Breitbandverbindung im Notfall

Salzburg Research-Technologie sorgt für zuverlässige Breitbandverbindung im Feld

Salzburg (18.05.2015). Salzburg Research entwickelte eine neue Technologie, die Blaulichtorganisationen immer und überall eine zuverlässige Breitbandverbindung sicherstellt. Der „Mobile Broadband Extender“ war am Wochenende bei der Bundesrettungsübung in Allentsteig im Einsatz.

Das Salzburger Forschungsinstitut Salzburg Research entwickelte im Rahmen eines EU-Projektes eine krisentaugliche, mobile Kommunikationsinfrastruktur für internationale Katastropheneinsätze. Die dort entwickelte Kommunikationslösung wurde nun so adaptiert, dass Sie Einsatzkräften auch in ihrem täglichen Einsatzgeschehen zuverlässige Breitbandverbindung sicherstellt. Bei der Bundesrettungsübung in Allentsteig von 15. bis 16. Mai 2015 stellte der „Mobile Broadband Extender“ seine Alltagstauglichkeit unter Beweis.

Breitband für Blaulichtorganisationen

Eine der Errungenschaften aus dem europäischen Forschungsprojekt IDIRA ist der „Mobile Broadband Extender“, der auch abseits von Katastropheneinsätzen gute Dienste leistet. Er ermöglicht 3G-Breitband, wo sonst nur eine mäßige Anbindung verfügbar ist. „Der Extender ist einfach zu montieren, richtet sich selbständig zum nächsten Highspeed-Zugangspunkt aus und stellt vor Ort die bestmögliche Signalstärke zur Verfügung“, sagt Peter Dorfinger, Projektleiter und Forschungslinienleiter bei Salzburg Research. „Die Nutzung des Internets ist auch für Blaulichtorganisationen immer mehr im Kommen. Zahlreiche Einsatzkräfte nutzen bereits Computer in den Einsatzfahrzeugen. In ländlichen und schlecht abgedeckten Gebieten stehen sie jedoch nicht selten vor dem Problem einer schlechten Verbindung.“

Im Rahmen der Bundesrettungsübung am Truppenübungsplatz in Allentsteig hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von unterschiedlichen Einsatzorganisationen die Möglichkeit, große Einsatzszenarien unter Realbedingungen zu üben. Der Mobile Broadband Extender stellte sicher, dass während der Übung eine zuverlässige Breitbandverbindung zur Verfügung steht. „Durch dem Mobile Broadband Extender konnten wir rasch und zuverlässig das Internet zur verbesserten Koordination und Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Feld nutzen“, sagt Thomas Seltsam, zuständig für nationales Katastrophenmanagement bei Österreichischen Roten Kreuz.

Zugriff auf Informationen aus dem Internet wird auch für Blaulichtorganisationen immer wichtiger, “ ist Salzburg Research-Forscher Dorfinger, selbst auch Mitglied bei der Feuerwehr, überzeugt. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: rascher Zugriff auf Rettungskarten oder Informationen zu gefährlichen Stoffen im Internet, Austausch und Koordination zwischen Einsatzleitung und Feld, für ein verbessertes Lagebild und dergleichen mehr. „Hinzu kommt, dass mündliche Kommunikation via Funk nicht ohne Missverständnisse abläuft. Schon ein missverstandenes Wort könnte durchaus kritisch sein“, so Dorfinger weiter.

Technologie für viele Einsatzbereiche

Der Mobile Broadband Extender bietet eine Reihe von Einsatzmöglichkeiten. Neben Einsatzorganisationen profitieren auch Unternehmen oder Privatpersonen, die oft in schlecht versorgten Gebieten unterwegs sind und dort eine Breitbandverbindung benötigen. Ein weiteres Anwendungsszenario ist die Verwendung als Internethotspot bei Veranstaltungen in schlecht abgedeckten Gebieten.

Technische Details

Der „Mobile Broadband Extender“ ist vergleichbar mit einem mobilen Hotspot, wie man ihn mit handelsüblichen Smartphones bereitstellen kann. Im Gegensatz zum Handy bietet der Mobile Broadband Extender ein deutlich besseres Signal und dadurch auch höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.
Vorteile: Der Mobile Broadband Extender von Salzburg Research richtet sich selbständig aus, ist sehr einfach zu montieren und bietet ein 8-fach besseres Signal. Die Breitbandverbindung entweder drahtlos und/oder per Kabel zur Verfügung gestellt und ist somit für alle Endgeräte – Tablets, Laptops, Desktop-PCs und Handys nutzbar.

Der Mobile Broadband Extender wurde bisher in einer Kleinserie produziert und wird interessierten Einsatzkräften oder Unternehmen anderer Branchen gerne in einer kostenlosen Teststellung präsentiert.

Kostenloses Bildmaterial verfügbar auf: salzburgresearch.at

Birgit Strohmeier