Das Google Profil – ungewollte Bekanntheit im Netz

Google weiß alles. So fühlt es sich zumindest an, während die unendlichen Weiten der US-amerikanischen Suchmaschine auf der Jagd nach spezifischen Stichwörtern kein Ende nehmen wollen. Google kennt jeden. Ein weiteres Gefühl, welches bereits viele User in einer bestimmten Situation erfahren durften. Sich selber zu „googeln“ ist für manche ein großer Spaß. Für andere kann es jedoch zu einem wahren Albtraum werden. Im Zeitalter von Social Media und privaten Blogs gelangen persönliche Daten immer schneller auf die Bildfläche von Computerbildschirmen auf der ganzen Welt. Im Falle von Google ist es die erste Seite, welche das Leben eines anderen durch die einfache Eingabe eines Namens zu einem offenen Buch werden lassen. Jeder hat Zugriff. Jeder die Einsicht. Wer sich nicht schützt, lebt nicht nur unsicher, sondern ist in den meisten Fällen selber schuld. Besonders ärgerlich kann sich dies bei der Jobsuche auswirken.

Google – Informant der Personalentscheider

Natürlich gibt es Menschen, welche diese naive Zurschaustellung von persönlichen Daten ausnutzen und die erhaltenen Informationen zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Dies sind jedoch nicht immer kriminelle Hacker. In jedem Unternehmen gibt es eine Gruppe von Menschen, die diesen Sachverhalt gekonnt und dennoch fragwürdig in ihre Arbeit einbindet. Es sind die Personalentscheider. Werden eine oder mehrere Stellen im Betrieb frei, sorgen sie für die richtige Wahl der Neuzugänge. Eine Bewerbung mag mehr als tausend Worte sagen. Eine kurze Eingabe des neuen Bewerbers bei Google verrät den Personalentscheidern allerdings häufig Informationen, welche ihnen selbst eine gute Bewerbung verschwiegen hätte. Alte Einträge und Fotos, welche auf ein schlechtes soziales Verhalten oder auch einen zu extravaganten Lebensstil hinweisen, können einen Personalentscheider in Sekundenschnelle zu einer Absage der eigenen Bewerbung bewegen.
Selbst wenn es Einträge gibt, welche schon lange bestehen und nur schwer zu entfernen sind kann sich jedoch ein jeder Bewerber vor einer solchen Katastrophe schützen.

Selbstschutz durch die Offensive

Wer sich heutzutage vor einer unerwünschten Bekanntheit bei Google schützen möchte und neugierigen Personalentscheidern keine Chance lassen will, sollte sich nicht von hartnäckigen Einträgen über seine Person abschrecken lassen. Schädigende Einträge in Blogs und Foren können häufig auf Anfrage von Usern entfernt werden lassen. Artikel und Posts in Presseportalen sind hingegen schwerer zu beseitigen und unterliegen dem Recht der Pressefreiheit. In diesen Fällen gibt es dennoch einen Weg. Solche Einträge sind in der Regel nicht zu löschen. Von der Spitze des Google-Rankings, oder auch den Top-Begriffen, welche unter dem eigenen Namen auftreten, kann sie jedoch jeder Leihe problemlos verdrängen. Die Eröffnung einer eigenen Homepage über sich selbst ist einer der Wege der dies ermöglicht. Das Blog-Format von WordPress ist eine gute Basis dafür und ist durch seine starke Sichtbarkeit stets ein Favorit auf die besten Rankings bei Google.
So treffen Personalentscheider im Handumdrehen auf persönliche Daten, welche den Bewerber jedoch nach Belieben von seiner besten Seite zeigen können. Wie auch immer die Umstände erscheinen mögen, die Initiative zu ergreifen und in die eigene Hand zu nehmen ist der beste Schutz vor unangenehmen Überresten vergangener Tage.