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Kamerahersteller Leica erneut in der Krise - Rote Zahlen im laufenden Geschäftsjahr erwartet

Die hessische Leica AG ist nach einer kurzen Phase der Erholung wieder in die Krise geraten. Wie das in Hamburg erscheinende manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstag: 25. April 2008) berichtet, wird der traditionsreiche Kamerahersteller für das am 31. März zu Ende gegangene Geschäftsjahr einen leicht gestiegenen Umsatz (rund 170 Millionen Euro) und lediglich einen schmalen Gewinn ausweisen. Für das erste Halbjahr 2007/2008 hatte das in Solms bei Wetzlar ansässige Unternehmen noch ein Ergebnis von 6,5 Millionen Euro verzeichnet. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen Insider, so das Magazin, mit deutlich roten Zahlen.

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung ist die Folge des Missmanagements von Ex-Leica-Chef Steven K. Lee. Der chinesischstämmige Amerikaner hat Mitarbeiter demotiviert, Händler vergrault, Zulieferer verärgert und Kunden verunsichert. Unter anderem beschimpfte er seine Untergebenen mit Verbalinjurien wie „fucking people" und „disabled farmers". Fachhändler ließ Lee wissen, dass er künftig ohne sie auskommen wolle.

Am 19. Februar wurde Lee nach 15-monatiger Amtszeit als Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung von seinem Amt abberufen. Die Nachfolge trat Leica-Mehrheitseigentümer Andreas Kaufmann an.

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