Personalisierung entfaltet ihren vollen Wert, wenn Menschen die Inhalte mitbestimmen und Einstellungen verwalten. „Empower your customer“ bedeutet, Kunden in Kommunikation und Personalisierung einzubeziehen. Das schafft Transparenz, Relevanz und ein verbessertes Markenerlebnis in jeder Interaktion. Laut McKinsey sagten 76 Prozent, dass der Erhalt personalisierter Kommunikation ein Schlüsselfaktor dafür war, eine Marke in Erwägung zu ziehen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Kunden aktiv in die Personalisierung einbinden und dadurch Engagement sowie Performance steigern. Wir zeigen, warum First- und Zero-Party-Daten die Basis für erfolgreiche Kundenbeziehungen sind und weshalb E-Mail der perfekte Kanal ist, um Präferenzen gezielt zu erfassen und direkt in relevante Kommunikation umzusetzen.
Empowerment ist mehr als eine Einstellung
Es geht darum, einen echten Dialog zu ermöglichen und Menschen aktiv mitwirken zu lassen. Insbesondere sollten Präferenzen zielgerichtet erhoben werden, damit Personalisierung erklärbar und wirksam bleibt. Laut Airship sind Nutzerinnen und Nutzer am ehesten dazu bereit, Basisangaben wie Namen, E-Mail-Adresse und relevante Interessen zu teilen; ein signifikanter Anteil stellt auch sensiblere Informationen wie Standortdaten oder Adressen zur Verfügung – vorausgesetzt, der Nutzen ist klar und die Kontrolle bleibt beim Individuum.

Die Bereitschaft, persönliche Daten zu teilen, steigt trotz eines höheren Bewusstseins für Datenschutz. Personalisierte Erlebnisse schaffen einen spürbaren Mehrwert für Nutzer, daher teilen sie immer mehr Informationen mit Unternehmen. Dieses Wissen kann genutzt werden, um Kundenerwartungen besser zu verstehen und Angebote passgenau auszusteuern.
First- und Zero-Party-Daten als Fundament
First-Party-Daten umfassen Interaktionen innerhalb Ihrer eigenen Kanäle – Öffnungen, Klicks, Käufe oder die Nutzung von Services. Darüber hinaus liefern explizit abgefragte und vom Nutzer aktiv bereitgestellte Angaben – häufig als Zero-Party-Daten bezeichnet – eine besonders präzise Sicht, weil Menschen ihre Vorlieben, Bedürfnisse oder Rahmenbedingungen bewusst mitteilen.
Tipp: Erheben Sie Zero-Party-Daten gezielt in passenden Momenten entlang der Customer Journey. Statt langer Formulare sind wenige, kontextbezogene Fragen in Situationen sinnvoll, in denen die Information unmittelbar Relevanz stiftet. So wächst Ihr Datenwissen sukzessive, bleibt qualitativ hochwertig und für Kunden nachvollziehbar.
Daten in Marketing Automation
Ein praktisches Beispiel für das Zusammenspiel von aktiv eingeholten Zero-Party-Daten und Marketing Automation ist der klassische Warenkorbabbruch. Wenige Tage nach dem Abbruch kann automatisiert nach dem Grund gefragt und mit klaren Antwortoptionen gearbeitet werden, etwa „Ich benötige das nicht mehr“ oder „Es war mir zu teuer“. Durch das Anklicken dieser Optionen erfahren Sie nicht nur, was vom Kauf abgehalten hat, sondern lernen auch etwas über Angebot, Preissensitivität und Erwartungen der Person. Darauf lässt sich unmittelbar reagieren – beispielsweise mit einer passenden Einwandbehandlung, einem alternativen Produktvorschlag oder einem Hinweis auf Servicevorteile.
E-Mail als Steuerpult der Personalisierung
Es gibt immer mehr Möglichkeiten, Daten direkt in E-Mails zu erheben. Interaktive E-Mails ermöglichen Empfängerinnen und Empfängern, ihre Präferenzen unmittelbar im Posteingang zu konfigurieren – ohne Medienbruch. So entsteht ein maßgeschneidertes Angebot auf Basis freiwillig geteilter Informationen und das folgende Messaging wird spürbar relevanter. Für Unternehmen bedeutet das: besseres Verständnis dessen, was wichtig ist, und eine solide Grundlage für die Orchestrierung zukünftiger Kontakte.
Empowerment durch Self-Service
Besonders wichtig beim Empowerment sind Kommunikationseinstellungen, die Menschen selbst hinterlegen.
- Kanal: Kunden nutzen unterschiedliche Kanäle und Technologien und sind je nach Kontext unterschiedlich ansprechbar und offen für Angebote. Die Kommunikation kann so auf den Nutzer zugeschnitten werden.
- Frequenz: Statt pauschal zu entscheiden, wie viel Kommunikation gut oder schlecht ist, ermöglichen Sie es den Empfängerinnen und Empfängern, selbst festzulegen, wie oft sie angesprochen werden möchten – und nutzen diese Angabe zur optimalen Aussteuerung.
Alternativ können Sie mit Hilfe von AI auch ohne aktive Mitwirkung ableiten, welche Kanäle und Frequenzen voraussichtlich am besten funktionieren.

Elaine Frequency Management
DSGVO als Rahmen für verantwortungsvolle Personalisierung
Die DSGVO ist die zentrale Leitplanke für Daten und Personalisierung. Sie fordert transparente Verarbeitung, klare Zwecke und jederzeit widerrufbare Einwilligungen. Für personalisierte Kommunikation bedeutet das: Menschen entscheiden selbst, welche Daten sie teilen, wofür diese genutzt werden und wie lange. Unternehmen sollten dies sichtbar machen – etwa durch ein gut zugängliches Präferenzcenter, verständliche Hinweise zur Datennutzung und klare Opt-in/Opt-out-Mechaniken.
Zweckbindung und Datensparsamkeit sind leitend. Fragen Sie nur Informationen ab, die einen konkreten Mehrwert erzeugen, und erläutern Sie diesen.
Fazit
Empowerment macht Personalisierung nachvollziehbar, wirksam und messbar. Je leichter sich Präferenzen pflegen lassen und je spürbar relevanter die Kommunikation wird, desto stärker steigen Akzeptanz, Engagement und Performance. First- und Zero-Party-Daten liefern dafür die präzise Grundlage, E-Mail ist das praktikable Steuerpult – und die DSGVO sorgt für Transparenz, Fairness und Verlässlichkeit. Starten Sie jetzt und geben Sie Ihren Kunden die Kontrolle – der Unterschied in Relevanz und Ergebnis wird spürbar.
Unternehmen sollten:
- Kundenkommunikation automatisieren
- Kunden aktiv nach Ihren Präferenzen fragen
- DSGVO-Konformität überprüfen
