Meerkatzen werden in Zoologischen Gärten immer seltener gehalten, weil sie schwierig zu pflegen sind. Nicht so im Zoo Duisburg. Hier tummeln sich sogar drei verschiedene Arten im Affenhaus: Große Weißnasen-, Brazza- und Dianameerkatzen. Bei letzteren trägt Mutter DOLLY ihren jüngsten Spross seit ein paar Wochen fürsorglich umher. Die 10jährige DOLLY ist selbst in Duisburg geboren und hat bereits erfolgreich Nachwuchs groß gezogen. Vater ist GWEEK, der erst zum Ende des letzten Jahres aus dem englischen Zoo Twycross kam und sich als Zuchtmann bestens eingelebt hat.
Die Dianameerkatze zählt zu den schönsten Vertretern der in zahlreichen Arten im tropischen Afrika verbreiteten Meerkatzen. Der Name Meerkatze leitet sich von dem indischen Wort „markata" ab und bedeutet Affe. Die mittelgroßen Dianameerkatzen mit ihrem körperlangen Schwanz leben in den tropischen Wäldern Westafrikas von Sierra Leone bis Ghana. Sie organisieren sich in festen Gruppen, bestehend aus einem erwachsenen Männchen und mehreren Weibchen mit deren Jungtieren. In dieser sozialen Konstellation sieht sie der Besucher auch im Zoo Duisburg. Tagsüber gehen die Tiere auf Nahrungssuche, wobei sie sich zumeist in den mittleren und höheren Baumregionen aufhalten. Auf allen Vieren laufend bewegen sie sich mit großer Gewandtheit durch das Geäst der Bäume, wobei der lange Schwanz senkrecht nach oben getragen wird und als Balancierorgan dient. Gefressen werden Früchte, Knospen, Blüten, Samen, Blätter, Baumsäfte und allerlei Insekten, die sie erbeuten können. In menschlicher Obhut erhalten sie eine gemischte Kost aus verschiedenen Salaten, Gemüse- und Obstsorten sowie Beschäftigungsfutter in Form von Körnermischungen und gelegentlich Leckereien wie Heuschrecken.
Mittlerweile wächst das noch namenlose Jungtier prächtig heran und wird immer agiler. Von der Mutter weicht sie noch nicht allzu oft, klammert sich gerne an ihr fest und lässt sich umhertragen. Die Spielereien mit ihren Schwestern werden jedoch immer ausgiebiger und toller. Für eine „richtige" Dianameerkatze fehlen noch die typischen langgezogenen Rufe und sanft schnatternden Stimmfühlungslaute, die Gruppenmitglieder ausstoßen, um den Gruppenzusammenhalt zu festigen.
Aufgrund der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes sind Dianameerkatzen in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet selten geworden. Die Tiere stehen heute unter strengem Schutz.
Diese Pressemeldung wurde bei inar.de - DER kostenlosen Internet-NachrichtenAgentuR - veröffentlicht.
Die bei inar.de veröffentlichten Meldungen werden von Unternehmen oder Agenturen eingestellt bzw. direkt oder indirekt übermittelt. Für die Korrektheit oder Vollständigkeit der darin enthaltenen Informationen übernimmt die Redaktion von inar.de keine Verantwortung.