„Ingolstadt in Bewegung – Grenzgänge am Beginn der Reformation“
2017 jährt sich Martin Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal und das Jubiläumsjahr wird weltweit als Höhepunkt der Luther-Dekade angesehen. Diese beschäftigt sich seit der Eröffnung 2008 mit Themen rund um die Reformation wie Bibel, Politik, Bilder und Toleranz. In Ingolstadt fanden in den Jahren 2014 und 2015 eine Tagung sowie eine Ausstellung über Grenzgänge zu Beginn der Reformationszeit statt. Dies überrascht. In der katholisch verorteten Stadt, die vor allem mit dem als Gegner Luthers bekannten Theologen Johannes Eck und der Gegenreformation in Verbindung gebracht wird, wird eine Welt der Gegensätze offenbar. Die Umbrüche der Reformation zeigen sich hier auf unglaublich vielfältige und spannende Weise. Susanne Greiter und Christine Zengerle bringen im Auftrag des Stadtmuseums Ingolstadt den Sammelband zur gleichnamigen Tagung im Jahr 2014 „Ingolstadt in Bewegung – Grenzgänge am Beginn der Reformation“ heraus. Die Themen der Tagung finden sich in dem breit angelegten kulturwissenschaftlichen Konzept der Ausstellung sowie in der ...

Weiterlesen
Ingolstadt in Bewegung – Grenzgänge am Beginn der Reformation
© Optimus Verlag (von Wiebke Hillen, OPTIMUS Redaktion) 2017 jährt sich Martin Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal und das Jubiläumsjahr wird weltweit als Höhepunkt der Luther-Dekade angesehen. Diese beschäftigt sich in den vorangehenden Jahren seit der Eröffnung 2008 mit Themen rund um die Reformation wie Bibel, Politik, Bilder und Toleranz. In Ingolstadt fanden in den Jahren 2014 und 2015 eine Tagung sowie eine Ausstellung über Grenzgänge zu Beginn der Reformationszeit statt. In der katholischen Stadt, die vor allem mit dem als Gegner Luthers bekannten Theologen Johannes Eck in Verbindung gebracht wird, sind einige Persönlichkeiten und Vorfälle reformatorischer Art anzutreffen. Susanne Greiter und Christine Zengerle bringen im Auftrag des Stadtmuseums Ingolstadt den Sammelband zur gleichnamigen Tagung im Jahr 2014 „Ingolstadt in Bewegung – Grenzgänge am Beginn der Reformation“ heraus. Die vielfältigen Themen der Tagung sowie der anschließenden Ausstellung im Stadtmuseum werden durch unterschiedliche Autoren und Referenten beigetragen, welche nie das Oberthema ...
Weiterlesen
Björn Wendt – Die Bilderberg-Gruppe. Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten
„Tatsache ist, dass die Teilnehmerliste veröffentlicht wird. Tatsache ist, dass die Diskussionsthemen veröffentlicht werden. Tatsache ist, dass jeder Teilnehmer erzählen kann, was er möchte.“ So äußerte sich Rudolf Scholten, Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Gruppe, im österreichischen Fernsehen zur 63. Bilderberg-Konferenz, die dieses Jahr vom 11. bis zum 14. Juni im österreichischen Telfs-Buchen im Hotel Interalpen tagte. Tatsache ist zudem, so könnte man Scholten ergänzen, dass dem Aufruf der Organisatoren der Bilderberg-Konferenz wieder zahlreiche Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien folgten, etwa Ursula von der Leyen (Bundesverteidigungsministerin), Paul Achleitner (Deutsche Bank), Thomas Enders (Airbus), Robert Zoellick und Peter Sutherland (beide Goldman Sachs), Eric Schmidt (Google), Jens Stoltenberg (NATO Generalsekretär) und viele weitere Machteliten des transatlantischen Raumes. Tatsache ist ferner und vor allem, dass über die Inhalte der Diskussionssitzungen auch in diesem Jahr nichts nach außen drang. So standen zwar u.a. die Themen Griechenland, Russland, Terrorismus, Mittlerer Osten, Europa, Cybersicherheit, chemische ...
Weiterlesen
Claus Kreß (Hrsg.) – 10 Jahre Arbeitskreis Völkerstrafrecht. Geburtstagsgaben aus Wissenschaft und Praxis
In der Überzeugung, „dass die schwersten Verbrechen, welche die internationale Gemeinschaft als Ganzes berühren, nicht unbestraft bleiben dürfen und dass ihre wirksame Verfolgung durch Maßnahmen auf einzelstaatlicher Ebene und durch verstärkte internationale Zusammenarbeit gewährleistet werden muss“ (Art. 1 der Präambel) unterzeichneten die Vertragsparteien im Jahre 1998 das Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). Zwar wurde bislang nur ein Verfahren, der Fall Lubanga, komplett abgeschlossen. Dennoch hat sich der IStGH inzwischen als Akteur auf der internationalen Bühne etabliert und im Zusammenspiel mit einer Reihe von ad hoc eingesetzten internationalen und gemischten Tribunalen sowie nationalen Strafgerichten vollzieht sich die Verfolgung von Völkerstraftaten inzwischen auf mehreren Ebenen. In dem nach der stürmischen Gründungsphase allmählich einsetzenden „Alltag“ der Völkerstrafrechtspflege haben sich zahlreiche neue Fragen eingestellt. Wie etwa ist mit dem Vorwurf umzugehen, dass es sich bei dem IStGH lediglich um einen „neokolonialistischen“ oder „anti-afrikanischen“ Gerichtshof handle? Um der rechtlichen und rechtspolitischen Debatte ein Forum zu ...
Weiterlesen
Carmen Sohn – Virtuelles Lernen und Lehren am Beispiel des Museumsprojekts VIAMUS
(Stefan Lemke – OPTIMUS Redaktion) Das virtuelle Museum VIAMUS ist als Stätte des Lernens und Lehrens auf neuer Ebene zu betrachten. Das Archäologische Institut der Universität Göttingen folgt mit diesem Webangebot dem im Museumsbereich verbreiteten Trend, die Exponate und Wissensbestände des eigenen Hauses auch über das Internet zugänglich zu machen. Für viele Menschen klingt so ein Museumsbesuch im Internet nach einem paradoxen Widerspruch. Doch virtuelle Museen boomen, Google ist dafür ein gutes Beispiel. Mit dem „Art Project“ des Google Cultural Institutes sind Entdeckungstouren in Ausstellungen und Sammlungen der ganzen Welt von Zuhause aus möglich. Im Allgemeinen treibt es die Museen ins Netz und diese wissen es zu nutzen, um sich auf unterschiedliche Art und Weise in den Fokus zu rücken – so reicht das Spektrum der Museumsangebote von der schlichten Informationsseite bis zur virtuellen Betrachtung einzelner Exponate oder ganzer Ausstellungen. Die virtuellen Museen bieten die Möglichkeit, das Museum und seine ...
Weiterlesen
Probleme und Möglichkeiten einer universellen Ethik
(von Stefan Lemke – OPTIMUS Redaktion) Heute ist jeder Mensch von der Globalisierung betroffen. Sie beschränkt sich nicht mehr nur auf den weltweiten Handel von Gütern und den stark verknüpften internationalen Finanzmarkt. Über die schnellen und einfachen Kommunikationswege, die die gesamte Welt miteinander vernetzen, können alle Menschen miteinander in Kontakt treten – ganze Gesellschaften und Kulturen kommen miteinander in Berührung. Kurz gesagt: Die Globalisierung ist auf alle Lebensbereiche übertragbar! Keiner kann sich ihr entziehen. Daher ist es keine Überraschung, dass die Lager von Globalisierungskritikern und –befürwortern stetig wachsen. Die Politik widmet sich überwiegend der industriellen Globalisierung, damit einhergehend bspw. der Liberalisierung der Märkte. Die Globalisierung von Menschenrechten, von sozialen, ökologischen und demokratischen Aspekten hingegen wird überwiegend unter den Tisch gekehrt. Die Organisation „attac“ – unter dem Slogan „Globalisierung geht anders – Mensch und Natur vor Profit“ – tritt für eine andere Seite der Globalisierung ein. Auch Papst Franziskus äußerte sich ...
Weiterlesen
Die Bilderberg-Gruppe: Private Gesprächsrunde oder „geheime Weltregierung“?
(von Katharina Dreiling – OPTIMUS Redaktion) Helmut Schmidt, Egon Bahr, Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, Peer Steinbrück, Olaf Scholz, Jürgen Trittin und Christian Lindner … Die Liste der auserlesenen Teilnehmer vergangener Bilderberg-Konferenzen erstreckt sich über Jahrzehnte. Ob deutsche Spitzenpolitiker oder einflussreiche Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Adel und Journalismus des nordamerikanischen und westeuropäischen Raums, auch 2015 trifft sich die Bilderberg-Gruppe unter dem geschützten Dach des österreichischen Interalpen-Hotels in den Bergen Tirols; so hieß es jüngst in einer Pressemitteilung der österreichischen Landespolizeidirektion Tirol. Dass der Tagungsort schon früh bekannt gegeben wurde, ist unverkennbar ein Hinweis darauf, dass die Aktivitäten und Treffen der Gruppe seit einigen Jahren sehr viel stärker beobachtet werden und ins öffentliche Interesse gerückt sind.Nüchtern betrachtet handelt es sich um ein Treffen hochgestellter Persönlichkeiten, das vor 60 Jahren aus dem Interesse erwuchs, die Beziehungen zwischen Westeuropa und den USA zu verbessern. Die Konferenz und deren Inhalte unterliegen, wie bei ...
Weiterlesen
Für die Belange des deutschen Films: Die Filmförderungsanstalt
(von Katharina Dreiling – Optimus Redaktion) Die Bedeutung der Filmförderung wird auch durch die Berlinale bestätigt. Wer das weltweit wichtigste Filmfestival in Berlin aufmerksam verfolgt hat, weiß wie viele Förderinstitutionen am Erfolg zahlreicher Filmprojekte beteiligt waren. Kaum ein Produzent oder Drehbuchautor kann auf solche Beiträge von Landes- oder Länderförderung verzichten, wenn es um die nationale und internationale Anerkennung ihrer aufwendigen Projekte geht. So öffnet auch der Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis, wichtigste Fördermaßnahme Baden-Württembergs, den beiden jungen Nachwuchsautoren Inna Dietz und Simon Rost neue Türen in der Filmbranche. In Deutschland ist die Filmförderung durch das Gesetz über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films gesetzlich verankert. In diesem Zusammenhang wird häufig die überregionale Filmförderungsanstalt FFA genannt, die Zwangsabgaben von den Kinobetreibern und Fernsehsendern erhebt. Solche und andere verfassungsrechtlichen Schwachstellen der deutschen Filmpolitik stoßen dabei nicht überall auf Zuspruch. Die Kombination aus Wirtschafts- und Kulturgut, die kennzeichnend für den Film ist, ist nicht unmittelbar vereinbar. Entscheidungen, ...

Weiterlesen
Kinder treffen Entscheidungen
(von Katharina Dreiling – Optimus Redaktion) Die Flut an Informationen konfrontiert uns täglich mit Entscheidungen. Angefangen beim Schuhkauf über Geldinvestitionen bis hin zur Partnerwahl, Entscheidungen verlangen häufig das kompetente Urteilsvermögen eines reifen Erwachsenen. Doch sind auch Kinder in der Lage, gute Entscheidungen zu treffen? Ja, das sind sie! Schon der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget, auch bekannt als der „Übervater der Entwicklungspsychologie“, betonte die Eigenleistung von Kindern bei ihrer kognitiven Entwicklung: Kinder lernen, indem sie sich aktiv mit der Umwelt auseinandersetzen. So weiß jedes Elternteil, dass es sein Kind nicht immer so beeinflussen kann, wie es sich wünschen würde. Im Gegenteil: Ob es beim Erlernen eines Instruments ist oder bei der Entscheidung, eine bestimmte Sportart auszuüben, Kinder machen häufig, was sie wollen. Einige wenige Untersuchungen zeigen, dass Kinder durchaus schon sehr früh informierte Entscheidungen treffen können, indem sie Informationen aus der Umwelt berücksichtigen und in ihren Entscheidungsprozess integrieren. Doch die Frage, ...
Weiterlesen
Nach der Krise: Islamic Banking als Alternative für das deutsche Bankensystem?
(von Alexander Mostafa – OPTIMUS Redaktion) IS – Islamischer Staat, 9/11, Terrorismus, religiöser Fanatismus, … Die Liste der Negativschlagzeilen im Zusammenhang mit dem Stichwort „Islam“ ist lang. Begriffe, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Adjektiv „islamisch“ stehen, haben seit Beginn des neuen Jahrhunderts eine zunehmend negative Konnotation erfahren. Angstbesetzt erscheint die Weltreligion vor dem Hintergrund der jüngsten globalen Ereignisse und ihrer medialen Berichterstattung. Dass der Islam eine der zentralen Wissensquellen in der Menschheitsgeschichte darstellt, gerät im Kontext von aktuellen Schreckensszenarien fast in Vergessenheit. Nicht selten bleibt der Blick an Gefahren und Risiken haften, obwohl andere Kulturen reich an Erfahrungen und Lösungsansätzen für Probleme in der eigenen Kultur sein können. Betrachtet man die Finanzkrisen der vergangen Jahre, so steht man einem solchen Problem gegenüber. Viele Bürgerinnen und Bürger haben ihr Vertrauen in das deutsche Bankenwesen verloren und ein Umdenken im Finanzsektor scheint dringend notwendig geworden zu sein. Der Ruf nach mehr ...

Weiterlesen
Wie verhindert man eine Bankenkrise?
(von Alexander Mostafa – OPTIMUS Redaktion) Noch heute sind die Auswirkungen der Finanzkrise von 2007 deutlich spürbar. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers und anderen großen Banken erschütterte das globale Wirtschaftssystem in seinen Grundfesten. Staatliche Eingriffe in den Finanzmarkt wurden nötig und die Debatte rund um nationale und internationale Regulierungen, Kontrollsysteme und die soziale Verantwortungen von Banken schallte in Form emotionaler Ausrufe aus allen medialen Kanälen. Die Frage, wie mit „entfesselten Finanzmärkten“ und „gewissenlosen Brokern“ verfahren werden solle, ließ die Gemüter aufschäumen und die Anleger um ihre Einlagen fürchten. Das die Diskussion hitzig und mitunter brühend-heiß geführt wurde, ist – besonders aus wissenschaftlicher Sicht – mit Vorsicht zu genießen. Fehlt es der Berichterstattung an Objektivität und gebührender Emotionslosigkeit, werden Sachverhalte durch Einzelschicksale getrübt, so birgt fehlende Distanz stets die Gefahr von Fehlinformationen und Panikmache. Wie man das aufgeladene Thema aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive angeht, führt Dr. Tim Dabringhausen in seiner Dissertation „Bankenkrisenökonomie ...

Weiterlesen
Neue Perspektiven für einen demokratischen Balkan?
(Lucas Schmidt – Optimus Redaktion) Wenn im Oktober 2014 in Bosnien und Herzegowina Wahlen anstehen, erwarten Europas Schlüsselstaaten, dass dies nicht nur innerpolitische Auswirkungen haben wird, sondern auch auf Nachbarstaaten Einfluss nimmt. Ausgehend von massiven Protesten in Bosnien und Herzegowina und auf Druck der vielen Demonstrationen sind schon jetzt viele Amtsinhaber des Landes zurückgetreten. Nun befürchten die Regierenden der Nachbarstaaten im Westbalkan, dass es sie als nächstes treffen könnte. Die Demonstranten sind vor allem mit der in der gesamten Region verbreiteten Korruption, der Diskriminierung und der hohen Arbeitslosigkeit unzufrieden, die zumeist die junge Bevölkerung betrifft. Die kommende Regierung hat viel zu tun: Jeder zehnte Bewohner des Landes gilt als arm, viele Unternehmen sind pleite. Doch für öffentliche Investitionen, wie zum Beispiel in die Infrastruktur, fehlt das Geld. Zudem pocht der Internationale Währungsfonds auf einen Sparkurs und fordert eine umfassende Rentenreform, denn der größte Teil der sozialen Leistungen fließt in die ...

Weiterlesen
Juristisch-betriebswirtschaftliche Schnittstellen der Logistik – Service Level Agreements als Best Practice bei der Vertragsgestaltung
(von Julia Pfrötschner – OPTIMUS Redaktion) Die Verzahnung von rechtlichen Fragen und Dienstleistungsprozessen in der Logistik ist vielfältig. Ein Bereich in diesem Feld sind die sogenannten „Service Level Agreements“ (SLAs), die eine reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Akteure gewährleisten sollen. Die Erwartungen und Verpflichtungen der Dienstleister einerseits und der Auftraggeber anderseits können somit vertraglich fixiert werden und ein beidseitig vereinbartes und gewünschtes Ergebnis garantieren. Längst haben sich SLAs in der Praxis etabliert und finden bei der Vertragsgestaltung in der Kontraktlogistik breite Anwendung. Die wissenschaftliche Betrachtung von SLAs in diesem Bereich steckt jedoch noch in ihren Anfängen, sodass sich Simone Rechel mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Service Level Agreements in der Kontraktlogistik – Steigerung der Servicequalität und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Logistik“ einer bestehenden Forschungslücke annimmt. Gut informiert stellt sie den bisherigen Forschungsstand zum Thema dar und leistet eine umfassende Einführung, die grundlegende Definitionen und Sachverhalte aus dem gewählten Themenkomplex ...

Weiterlesen
Hochschulverwaltung im Wandel zum Hochschulmanagement
(von Aline Schwarz – OPTIMUS Redaktion) In zehn Jahren zu einer verbesserten Hochschulwelt – so lautete der Plan 1999 in Bologna. Noch heute, über zehn Jahre nach den Verhandlungen, befindet sich die Hochschulwelt im Wandel. Vor- und Nachteile des neuen Systems stehen im Fokus der Öffentlichkeit, während die praktische Umsetzung immer noch einige Probleme bereitet. Neben den fehlenden Ressourcen der Hochschulen und der stofflichen Überladung der Regelstudiengänge, wird auch immer wieder die Verschulung kritisiert. „Trotz aller Verbesserungen ist noch keineswegs ein Zustand erreicht, wonach von insgesamt zufriedenstellenden Studienbedingungen gesprochen werden kann. Das Ziel der Bologna-Reform, Studenten schneller und damit jünger auf den Arbeitsmarkt zu bringen, wurde damit verfehlt.“, berichtet spiegelonline in einem Artikel vom März 2014. Schuld daran könnte bei all den Reformen, die Vernachlässigung der Hochschulverwaltung sein. Mit ihren bürokratischen Strukturen ist sie nicht zukunftsorientiert und lässt kaum Spielraum für individuelle, akademische Entfaltung. Der Fokus des Wandels sollte sich ...

Weiterlesen
Hätte ich das mal im Unterricht gelernt
(von Julia Pfrötschner – OPTIMUS Redaktion) Was man in der Schule lernt und was man im Leben braucht, sind oft zwei völlig unterschiedliche Dinge. Von dieser Diskrepanz wissen alle, die einmal die Schulbank gedrückt haben. Sätze wie „Hätte ich das mal im Unterricht gelernt“ sind wohl den meisten Schulabgängern und Berufseinsteigern schon einmal über die Lippen gekommen. Dr. Andreas Biela widmet sich diesem allseits bekannten Alltags-Phänomen aus  wissenschaftlicher Perspektive. In seiner Dissertation mit dem Titel „Lernfelder als Repräsentation der Arbeits- und Lebenswelt“ befasst sich Biela mit der Curriculumkonstruktion im Kontext der Wirtschaftspädagogik. Seinem Fachbereich entsprechend knüpft er Verbindungen zwischen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und pädagogischen Gesichtspunkten. Lernprozesse sowie Lehrziele werden vor diesem Hintergrund differenziert dargestellt und diskutiert. Die Dissertation schließt somit an einen Themenkomplex an, der sowohl im politischen als auch medialen Diskurs von zentraler Bedeutung  ist. In einer Zeit, in der kaum eine Legislaturperiode ohne eigene Bildungsreform auskommt, führt Dr. Biela ...

Weiterlesen