Wiener Experten revolutionieren Verknüpfung von TV und Internet: LinkedNews schafft Info-Quelle der Zukunft
MODUL University Vienna koordiniert internationale Expertengruppe für TV der Zukunft Das nahtlose Zusammenspiel von Fernsehen und Internet hat jetzt eine Gruppe von internationalen Medienexperten aus acht Ländern ermöglicht, deren Arbeit von Wien aus wissenschaftlich koordiniert wurde. Mit der Applikation LinkedNews zeigen sie erstmals das volle Potenzial eines optimal aufeinander abgestimmten Zusammenspiels von TV und Internet. Eine maßgeschneiderte Applikation für mobile Endgeräte bietet dabei perfekt ausgewählte Zusatzinformationen und Hintergrundberichte zu knapp zusammengefassten TV-News. Der deutsche Regionalsender RBB beteiligte sich bereits an der Entwicklung der Applikation und zeigt das große Interesse etablierter TV-Stationen. Denen stellt das mit EU-Mitteln unterstützte Team nicht „nur“ fertige Applikationen zur Verfügung sondern auch umfangreiche Technologien zur Entwicklung eigener Formate zur inhaltlichen Integration von TV und Internet. Der TV-User des 21. Jahrhunderts sitzt nicht passiv auf dem Sofa, sondern hat sein mobiles Endgerät immer in Reichweite. Langweilige Fernseh-Passagen oder Werbeblöcke werden genutzt, um Mails zu checken, soziale Netzwerke ...

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A Ranking of Environmental Chemicals
How dangerous are environmental chemicals and what is their effect on human health? In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, the pharmacist Daniela Schuster is currently developing a computer-based „early warning system“ for potentially dangerous substances.   In our daily lives we are exposed to a great variety of environmental chemicals found in cleaning substances, cosmetics, plastic products, textiles or food supplements. Many of these synthetic products leave traces in our bodies and are known to have an impact on our immune system, hormonal balance or cardio-vascular system. Within the context of the European Union’s REACH programme and the US National Toxicity Programme, chemicals are systematically screened for their potentially harmful impact. The pharmacist Daniela Schuster is developing methods designed to vastly improve the efficiency and precision of these tests. In her work at the Institute of Pharmacy at the University of Innsbruck, the researcher benefits from ...

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Hitliste der Umweltchemikalien
Wie gefährlich sind Umweltchemikalien und wie beeinflussen sie unsere Gesundheit? Die Pharmazeutin Daniela Schuster entwickelt in einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF ein computerbasiertes „Frühwarnsystem“ für gefährliche Substanzen. Wir sind täglich einer Reihe von Umweltchemikalien ausgesetzt. Sie befinden sich in Putzmitteln, Kosmetika, Plastikprodukten, Textilien oder auch Nahrungsergänzungsmitteln. Viele dieser synthetisch erzeugten Produkte hinterlassen Spuren in unserem Körper und haben nachweislich Auswirkungen auf das Immunsystem, den Hormonhaushalt oder auf Herz und Kreislauf. Im Rahmen des REACH-Programmes der Europäischen Union und des US-National-Toxicity-Programms werden Chemikalien inzwischen systematisch auf ihre Auswirkungen hin untersucht. Die Pharmazeutin Daniela Schuster entwickelt Methoden, um diese Tests um ein Vielfaches effizienter umsetzen und bessere Ergebnisse erzielen zu können. Dabei greift die Forscherin am Institut für Pharmazie der Universität Innsbruck auf ihre Erfahrung und Methoden aus dem Bereich der Medikamentenentwicklung zurück. Wirkungen und Nebenwirkungen simulieren Für die Untersuchung der Wirkmechanismen von Arzneien hat Schuster sogenannte „Pharmakophormodelle“ am Computer entwickelt. Diese ...

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FWF-Projekt liefert einmaligen Einblick in zentrale Muskelfunktionen
Die Funktionsweise von Muskeln kann dank der ersten hochauflösenden Röntgenstrukturanalyse des Muskelproteins a-Actinin besser verstanden werden. Die Analyse liefert wesentliche Informationen zur Struktur und Funktion des komplexen Muskelproteins und damit auch zu möglichen neuen Behandlungsansätzen für wichtige Muskelerkrankungen. Dieser Output eines Projekts des Wissenschaftsfonds FWF wurde vor Kurzem im renommierten Fachmagazin Cell publiziert.   Muskeln bewegen so einiges – zunächst aber sich selbst. Stränge spezieller Proteine verschieben sich gegeneinander, damit der Muskel Kraft ausüben kann. Dies gelingt nur, wenn es im Muskel einen Fixpunkt gibt, der diesen Strängen Halt bietet. Diese Stellen werden als Z-Scheiben bezeichnet – und bestehen zu einem großen Teil aus dem Protein α-Actinin. Letzteres hat sich ein internationales Team um Kristina Djinovic-Carugo von den Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien nun näher angesehen.   Funktion folgt Form „Nicht nur konnten wir erstmals die genaue Struktur des Proteins aufklären“, erklärt Djinovic-Carugo, ...

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Scientists Gain Unique Insight into the Function of a Key Muscle Protein
Thanks to the first high-resolution structural analysis of the muscle protein a-actinin, scientists now have a better understanding of how muscles work. The analysis provides crucial information about the structure and function of this complex muscle protein and could lead to the development of new treatments for major muscular disorders. The results of the project, which is funded by the Austrian Science Fund FWF and the European Commission, were recently published in the prestigious scientific journal Cell.   Muscles move many things – but first and foremost themselves. Filaments of special proteins pull against each other so that the muscle can exert force. This only works if there is a fixed point, which anchors the filaments. These locations are known as Z-disks and are largely composed of the protein α-actinin. An international research team headed by Kristina Djinovic-Carugo from the Max F. Perutz Laboratories of the University of Vienna and ...

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Wie Unternehmen funktionieren
Markus Reitzig stellt Organisationstheorien auf den Prüfstand. In einem Forschungsprojekt des Wissenschaftsfonds FWF vergleicht der Wirtschafts¬wissenschafter bewährte Erklärungsansätze mit neuen und untersucht Fragen zu Autorität und Selbstbestimmung. Neben traditionell geführten Betrieben sind in den vergangenen rund zwanzig Jahren neue Organisationsformen entstanden, die vor allem durch die Entwicklungen in der Informationstechnologie vorangetrieben wurden. Beispiele sind Open-Source-Projekte wie Wikipedia oder innovative Start-ups. Gleichzeitig wurde eine Vielzahl an neuen Erklärungsansätzen in der Managementliteratur vorgeschlagen, um diese neue Welt der Arbeit zu beschreiben und besser zu verstehen. Ist damit nun alles Gestrige überholt? Ist es beispielsweise tatsächlich richtig, dass neue Organisationsformen zunehmend ohne Autorität und Hierarchien auskommen? Oder dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich ihre Aufgaben entsprechend ihrer Fähigkeiten suchen? Halten also die jüngsten Theorieansätze, was sie versprechen, oder sind es vielleicht doch nur Mythen der schönen neuen Arbeitswelt? Diese Fragen untersucht der Wirtschaftswissenschafter Markus Reitzig von der Universität Wien aktuell in einem groß angelegten ...

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Brain Training Instead of Medication to Counter Insomnia
The ability to finally enjoy a good night’s sleep is something that can be learned. An Austrian Science Fund FWF project has investigated how this can best be learned and who responds best to such „brain training“.   Dark circles around the eyes, tired limbs, absent-mindedness – most people have experienced the effects on the body of a short night. „Roughly one-third of the Austrian population as a whole suffers from recurrent insomnia“, says Manuel Schabus from the University of Salzburg. For years now, the psychologist has been studying a diverse range of states of consciousness. In a project funded by the Austrian Science Fund FWF, Schabus and his team have now studied how the state of mind of people with sleep disorders can be improved without administering medication.   Training vs. Chemistry „People who suffer from sleeplessness, also known as insomnia, are often in a state of ‚hyperarousal‘. Resorting ...

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Gehirntraining statt Medikamente gegen Schlaflosigkeit
Endlich gut schlafen zu können, ist lernbar. Wie es gemacht wird und welche Menschen am besten auf ein solches „Gehirntraining“ reagieren, wurde in einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF untersucht. Augenringe, müde Glieder, geistige Abwesenheit – die Spuren einer kurzen Nacht haben die meisten Menschen schon am eigenen Leib erfahren. „Rund ein Drittel der österreichischen Gesamtbevölkerung leidet an wiederkehrenden Schlafstörungen“, so Manuel Schabus von der Universität Salzburg. Der Psychologe beschäftigt sich seit Jahren mit den unterschiedlichsten Bewusstseinszuständen. In einem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt haben Schabus und sein Team nun untersucht, wie die Befindlichkeit von Menschen mit Schlafstörungen ohne die Gabe von Medikamenten verbessert werden kann. Training statt Chemie „Menschen mit Schlaflosigkeit, einer sogenannten Insomnie, befinden sich in einem Zustand des ‚Hyperarousal‘, also der Übererregung. Der Griff zur Tablette liegt nahe“, sagt Schabus. Medikamentöse Behandlungsformen, die sich auf die Bekämpfung dieses Erregungszustands beschränken, haben jedoch unerwünschte Nebenwirkungen. Abhängigkeit und Gewöhnungseffekte gehören ...

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Wiener Startup-Schmiede INiTS übertrifft 95 % der weltweiten Inkubatoren
Neueste detaillierte Daten der internationalen Forschungsinitiative UBI Index veröffentlicht Das universitäre Gründerservice INiTS etabliert sich im internationalen Vergleich als einer der Top-Inkubatoren – vor allem in Bezug auf sein Netzwerk. Dessen Qualität und Größe übertrifft die Netzwerke von 95 % universitärer Inkubatoren weltweit. Detaillierte Daten dazu wurden nun von der schwedischen Forschungsinitiative UBI Index bekanntgegeben, die bereits 2014 das INiTS unter die „Global Top 25“-Inkubatoren reihte. Maßgebend für die Top-Bewertung sind die im internationalen Vergleich außerordentlich hohen Zahlen an Partnern und InvestorInnen im INiTS-Netzwerk. Dies zeigt sich als relevant für eine weitere identifizierte Stärke des INiTS: den hohen Anteil an Startups die Venture Capital-Finanzierungen erhalten. Innovation braucht Interaktion. Gerade in der dynamischen Startup-Szene ist der Zugang zu einem professionellen Netzwerk aus branchenrelevanten Akteuren unabdingbar. Wer gut vernetzt ist, hat direkten Zugang zu Geldgebern und InvestorInnen sowie potenziellen Partnern und kann von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren. Von der schwedischen Forschungsinitiative ...

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FP7 Projekt IMPEx: Europäisches Team entwickelt universelle „Sprache“ für Weltraumforschung
Einem Konsortium aus europäischen Wissenschaftlern ist es gelungen, eine gemeinsame Informationsdrehscheibe zu entwickeln, um Daten aus verschiedenen Weltraummissionen vergleichbar zu machen. Eine Aufgabe, die bislang durch unterschiedliche Datenverarbeitungsstandards einzelner Missionen erheblich erschwert wurde. So ist es nun möglich, Messdaten mit Daten, die aus theoretischen Modellen gewonnen wurden, zu vergleichen – unabhängig von den verwendeten Datenprotokollen. Das neu entwickelte System mit dem Namen IMPEx (Integrated Medium for Planetary Exploration) hilft Wissenschaftlern, komplexe Messdaten besser zu verstehen, Lücken in den Messungen mit Simulationsdaten aufzufüllen und Simulationen besser mit tatsächlichen Beobachtungen zu vergleichen. Erste Anwendungen erlauben detaillierte Vergleiche von Daten der Weltraummissionen Venus Express (ESA) und Messenger (NASA) mit bereits existierenden Modellen. Auch für die berühmte Rosetta-Mission werden in naher Zukunft Vergleiche zwischen Simulations- und Messdaten möglich sein. Weltraummissionen sind ein bisschen wie smart phones; es existiert eine Vielzahl an Standards für die Datenverarbeitung. Aufgrund der enormen Komplexität von Weltraummissionen kommen bei deren ...

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Polish History from the Standpoint of „Ordinary People“
The historian Katherine Lebow investigates „everyman“ autobiographies in Poland between the two World Wars. Her research project is funded by the Austrian Science Fund FWF. With her work, Lebow adds a new perspective to the history of Eastern Europe and documents a chapter in international science history.   In the 1920s, Polish sociologists developed autobiography competitions as a way to preserve personal stories and biographical documents of workers, farming folk, young people and the unemployed. The best texts were awarded a prize. This „Polish method of social research“, as it was soon to become known internationally, exceeded all expectations that the researchers had nurtured. Until well into the 1930s, these competitions established a vibrant culture of autobiographical writing in a wide variety of social milieus from rural youth groups to Jewish cultural circles. What is more, published collections of these texts turned into bestsellers that were awarded literary prizes and ...

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Polnische Geschichte aus der Sicht des „kleinen Mannes“
Die Historikerin Katherine Lebow untersucht in einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF Autobiografien „kleiner Leute“ im Polen der Zwischenkriegszeit. Dabei verleiht sie der Geschichte Osteuropas eine neue Perspektive und dokumentiert ein Stück internationaler Wissenschaftsgeschichte. In den 1920er Jahren konzipierten polnische SoziologInnen Autobiografie-Wettbewerbe als eine Methode, um persönliche Geschichten und Dokumente von ArbeiterInnen, BäuerInnen, Jugendlichen oder Arbeitslosen zu erhalten. Die besten Texte wurden prämiert. „Die polnische Methode der Sozialforschung“, als die sie bald international bekannt war, übertraf alle Erwartungen der ForscherInnen. Die Wettbewerbe hatten bis in die 1930er Jahre eine lebendige Kultur des autobiografischen Schreibens hervorgebracht, die unterschiedlichste Milieus von bäuerlichen Jugendgruppen bis zu jüdischen Kulturzirkeln umfasste. Mehr noch, die in Sammelbänden veröffentlichten Texte wurden zu Bestsellern, mit Literaturpreisen ausgezeichnet und damit auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Die Wurzeln der Methode liegen in der Zusammenarbeit des polnischen Soziologen und Philosophen Florian Znaniecki, der auch in den USA lehrte, mit dem amerikanischen Kollegen ...

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Meine zwei Ichs: Wiener Neurobiologe findet einfachen Test für komplexe Persönlichkeitsstörungen
Vier Worte lesen – das könnte zukünftig ausreichen, um bei Kindern und Erwachsenen Persönlichkeitsstörungen wie Schizophrenie und Autismus besser zu diagnostizieren – zumindest dann, wenn gleichzeitig auch Hirnstromaktivitäten gemessen werden. Für den klinischen Alltag wäre das eine signifikante Erleichterung, deren Entwicklung dem Leiter des Departments für Psychologie an der Webster Vienna Private University, Prof. Peter Walla, in Zusammenarbeit mit seiner deutschen Kollegin Cornelia Herbert von den Universitäten Tübingen und Würzburg, jetzt gelungen ist. Nach ersten Veröffentlichungen in den Jahren 2007 und 2008 zeigt die diese Woche international veröffentlichte Arbeit, dass bereits beim Lesen einfacher Worte elektrische Hirnaktivitäten eine Unterscheidung zwischen zwei Ebenen des „Ich“ erkennen lassen. Diese zwei Ebenen formen unsere Persönlichkeit, das „Ich“, und man vermutet, dass bei Persönlichkeitsstörungen unter Umständen nur eine der Ebenen betroffen ist. Die neue Methode könnte dann konkrete Hinweise auf selektive Beeinträchtigungen nur einer dieser Ebenen geben und so die klinische Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen ...

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Electrifying Research: Piezoelectric Effects for the Suppression of Material Stresses
The generation of electrical charges in response to mechanical deformation is a distinctive feature of piezoelectric materials. This property can be used to avoid mechanical stresses in special materials. A project currently funded by the Austrian Science Fund FWF will make a key contribution to the optimisation of these „intelligent materials“.   High levels of mechanical stress reduce the lifespan of construction components. This is true for all types of materials; exposure to mechanical stress is a crucial factor in the duration of their lifespan. When stresses are combined with vibrations they have a particularly negative impact on durability. Intelligent materials that can actively counteract such effects have been available for special applications for some years now. The solution applied here involves a very sophisticated trick of physics: the so-called piezoelectric effect, that is the generation of an electrical charge through deformation, can be used to actively suppress these forces. ...

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Spannung in der Forschung: Piezoelektrische Effekte zur Unterdrückung von Materialspannungen
Das Auftreten elektrischer Spannungen bei Verformungen zeichnet piezoelektrische Materialien aus – ein Effekt, der sich auch für die Vermeidung von mechanischen Spannungen in speziellen Materialien nutzen lässt. Ein aktuelles Projekt des Wissenschaftsfonds FWF leistet jetzt einen grundlegenden Beitrag zur Optimierung dieser „intelligenten Materialien“. Hohe mechanische Spannungen verkürzen das Leben eines Bauteils. Das gilt zumindest für alle Arten von Materialien. Deren Lebensdauer hängt ganz entscheidend von ihrer mechanischen Beanspruchung ab. Dabei zehren vor allem Spannungen in Kombination mit Schwingungen an der Haltbarkeit. Seit einigen Jahren gibt es nun für spezielle Einsatzbereiche intelligente Materialien, die solchen Ursachen aktiv entgegenwirken können. Dazu greift man tief in die physikalische Trickkiste: Der sogenannte piezoelektrische Effekt, also der Aufbau einer elektrischen Spannung durch Verformung, kann genutzt werden, um diese Kräfte aktiv zu unterdrücken. Doch dabei unterliegen auch die piezoelektrischen Materialien Kräften, die ihre Haltbarkeit mindern – das zu ändern hat sich Jürgen Schöftner zur Aufgabe gemacht. ...

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