Koala-Jungtier unterstreicht weltweit bedeutende Zucht

Veröffentlicht Donnerstag, 11. Oktober 2007

Die Koalahaltung im Zoo Duisburg ist und bleibt einmalig. Nicht nur, dass die australischen Beuteltiere nirgendwo sonst in Deutschland gehalten werden. Weltweit staunen Kollegen über die Nachzuchterfolge am Kaiserberg. 1994 trafen die ersten Tiere aus dem San Diego Zoo ein. Bis heute sind über ein Dutzend Jungtiere erfolgreich aufgezogen worden! Der Schlüssel zum Erfolg liegt zum großen Teil in einer dauerhaft gesicherten Versorgung der Koalas mit ihrer Lieblingsspeise, dem Eukalyptus, wovon sie beileibe nicht jede Art verspeisen!

Neben einer guten Logistik ist es vor allem aber auch der täglichen intensiven Versorgung der Tiere durch die Pfleger zu verdanken, dass sich die in ihrer Heimat bedrohten Kletterbeutler in Menschenobhut in bester Gesundheit befinden. Beste Voraussetzungen also, denen der erst im Frühjahr aus Edinburgh eingetroffene Zuchtmann JANNALI zusammen mit dem aufzuchterprobten Weibchen ALLORA Taten folgen ließ: gerade eben macht Duisburgs nächster Koala-Spross mit nicht einmal 350g Körpergewicht erste Geh- und Kletterversuche außerhalb des mütterlichen Beutels. In diesem Stadium sind die Jungtiere etwa 6 Monate alt, so dass es Vater JANNALI nach seinem Eintreffen offenbar eilig hatte!

Das kleine Mädchen hat bereits mit dem so genannten „pap-feeding" begonnen. Die Mutter scheidet einen besonderen Kot aus, der voll mit Bakterien ist. Diesen nimmt das Jungtier auf, um die eigene Darmflora aufzubauen. Denn nur mithilfe dieser Bakterien gelingt es einem Koalajungen, später die schwer verdaulichen Eukalyptusblätter aufzuschlüsseln.

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