung von 1,9 an der Spitze, ist aber auch mit ca. 290 € erheblich teurer. Das IK 18 Gerät von Bartscher, für knapp 50 €, hat ebenfalls im Test recht gut abgeschnitten und als einziges Kochfeld besitzt es eine Schaltfläche rechts unten am Rand und nicht, wie alle anderen, unten in der Mitte. Dies ermöglicht eine einfachere Handhabung und weniger Vorsicht beim Anheizen.

Kochen mit dem Induktionskochfeld

Z. B. benötigt 1,5 Liter Wasser bei der Induktionskochplatte im Schnitt nur 6,5 Minuten zum Sieden, wohingegen auf dem Glaskeramikkochfeld ca. 10 Minuten und verbraucht ca. 30 % mehr Strom. Normalerweise sollte ein Sensor über das Erwärmen der Speisen wachen und sie nötigenfalls auch konstant warmhalten, dies funktioniert jedoch nicht immer und auf kleinster Hitzeeinstellung können die Speisen schon mal verbrennen. Zudem wurde beim IK 18 von Bartscher eine höhere Temperatur, um 12 bis 26 %, über der eingestellten Temperatur gemessen, sodass sich der Energieverbrauch an einen normalen Elektroherd angleicht. Bei dieser Kochplatte wurde auch festgestellt, dass sie auf “normale” metallene Töpfe (Gusseisen oder Edelstahl) nicht reagiert, also der Ofen aus blieb. Nur Töpfe mit magnetischen Böden wurden erkannt und lieferten die gewünschten Ergebnisse.

Für Hobbyköche oder als zusätzliches Kochgerät sind Induktionskochplatten gut geeignet, jedoch bedarf es einiger Übung, damit man sie richtig nutzen kann. Im Partykeller oder beim Camping liefern sie gute Dienste und zum Warmhalten der Gulaschsuppe reichen sie allemal. Sich einen kompletten Herd mit nur Induktionsfeldern anzuschaffen, sollte gut überlegt sein, denn der Preis rechtfertigt die Handhabung und Ergebnisse bei Weitem nicht.

Weitere Infos auf induktionskochplatte.org

Christoph Hanenkamp
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