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Weltweit führende Flughafenbetreiber investieren rund 2,1 Milliarden Euro in IT

Die weltweit führenden Flughafenbetreiber geben derzeit drei Milliarden US-Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro) für ihre IT aus. Hauptziel dieser Investitionen ist, Flughäfen für Passagiere noch attraktiver zu machen. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage ist dabei aber gleichzeitig die Sorge vor Einsparungen bei den IT-Budgets groß. Dies sind die Hauptergebnisse der fünften „Airport IT Trends Survey" des Luftfahrt-IT und Kommunikationsanbieters SITA, der Zeitschrift Airline Business sowie des Airport Council International (ACI).

An der jährlich durchgeführten Befragung nahmen in diesem Jahr 163 Flughäfen teil. Von ihnen gehören mehr als die Hälfte zu den 100 größten Flughafenbetreibern weltweit, bezogen auf Umsatz und Passagieraufkommen. Wie die Studie 2008 zeigt, sind für derzeit 80 Prozent der befragten Flughafenbetreiber ein besserer Service und zufriedenere Kunden der wichtigste Grund für neue Investitionen. Den gestiegenen Ansprüchen der Reisenden wollen die Flughäfen durch neue Self-Service-Dienstleistungen entgegenkommen. Hierzu gehören Self-Boarding (35 Prozent), die Abfertigung von Passagieren und Gepäck außerhalb von Flughäfen (32 Prozent) und gemeinschaftliche Gepäckaufgabeschalter (33 Prozent).

Die wirtschaftliche Rezession und damit verbundene Reduktion von Flügen stellt jedoch gleichzeitig erschwerte Rahmenbedingungen dar: Für 26 Prozent der Befragten sind mangelnde Investitionen und Budgetkürzungen die größten Hemmnisse für eine gezielte IT-Strategie. Auch der Umweltschutz stand bei der Airport IT Trends Survey 2008 erstmals auf der Agenda. So messen 67 Prozent der Befragten einer verbesserten Umweltbilanz mittlere bis hohe Priorität bei.

Bruno Frentzel, Senior Vice President, Application Services bei SITA kommentiert: „Die Umfrage belegt den starken Konkurrenzdruck, unter dem Flughäfen stehen. Nur durch ein hohes Passagieraufkommen können Flughäfen Mieter gewinnen und dauerhaft binden. Daher wollen sie die Abfertigung der Reisenden so komfortabel wie möglich gestalten und Wartezeiten auf ein Minimum reduzieren. Dafür setzen die Flughäfen auf modernste Technologie vor allem im Self-Service-Bereich." Frentzel weiter: „Auch Umweltfaktoren wie Lärmpegel und Luftqualität überwachen Flughäfen heutzutage mittels IT. Außerdem streben sie eine effizientere Energienutzung und ökologische Nachhaltigkeit von IT-Ressourcen an. Es lohnt sich, diesen Trend hin zu ‚grüneren' Flughäfen künftig weiter zu beobachten."

Flughäfen planen ihre Investitionen in IT langfristig. Dies erklärt, warum das Niveau der Investitionen in den vergangenen Jahren mit 3,4 Prozent unverändert geblieben ist. Mit nahezu drei Milliarden US-Dollar verzeichneten sie lediglich 2007 einen leichten Anstieg der Ausgaben für IT und Telekommunikation. Diese Entwicklung gilt auch für die Fluggesellschaften: Auch ihre Investitionen in IT und Telekommunikation sind im letzten Jahr nur leicht gestiegen.

Ein weiteres Ergebnis: Fast 49 Prozent aller Flughäfen glauben, dass in zwei bis fünf Jahren die meisten Passagiere eigenständig einchecken werden. Nur 27 Prozent gaben an, dass Self-Service nicht zu ihrer wichtigsten Check-In-Alternative werden wird.

47 Prozent der Flughäfen wollen zudem bis Ende 2009 CUSS (Common-Use Self-Service)-Kioske einsetzen, die von mehreren Fluggesellschaften gemeinsam für den Check-In genutzt werden können. Nur 2 Prozent der Befragten planen, keine CUSS-Kioske zu installieren. 15 Prozent der Flughäfen sind zudem der Meinung, dass die Einführung gemeinschaftlich genutzter Systeme innerhalb des vergangenen Jahres eine besondere Erfolgsgeschichte war. Kiosk-Systeme sind heute zunehmend auch über den Self-Service Check-In hinaus verbreitet. 77 Prozent aller Flughäfen wollen weitere Self-Service-Kioske einführen. 67 Prozent davon planen den Einsatz im Check-In-Bereich, zehn Prozent sehen neue Einsatzgebiete wie Transfer-Dienste, Services für fehlgeleitetes Gepäck und das Management von Störungen vor.

Umweltmaßnahmen sind an den Flughäfen ebenfalls ein Thema: Bereits 64 Prozent der Flughäfen betreiben bereits eine Lärmüberwachung und werten die Ergebnisse aus. Nur 19 Prozent wollen diesbezüglich keine Schritte einleiten. Die örtliche Luftqualität überwachen bereits 49 Prozent der Befragten. Die Mehrzahl plant außerdem Maßnahmen, beziehungsweise hat bereits Aktionen eingeleitet, um den Betriebsmittelverbrauch zu reduzieren (63 Prozent) und die Nachhaltigkeit von IT-Ressourcen zu verbessern (56 Prozent).

Die diesjährige Airport IT Trends Survey wurde jetzt anlässlich des jährlichen Treffens führender Branchenvertreter auf der ACI World Conference in Boston vorgestellt.

Über die Airport IT Trends Survey Die Airport IT Trends Survey, gesponsert von Airline Business, Airports Council International und SITA, hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einer der wichtigsten Technologiestudien der Branche entwickelt. Die Untersuchung spiegelt den aktuellen Technologiestand der Flughafenbranche und ihre Bereitschaft, neue Trends aufzunehmen wider und zeigt Bereiche auf, in denen verstärkt Investitionen stattfinden.

Die gesamte Studie ist auf CD verfügbar. Hierzu wenden Sie sich bitte an: Airline.Business@flightglobal.com. Weitere Informationen: www.flightglobal.com/airportit

Über SITA SITA ist der weltweit führende Service Provider für integrierte IT-Geschäftslösungen und Kommunikationsservices für die Luftfahrtindustrie, sowie für globale Transportunternehmen, Reiseveranstalter und Regierungsbehörden. Ziel von SITA ist es, durch eine verbesserte Infrastruktur die Effizienz in der Luftfahrt und an Flughäfen zu optimieren und so Passagieren die Reise zu erleichtern. SITA managt die komplexen Kommunikationslösungen seiner Kunden über sein weltweit umfassendes Kommunikationsnetzwerk. IT-Applikationen und -Services umfassen unter anderem Gepäck- und Schalter-Service, den Flugbetrieb, die Luft-Boden-Kommunikation sowie End-to-End Distribution via Flugzeug und Services für die Abwicklung der Transportkosten. SITA wurde 1949 als Genossenschaftsunternehmen gegründet und zählt heute über 600 Mitglieder, von Fluglinien, Flughäfen und Frachtunternehmen bis hin zu Organisationen aus Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen entwickelt seine Lösungen hauptsächlich im Auftrag seiner Eigner. Insgesamt hat SITA über 1800 Kunden in 220 Ländern und erzielte 2007 einen Umsatz von 1,42 Milliarden US-Dollar. Seit mehr als 40 Jahren ist SITA auch auf dem deutschen und österreichischen Markt erfolgreich und hier unter anderem für Lufthansa, TUI Group und den Flughafen Düsseldorf sowie Austrian Airlines und den Vienna International Airport tätig. Der deutsche Firmensitz von SITA liegt in Frankfurt/Eschborn, der österreichische in Wien. Weitere Informationen finden Sie unter: www.sita.aero

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