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GfK: Ergebnisse des GfK Ärzteklima-Index für das vierte Quartal 2007
Die Grundstimmung unter den Ärzten
hat sich im vierten Quartal des vergangenen Jahres weiterhin
leicht gebessert. Der GfK Ärzteklima-Index legte im Vergleich zu
den vorherigen drei Monaten zu und liegt jetzt bei minus fünf Zäh-
lern. Damit hält der positive Trend bereits seit einem Jahr an. Al-
lerdings zeigt sich auch, dass die Ärzte die Zukunftsaussichten des
deutschen Gesundheitssystems skeptisch bewerten und von Ver-
schlechterungen sowohl für die Patienten als auch für ihre eige-
nen Arbeitsbedingungen ausgehen.
Der Index konnte im Vergleich zu den drei vorherigen Quartalen mit vier
Punkten eine deutlichere Steigerung verzeichnen. Der Stimmungsverlauf,
wenn es um eine jeweils aktuelle Einschätzung der Lage geht, steht dabei
in einem direkten Zusammenhang mit den kontroversen Diskussionen in
der Öffentlichkeit und schließlich der Einigung über die Gesundheitsreform.
Hingegen haben sich die Zukunftsaussichten der Ärzte in den vorangegan-
genen sechs Monaten stabilisiert. Im vierten Quartal 2007 sind sie leicht auf
minus 14 Punkte gesunken. Allerdings bewerten die Ärzte damit die Lage
insgesamt immer noch positiver als vor einem Jahr.
Rahmenbedingung bekommen schlechte Noten
Werden die Indikatoren des GfK-Ärzteklima-Index gesondert betrachtet,
entsteht ein differenziertes Meinungsbild. Aus Sicht der Ärzte verfügt
Deutschland über eine hohe Qualität im Bereich der medizinischen Behand-
lung. Jedoch schätzen sie die allgemeinen Rahmenbedingungen sowie die
Arbeitsbedingungen sowohl in der Gegenwart als auch für die Zukunft als
schlecht ein. Zudem gehen die Mediziner davon aus, dass sich die Behand-
lungsmöglichkeiten und das Niveau für Kassenpatienten zum Negativen
entwickeln werden. Dementsprechend unzufrieden sind die Patienten im
Augenblick mit der Gesundheitspolitik - eine Trendwende ist nicht in Sicht.
Weitaus positiver sind die Patienten auf die Ärzte zu sprechen. Nur ein klei-
ner Anteil beklagt, dass der Arzt zu wenig Zeit für sie hat. Dies liegt aber nicht zuletzt daran, dass zwei von drei Ärzten 50 Stunden und mehr pro
Woche arbeiten. Allerdings stoßen die Patienten an ihre finanziellen Gren-
zen. Im vergangenen Jahr stagnierte mit zehn Prozent der Anteil der so
genannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGel) an den ärztlichen
Leistungen. Ein ganz wesentlicher Grund hierfür liegt darin, dass sich viele
Patienten diese Angebote einfach nicht leisten können.
Ihre eigene wirtschaftliche Lage bewerten die Ärzte nach wie vor als
schwierig. Im Vergleich mit dem 3. Quartal 2007 sowie mit dem Vorjahres-
quartal zeigt sich jedoch eine leichte Verbesserung. Was Praxisauslastung
und finanzielle Rücklagen angehen, so sehen die Ärzte für die Zukunft we-
der positive noch negative Veränderungen auf sie zukommen. Dennoch
rechnen sie insgesamt damit, dass sich die wirtschaftliche Lage der Praxis
verschlechtern wird.
Zeichen stehen auf Sparen
Alle Zeichen im deutschen Gesundheitssystem stehen bereits jetzt auf Spa-
ren - eine Entwicklung, die sich nach Meinung der Ärzte noch weiter ver-
schärfen wird. Daher stehen sie auch den am Gesundheitswesen beteiligten
Akteuren, dazu gehören unter anderem Politiker, Krankenkassen, kassen-
ärztliche Vereinigungen und Verbände, überwiegend kritisch gegenüber.
Eine Ausnahme bildet die Pharma-Industrie. Nicht nur dass die Ärzte mit
deren Produkten sehr zufrieden sind, sie schätzen auch in einem hohen
Maß das aktive Angebot von Fortbildungen durch die Unternehmen. Insge-
samt sind 82 Prozent der Ärzte dieser Meinung. Ein ebenfalls überwiegend
positives Bild haben die Mediziner von Webseiten von Pharmaunternehmen,
die sie allerdings eher selten nutzen. Auch der Besuch von Fortbildungsan-
geboten verschiedener Anbieter im Internet zählt noch nicht zum Standard
unter Ärzten. Eine Ursache ist sicherlich die Qualität, die nach ihrer Mei-
nung einen deutlichen Spielraum zur Verbesserung bietet.
Zur Studie
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK Ärzteklima-Index" und
basieren auf vierteljährlichen Onlinebefragungen von aktuell insgesamt 424
Allgemeinmedizinern und Internisten in Deutschland. Dieses von der GfK
HealthCare entwickelte Stimmungsbarometer dient zur Bewertung des
deutschen Gesundheitssystems aus Sicht der Ärzte
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