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GfK Gruppe mit solidem ersten Quartal ins herausfordernde Jahr 2008 gestartet

In den ersten drei Monaten 2008 erziel- te die GfK Gruppe ein zufrieden stellendes Umsatzwachstum. Während die GfK das operative Ergebnis, das EBIT sowie das Kon- zernergebnis deutlich über Vorjahresniveau steigern konnte, ent- wickelte sich das angepasste operative Ergebnis im ersten Quartal verhaltener als 2007, aber im Trend des Geschäftsjahres 2006. In den ersten drei Monaten lag das organische Umsatzwachstum bei 5,1 Prozent und damit im Rahmen der Erwartungen. Bedingt durch negative Währungseffekte in Höhe von 4,7 Prozent wuchs der ausgewiesene Umsatz um 2,6 Prozent auf 268,1 Millionen Euro. Das angepasste operative Ergeb- nis betrug 23,0 Millionen Euro (Vorjahr: 24,8 Millionen Euro). Die Marge, das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz, lag bei 8,6 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent). Der Sektor Retail and Technology hat seine Margenstärke weiter ausgebaut. Im Sektor Media erzielte die GfK ein sehr erfreuliches organisches Umsatzwachstum. Der im Vergleich zum Vor- jahresquartal moderate Start des Sektors Custom Research in das neue Jahr ist im Wesentlichen auf negative Währungseffekte sowie temporäre Ergebnisverschiebungen zurückzuführen. Die Regionen Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik erzielten ein deutlich zweistelli- ges organisches Umsatzwachstum. Im ersten Quartal des laufenden Jahres stieg das EBIT um 3,0 Prozent auf 21,5 Millionen Euro und damit stärker als der Umsatz. Gleichzeitig verbes- serte sich das Konzernergebnis deutlich um 20,9 Prozent auf 12,5 Millionen Euro. Sowohl das unverwässerte als auch das verwässerte Ergebnis je Aktie konnte um 19,2 Prozent auf 0,31 Euro gesteigert werden (Vorjahr: 0,26 Euro). Ende April 2008 war die Auftragssituation der GfK Gruppe sehr gut. Es wa- ren bereits 61,8 Prozent der für das Jahr 2008 erwarteten Umsätze ver- bucht oder im Auftragsbestand enthalten. Das hohe Vorjahresniveau von 60,6 Prozent wurde somit deutlich überschritten. Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der GfK Gruppe Im ersten Quartal 2008 verbesserte die GfK Gruppe ihren UMSATZ gegen- über dem vergleichbaren Vorjahresquartal organisch um 5,1 Prozent auf 268,1 Millionen Euro. Akquisitionen erhöhten das Wachstum um 2,2 Pro- zent. Wechselkurseffekte, die sich größtenteils aus der Aufwertung des Euro im Vergleich zum US-Dollar ergeben, reduzierten den Umsatz um 4,7 Prozent. Nach Berücksichtigung der Währungseffekte stieg der Umsatz insgesamt um 2,6 Prozent. Der Einfluss der Netto-Währungseffekte auf den Quartalsabschluss der GfK Gruppe ist indessen begrenzt, da die Wertschöpfung der GfK im Wesentli- chen in der jeweiligen lokalen Währung, in der das Unternehmen auch sei- ne Umsätze fakturiert, entsteht. Es handelt sich daher zumeist um Umrech- nungseffekte aufgrund der in Euro ausgewiesenen konsolidierten Umsätze. Die Umsatzentwicklung der GfK Gruppe im ersten Quartal war in der Ver- gangenheit aufgrund saisonalbedingter Schwankungen nicht repräsentativ für das gesamte Jahr. Das ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS (im Folgenden: Ergebnis) lag bei 23,0 Millionen Euro und damit leicht unter dem außergewöhnlich gut ver- laufenen Vorjahresquartal. Organisch verringerte sich das Ergebnis um 3,1 Prozent, während Akquisitionen das Ergebnis um 0,1 Prozent erhöhten. Darüber hinaus schmälerten Wechselkurseffekte das Ergebnis um 4,4 Pro- zent. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 20,9 Millionen Euro (Vorjahr: 20,1 Millionen Euro). Das angepasste operative Ergebnis ist aus dem operativen Ergebnis abgeleitet. Zu dessen Berechnung werden be- stimmte Aufwendungen und Erträge eliminiert. Diese als hervorgehobene Posten bezeichneten Ergebnisgrößen wirken sich nicht wesentlich auf den Cashflow aus. Die hervorgehobenen Posten beliefen sich im ersten Quartal 2008 auf insgesamt 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 Millionen Euro). Entwicklung der Sektoren Seit Jahresbeginn fokussiert die GfK Gruppe ihre Organisationsstruktur von den bislang fünf Geschäftsfeldern Custom Research, Retail and Technology, Consumer Tracking, Media und HealthCare auf die drei Sektoren Custom Research, Retail and Technology und Media. Die Berichterstattung für das erste Quartal 2008 erfolgt erstmalig für die drei Sektoren. Alle Sektoren der GfK konnten ihren Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum organisch steigern. Besonders der Sektor Retail and Technology setzte in den ersten drei Monaten seine erfolgreiche Geschäfts- entwicklung fort. CUSTOM RESEARCH: Das Angebot des Sektors Custom Research basiert auf den Informationsquellen Verbraucher und Ärzte. Er vereint die Services der ehemaligen Geschäftsfelder Custom Research, Consumer Tracking und HealthCare. Das Portfolio umfasst kontinuierlich erhobene Daten, etwa aus Haushalts- oder Ärztepanels, und exklusiv auf individuelle Fragestellungen zugeschnittene Ad-hoc-Studien. In den ersten drei Monaten erreichte der Sektor Custom Research mit ei- nem Umsatz von 173,3 Millionen Euro das hohe Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals. Der Sektor erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 2,6 Prozent. Akquisitionen steigerten das Wachstum zusätzlich um 2,7 Pro- zent. Währungseffekte schmälerten den Umsatz um 5,4 Prozent. Das Er- gebnis betrug 5,6 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro). Es liegt da- mit 3,2 Millionen Euro unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal. Insge- samt erreichte der Sektor Custom Research eine Marge von 3,2 Prozent. Der Auftragsbestand des Sektors Custom Research übertraf per Ende April den Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums von 57,0 Prozent und erreichte 57,7 Prozent. Der Sektor Custom Research fokussiert sich verstärkt auf große, globale Projekte, die teilweise einen längeren Verhandlungszeitraum benötigen. Des Weiteren setzte sich in der Gesundheitsbranche im ersten Quartal 2008 der Trend gedämpfter Marktforschungsbudgets in der Pharmaindustrie fort. Dies führte vor allem bei den britischen und US-amerikanischen Geschäfts- einheiten zu einer verhaltenen Ergebnisentwicklung. Durch die Übernahme der Blue Moon Group in Australien und der Bilesim International in der Türkei baute der Sektor seine Marktposition in den Re- gionen Asien und Pazifik sowie Zentral- und Osteuropa weiter aus. RETAIL AND TECHNOLOGY: Im Sektor Retail and Technology ist der Handel die Quelle der Daten. Kunden werden mit Informations- und Beratungs- dienstleistungen versorgt, die auf kontinuierlichen Erhebungen und Analy- sen der Umsätze von Gebrauchsgütern und Dienstleistungen im Einzelhan- del in über 70 Ländern basieren. Die Services umfassen regelmäßig er- scheinende Studien zu den Marktsegmenten Bürokommunikation, Fototech- nik und Optik, elektrische Haushaltsgeräte, Informationstechnologie, Tele- kommunikation, Sportausrüstung, Tourismus sowie Unterhaltungselektronik und -medien. In den ersten drei Monaten dieses Jahres erzielte der Sektor Retail and Technology eine Umsatzsteigerung von 11,4 Prozent auf 63,5 Millionen Euro. Das Umsatzplus resultierte vollständig aus einem organischen Um- satzwachstum. Der Sektor erreicht damit die höchste organische Wachs- tumsquote aller Sektoren. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 2,0 Pro- zent, während Währungseffekte den Umsatz um 2,1 Prozent schmälerten. Die Geschäftstätigkeit von Retail and Technology verlief weltweit sehr er- folgreich. Der anhaltende Geschäftserfolg kann auf die konsequente Umset- zung der Strategie eines weltweiten Netzwerks auf Grundlage des global eingesetzten Produktions- und Reportingsystems StarTrack zurückgeführt werden. Das Ergebnis wuchs überproportional um 13,3 Prozent auf 12,7 Millionen Euro. Mit einem Wert von 20,0 Prozent erreichte Retail and Tech- nology die höchste Marge aller Sektoren. Die Marge konnte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (19,7 Prozent) nochmals verbessert wer- den. MEDIA: Informationsservices zu Reichweiten, Intensität und Art der Nut- zung von Medien und Medienangeboten sowie zu deren Akzeptanz in über 20 Ländern Europas und in den USA bietet der Sektor Media. Das Angebot richtet sich an Kunden aus Medienunternehmen, Agenturen und der Mar- kenartikelindustrie. Es beinhaltet sowohl kontinuierliche als auch spezielle, einmalig durchgeführte Studien und Analysen. Die Quelle der Informationen für den Sektor Media sind die Medien Fernsehen, Hörfunk, Print, Außen- werbung und Online. Das organische Umsatzwachstum des Sektors Media betrug sehr erfreuliche 8,0 Prozent. In Belgien wurde der Vertrag zur Fernsehreichweitenforschung im ersten Quartal 2008 um drei Jahre verlängert, in Großbritannien konnte der „BBC Cross Media"-Vertrag um ein weiteres Jahr erneuert werden. So- mit bildet ein gut gefülltes Auftragsbuch die Grundlage für das überpropor- tionale Wachstum des Sektors. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 5,8 Prozent, so dass der Sektor seinen Umsatz insgesamt um 2,2 Pro- zent auf 30,2 Millionen Euro steigerte. Das Ergebnis lag mit 5,4 Millionen Euro, trotz höherer Belastungen aus Währungseffekten, annähernd auf Vorjahresniveau (5,6 Millionen Euro). Die Marge belief sich auf 17,9 Pro- zent. Entwicklung der Regionen Die GfK Gruppe unterteilt ihre geschäftlichen Aktivitäten in die Regionen Deutschland, Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika, Zentral- und Osteuropa, Nordamerika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik. In den Wachstumsregionen Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik sowie Lateinamerika konnte die GfK ihre Marktpositionen weiter ausbauen und hervorragende Entwicklungen verzeichnen. In DEUTSCHLAND, der Region mit dem zweitgrößten Umsatzanteil, erzielte die GfK in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine abermals sehr gute Umsatzsteigerung auf 67,5 Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2007 konnte das organische Umsatzwachstum um 4,7 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 3,5 Prozent). Die GfK Gruppe ist unangefochtener Marktführer in Deutschland. WESTEUROPA/MITTLERER OSTEN/AFRIKA blieb mit einem Umsatz von 109,6 Millionen Euro die Region mit dem höchsten Umsatzbeitrag (Vorjahr: 107,9 Millionen Euro). Das organische Umsatzwachstum betrug 3,3 Prozent. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 2,0 Prozent. Währungseffekte wirk- ten sich mit 3,8 Prozent negativ auf den Umsatz aus. Im ersten Quartal 2008 stieg der Umsatz der Region ZENTRAL- UND OST- EUROPA um insgesamt 20,5 Prozent auf 18,6 Millionen Euro. Das organi- sche Umsatzwachstum erreichte 18,6 Prozent. Wechselkurseffekte erhöhten den Umsatz um 0,2 Prozent und Akquisitionen um 1,7 Prozent. Die GfK-Unternehmen in der Region NORDAMERIKA erwirtschafteten in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 49,6 Millionen Euro (Vorjahr: 58,8 Millionen Euro). Organisch verringerte sich der Umsatz um 2,3 Prozent. Der organische Umsatzrückgang in dieser Region kann maß- geblich auf die Entwicklung des HealthCare-Geschäfts zurückgeführt wer- den. Die US-amerikanische Pharmaindustrie kämpft mit Umsatzeinbrüchen bedingt durch Generika, mit der nur schleppenden Freigabe neuer, paten- tierter Produkte durch die F.D.A sowie mit zahlreichen Überprüfungen unter politischen als auch regulatorischen Aspekten. Der hieraus für die Pharma- industrie entstehende Kostendruck führt unter anderem zu Kürzungen von Marktforschungsbudgets. Der im Vergleich zum Vorjahresquartal schlechteren Auftragssituation wird durch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen der relevanten HealthCare-Geschäftseinheiten Rechnung getragen. Hierbei werden redundante Strukturen beseitigt und operative Funktionen zusammengelegt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2008 beschleunigte sich der Wäh- rungsabschwung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Dies führte zu nega- tiven Wechselkurseffekten in Höhe von 13,3 Prozent. In anderen nordame- rikanischen Geschäftsbereichen gab es bislang keine Anzeichen dafür, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Nachfrage nach Marktfor- schungsdienstleitungen dämpften. Die Region LATEINAMERIKA entwickelte sich im ersten Quartal 2008 mit einer Umsatzsteigerung von 27,6 Prozent auf 6,8 Millionen Euro sehr dyna- misch. Mit einem organischen Wachstum von 26,3 Prozent erreichten die GfK-Unternehmen in dieser Wachstumsregion die höchste organische Wachstumsquote weltweit. Wechselkurseffekte erhöhten den Umsatz um 1,3 Prozent. Der Umsatz in der Region ASIEN UND PAZIFIK erhöhte sich insgesamt um 39,2 Prozent auf 16,0 Millionen Euro. Aus organischem Umsatzwachstum resultierten 14,6 Prozentpunkte. Auch im ersten Quartal 2008 baute die GfK ihre Marktposition in der Region durch weitere Akquisitionen aus: Akquisiti- onen erhöhten dagegen den Umsatz um 28,8 Prozent. Wechselkurseffekte schmälerten das Umsatzwachstum um 4,1 Prozent. Ausblick Die folgenden Aussagen beziehen sich ausschließlich auf die GfK Gruppe und stellen keine Prognose für den geplanten „Merger of Equals" zwischen der GfK und TNS dar. Die Verhandlungen sind zum Zeitpunkt der Quartals- berichtsveröffentlichung noch nicht abgeschlossen, so dass keine verlässli- chen Aussagen getroffen werden können. Die GfK begrüßt die Bereitschaft des Managements von TNS, Verhandlungen zu diesem Zusammenschluss zu führen, und erwartet, auch durch das positive Signal des GfK-Nürnberg e.V. diesen Zusammenschluss zu fördern, eine breite Unterstützung der freien Aktionäre. Angesichts der laufenden Verhandlungen über den Zusammenschluss wer- den weder die Ziele für die Sektoren noch sonstige zukunftsgerichtete Aus- sagen aus dem Geschäftsbericht 2007 der GfK bestätigt, wiederholt oder aktualisiert. Im Hinblick auf die sich aus dem Zusammenschlussvorhaben ergebenen Einschränkungen macht die GfK folgende Aussagen zum Aus- blick für das Jahr: Die GfK ist überzeugt, dass es sich aufgrund ihres ausgewogenen Ge- schäftsportfolios auch bei einer rückläufigen Entwicklung der Weltwirtschaft gut entwickeln wird. Die GfK erwartet, ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2008 mit den zum Jahres- beginn konsolidierten Unternehmen organisch um mehr als 5,5 Prozent zu steigern und damit wiederum schneller als der Markt zu wachsen. Auswir- kungen von Wechselkursveränderungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Auftragslage der GfK Gruppe entwickelte sich in den ersten vier Mona- ten 2008 positiv. Das Auftragsbuch, Summe aus bereits fakturierten Aufträ- gen und dem noch das Jahr 2008 betreffenden, gesicherten Auftragsbe- stand, deckt per Ende April schon 61,8 Prozent des zu erwartenden Jahres- umsatzes ab (2007: 60,6 Prozent). Dies entspricht einer Verbesserung von 1,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die GfK plant bis zum Ende des Jahres 2008, einen Großteil des freien Cashflows zum Ausbau des eigenen Netzwerks und zur Reduzierung der Nettoschulden zu verwenden. Die GfK geht davon aus, dass die hervorgehobenen Posten im Jahr 2008 in einer Bandbreite von 20 bis 25 Millionen Euro liegen werden. Der Finanz- aufwand soll auf rund 20 Millionen Euro netto sinken. Seitdem in Deutschland die Unternehmensteuerreform 2008 in Kraft getre- ten ist, gelten geänderte steuerliche Vorschriften. Die GfK rechnet nicht damit, dass die neue Gesetzeslage zu einer Senkung der Steuerlast führt. Der Einfluss der deutschen Steuerquote auf die Konzernsteuerquote ist darüber hinaus begrenzt. Der GfK-Konzern strebt eine Steuerquote von unter 30 Prozent an.

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