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Unmittelbar nach einem Sondierungsgespräch, in dem CityLine zudem weiteren Spielraum signalisiert hatte, hatte die Vereinigung Cockpit ihre Mitglieder am 22. Juli zu einem 36-Stündigen Streik bei den Regionalfluggesellschaften Lufthansa CityLine und Eurowings aufgerufen. Zuvor hatte die Gewerkschaft das Unternehmen bereits am 21. Mai, am 3. Juni und am 7. Juli dieses Jahres bestreikt.
CityLine Verhandlungsführer und Geschäftsführer Christian Tillmans wandte sich heute in einem offenen Brief an die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit: „Uns wurde Ihrerseits ein sehr hohes und umfangreiches Forderungspaket präsentiert. Schon die nur annähernde Erfüllung dieses Pakets würde es uns unmöglich machen, unseren Regionalflugbetrieb wirtschaftlich zu betreiben. Die Existenz der CityLine in ihrer heutigen Form wäre gefährdet. Wir bitten Sie, dies auch gerade vor dem Hintergrund der steigenden Treibstoffkosten, der konjunkturellen Eintrübungen und dem heftigen Wettbewerb in unserem Marktsegment zu beachten."
Tillmans sagte weiter: „Statt wieder in Verhandlungen einzutreten, lösten Sie nun vorgestern zum wiederholten Male einen Streik aus, der abermals zu erheblichen Belastungen für Kunden und Mitarbeiter sowie zu schmerzhaften wirtschaftlichen Schäden zur Unzeit für CityLine und den Lufthansa Konzern führte. Dies verringert die Verteilungs-Spielräume weiter." Das Cockpit- Gesamtvergütungsniveau von Lufthansa CityLine sei bereits heute sehr attraktiv und liege deutlich oberhalb der Konditionen der europäischen Regionalfluggesellschaften. Das Angebot der CityLine müsse auch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage des Unternehmens gewürdigt werden, erläuterte Tillmans und wies darauf hin, dass die ursprünglich geplante Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der CityLine durch den Einsatz neuer Regionalflugzeuge vom Hersteller Embraer und damit auf wettbewerbsfähiges Fluggerät nach aktuellem Stand der gescheiterten Regionalverhandlungen nicht erfolgen könne.
„Wir haben daher keinen Spielraum für die geforderte weitere, substantielle Angebotsverbesserung. Wir fordern die Vereinigung Cockpit auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und mit uns gemeinsam ein tragfähiges Ergebnis auf der Grundlage unseres Angebots zu vereinbaren. Sollten Sie dazu nicht bereit sein, sehen wir zur schnellen Beilegung des schädlichen Konflikts nur noch die Möglichkeit, gemeinsam einen unparteiischen Dritten hinzuzuziehen."
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