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Gutachten bestätigt Sicherheitskonzept der CO-Pipeline

Das Sicherheitskonzept der im Bau befindlichen Kohlenmonoxid-Leitung von Dormagen nach Krefeld-Uerdingen ist durch ein weiteres Gutachten bestätigt worden. Der vereidigte Sachverständige Dr. Manfred Veenker kommt in seiner im Auftrag der Stadt Duisburg entstandenen Analyse zu dem Schluss, dass die CO-Pipeline sowohl den deutschen als auch den niederländischen Sicherheitsstandards entspricht. Zuvor hatten bereits Sachverständige des TÜV die Sicherheit der Pipeline in verschiedenen Gutachten bestätigt.

In seiner strukturellen Zuverlässigkeitsanalyse (SRA) erklärt Dr. Veenker, dass nach deren Kriterien "ein Betrieb der Leitung mit 13,5 bar auf jeden Fall zulässig" sei. Gleiches gelte auch für eine quantitative Risikoanalyse nach niederländischem Vorbild, mit der das Risiko für die Bevölkerung im Umfeld der Leitung ermittelt werde. Hierzu Veenker: "Dabei zeigt sich, dass für die CO-Leitung sowohl der Grenzwert für das individuelle Risiko als auch der Grenzwert für das gesellschaftliche Risiko auf gesamter Leitungslänge eingehalten werden." Sein Fazit: "Das von der Leitung ausgehende Risiko ist nach diesen Ergebnissen als zulässig zu beurteilen." Die Wahrscheinlichkeit eines mechanischen Versagens der Pipeline durch Überbeanspruchung tendiert laut Gutachten gegen Null.

Ausführlich analysiert Veenker auch die Möglichkeit von äußeren Einwirkungen durch Bautätigkeiten auf die Pipeline. Er gibt an, dass an 50 Stellen auf Duisburger Stadtgebiet die Grenzwerte der SRA dann verletzt wären, falls sämtliche Schutzeinrichtungen vernachlässigt würden. Tatsache ist jedoch, dass entlang der gesamten Trasse jeweils ein Bündel von Schutzmaßnahmen wirkt. Das gilt auch für die genannten 50 Stellen in Duisburg.

Das Sicherheitskonzept sieht eine effektive Kombination aus mehreren Schutzeinrichtungen vor. Die Leitung ist auf der gesamten Länge durch Schilderpfähle gekennzeichnet. Wo die Pipeline in offener Bauweise entsteht, weisen zusätzlich farbige Trassenwarnbänder und die sogenannte Geo-Grid-Matte darauf hin, dass sich unter ihnen eine Leitung befindet. Bei geschlossener Bauweise ist die Pipeline tiefer verlegt als 1,40 Meter. Zusätzlich liegen oberhalb der Pipeline zwei Datenkabel, deren Beschädigung sofort Alarm auslösen würde. Bayer MaterialScience ist ferner verpflichtet, die Pipeline-Trasse regelmäßig zu überfliegen und zu begehen, um etwaige Bautätigkeiten festzustellen.

Die Wirksamkeit einzelner Schutzeinrichtungen wird im Veenker-Gutachten nicht bewertet. Allerdings haben die Stadt Duisburg und Bürgerinitiativen einen Feldversuch mit einem Bagger unternommen, bei dem zwar ein Geo-Grid-Netz, nicht aber die signalfarbenen Trassenwarnbänder zum Einsatz kamen. Damit ist die Testanordnung schon im Ansatz fehlerhaft, weil die optische Schutzwirkung - wie vom TÜV bestätigt - nur in Kombinationen beider Elemente voll wirksam ist.

"Wir sind von der Warnwirkung des Netzes in Verbindung mit den gelben Trassenwarnbändern überzeugt. Das bestätigt auch der TÜV und ist in dieser Form zudem Bestandteil des gültigen Planfeststellungsbeschlusses", erklärt Projektleiter Werner Breuer von Bayer MaterialScience. Die Bezirksregierung habe auch festgestellt, dass das Verlegen von Geo-Grid-Matten über den Stand der Technik im Rohrleitungsbau hinausgehe.

Bayer hat seit Jahrzehnten Erfahrung im Umgang mit Kohlenmonoxid wie auch mit Pipelines, die als das sicherste Transportmittel für die meisten flüssigen und gasförmigen Stoffe gelten. Diese Erfahrungen sind in die Planung und den Bau der CO-Pipeline eingeflossen. Auf dieser Basis wurde für die neue Rohrfernleitung zwischen Dormagen und Krefeld ein umfassendes Konzept aus technischen und organisatorischen Maßnahmen erarbeitet und unter anderem vom TÜV begutachtet. Es gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit, das über die gesetzlichen Vorschriften hinausgeht.

Über Bayer MaterialScience: Mit einem Umsatz von 10,4 Milliarden Euro im Jahr 2007 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2007 etwa 15.400 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

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