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GfK Gruppe blickt auf Rekordjahr in der Unternehmensgeschichte

Die GfK Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 zurück. Ein neuer Umsatzrekord, ein höheres operatives Ergebnis, ein deutlich gesteigertes Konzernergebnis und ein ausgezeichneter Cashflow belegen, dass Deutschlands größtes Marktforschungsunternehmen und die Nummer 5 weltweit hervorragend aufgestellt ist. Die GfK Gruppe versteht sich als ein Full-Service-Institut, das Informationen zum Konsum und zu den Konsumenten ermittelt. Damit liefert sie das grundlegende Wissen, das die GfK Kunden benötigen, um ihre Marktchan- cen zu verbessern. Auch im vergangenen Jahr wurde das Netzwerk durch gezielte Akquisitionen ausgebaut. Mit mittlerweile über 9.000 Beschäftigten und 115 operativen Unternehmen, die über 100 Länder abdecken, gewinnt die GfK deutlich in der Marktforschungsbranche an Profil. Damit die Aktionäre vom wachsenden Unternehmenserfolg profitieren, schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 21. Mai 2008 eine deutliche Dividendenerhöhung um 25,0 Prozent von 0,36 auf 0,45 Euro je Aktie vor. Es handelt sich um die achte Erhöhung der Dividende seit dem Börsengang im Jahr 1999 und um die mit Abstand größte Stei- gerung. Umsatz und Ergebnis Die GfK steigerte ihren UMSATZ im Jahr 2007 um 49,9 Millionen Euro (+4,5 Prozent) auf 1.162,1 Millionen Euro. Das ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS erhöhte sich von 150,5 Millionen um 4,7 Prozent auf 157,6 Millionen Euro. Die Marge wuchs auf den sehr guten Wert von 13,6 Prozent nach 13,5 Prozent im Vorjahr. Im Vergleich mit den direkten Wettbewerbern ist die GfK Gruppe hier absolut führend und liegt unangefochten an der Spitze. Das angepasste operative Ergebnis ist die Steuerungsgröße zur Messung des Unternehmenserfolgs der GfK. Die Überleitung vom angepassten opera- tiven Ergebnis zum operativen Ergebnis erfolgt über die Berücksichtigung der hervorgehobenen Posten, die vom angepassten operativen Ergebnis abzuziehen sind. In den HERVORGEHOBENEN POSTEN sind Zu- und Abschreibungen auf aufge- deckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 30,1 Millio- nen Euro (2006: 22,5 Millionen Euro) enthalten. Hierbei handelt es sich um den Saldo aus regulären Abschreibungen in Höhe von 14,8 Millionen Euro, Impairments (Wertminderungen) und Wertaufholungen in Höhe von 15,3 Millionen Euro. Darüber hinaus enthalten die hervorgehobenen Posten Auf- wendungen für Mitarbeiteroptionen und langfristige variable Entlohnungs- systeme in Höhe von 1,7 Millionen Euro (2006: 2,9 Millionen Euro) sowie verbleibende sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. Saldiert betragen diese plus 10,6 Millionen Euro (2006: minus 2,6 Millionen Euro). Das OPERATIVE ERGEBNIS erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 Millionen Euro (15,1 Prozent) auf 136,4 Millionen Euro. Die PERSONALKOSTENQUOTE , die das Verhältnis der Personalaufwendungen zum Umsatz ausdrückt, blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bei 40,0 Prozent. Absolut betrugen die Personalaufwendungen 465,2 Millio- nen Euro (2006: 442,3 Millionen Euro). Die ABSCHREIBUNGEN betragen nach Saldierung mit den Zuschreibungen 59,7 Millionen Euro (2006: 51,2 Millionen Euro). Die darin enthaltenen planmäßigen Abschreibungen, insbesondere auf Software und Geschäfts- ausstattung, fielen leicht von 45,5 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 44,2 Millionen Euro. Die GfK Gruppe steigerte ihr EBIT deutlich um 14,3 Prozent von 121,9 Milli- onen Euro im vergangenen Jahr auf 139,4 Millionen Euro im Jahr 2007. Das BETEILIGUNGSERGEBNIS verringerte sich geringfügig von 3,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,0 Millionen Euro im Jahr 2007. Das aus sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen saldierte SONSTIGE FINANZERGEBNIS betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr minus 22,3 Millio- nen Euro. Dies bedeutet eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von minus 28,4 Millionen Euro. Grund für den Rück- gang sind die Reduktion des Zinsaufwands wegen der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten sowie ein positives Ergebnis aus derivativen Finanz- instrumenten. Insgesamt führt dies zu einer deutlichen Erhöhung des ERGEBNISSES AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT von 93,5 Millionen Euro um 25,2 Prozent auf 117,1 Millionen Euro im Jahr 2007. Die ERTRAGSTEUERQUOTE verringerte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals von 23,8 Prozent auf 21,9 Prozent. Im Jahr 2007 führten vor allem drei Faktoren zu der reduzierten Steuerquote: das steuerfreie Ergebnis aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den außerge- richtlichen Vergleichsverhandlungen mit UBM, Steuererträge, die sich auf Vorjahre beziehen, sowie die Verringerung des Steuersatzes für Ertragsteu- ern in einigen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. Die GfK Gruppe steigerte somit das KONZERNERGEBNIS von 71,2 Millionen Euro im Vorjahr um 20,2 Millionen Euro auf 91,4 Millionen Euro im Jahr 2007. Dies entspricht einem Anstieg von 28,3 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg von 1,86 Euro im Vorjahr auf 2,33 Euro in diesem Jahr.Vermögens- und Kapitalsituation Trotz der Ausweitung des Geschäfts verringerte sich die BILANZSUMME der GfK Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 25,4 Millionen Euro auf 1.470,8 Millionen Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Rückgang des langfristi- gen Vermögens in Höhe von 32,5 Millionen Euro vor allem in einer wäh- rungsbedingten Reduktion der Geschäfts- oder Firmenwerte, die in US- Dollar oder in britischen Pfund geführt werden, sowie in der Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte begründet. Die Veränderung des kurzfris- tigen Vermögens setzt sich im Wesentlichen aus einem Aufbau der Forde- rungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen Ertragsteu- erforderungen zusammen. Die Veränderungen auf der Passivseite sind erneut geprägt von der Abnah- me langfristiger Finanzverbindlichkeiten um 79,3 Millionen Euro (2006: 68,3 Millionen Euro). Insgesamt wurden im Berichtsjahr Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 74,2 Millionen Euro getilgt. Die ebenfalls in den lang- und kurz- fristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Kaufpreisver- pflichtungen aus künftigen Anteilserwerben stiegen um 8,8 Millionen Euro auf 70,2 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist ganz überwiegend bedingt durch die positive Geschäftsentwicklung der betroffenen Gesellschaften. Die EIGENKAPITALQUOTE zum 31. Dezember 2007 beläuft sich nach 31,2 Prozent im Vorjahr auf 34,6 Prozent. Investitionen und Finanzierung Im Jahr 2007 gab die GfK 73,7 Millionen Euro für INVESTITIONEN aus (2006: 56,6 Millionen Euro). Die Ausgaben betrafen im Wesentlichen mit 49,2 Milli- onen Euro die Anschaffung von Software, Geschäftsausstattung und ande- ren Sachanlagen und mit 22,8 Millionen Euro den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten. Mit dem CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT in Höhe von 168,1 Millionen Euro (2006: 110,3 Millionen Euro) wurden die laufenden Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in vollem Umfang finanziert. Das Working Capital nahm im Jahr 2007 trotz Ausweitung des Umsatzes um 12,8 Millionen Euro ab. Hier zeigen sich deutlich die positiven Effekte aus den ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals sowie die insgesamt hohe Cash Conversion Rate, also das Verhältnis zwischen dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und EBITDA. Nach Berücksichtigung der Ausgaben für Erhaltungs- und Ersatzinvestitio- nen in Höhe von 49,2 Millionen Euro ergab sich ein FREIER CASHFLOW von 118,9 Millionen Euro (2006: 67,7 Millionen Euro). Damit konnten im abge- laufenen Geschäftsjahr die getätigten Akquisitionen finanziert werden. Der danach verbleibende Cashflow wurde zur Rückzahlung von Bankkrediten genutzt. Die NETTOVERSCHULDUNG , ermittelt als Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz- fristigen Wertpapierbeständen abzüglich der zinstragenden Verbindlichkei- ten und Pensionsrückstellungen, konnte um 69,6 Millionen Euro auf 472,9 Millionen Euro reduziert werden. Maßgeblich für diesen Rückgang war die Rückzahlung von Bankkrediten. Das GEARING , das heißt das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapi- tal, sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 92,8 Prozent (2006: 116,3 Prozent). Dieser positive Trend zeigt sich ebenso im Verhältnis von Netto- verschuldung zu den Finanzkennzahlen EBIT, EBITDA und freiem Cashflow. Alle drei Kennzahlen gingen im Berichtsjahr erheblich zurück. Damit hat die GfK Investment Grade Kreditqualität. Auf dieser Basis kann sich die Gesell- schaft günstig refinanzieren und damit als aktiver Partner potentielle Akqui- sitionen angehen. Geschäftsfelder: neue Bestmarken in Umsatz und Ergebnis CUSTOM RESEARCH : Das Geschäftsfeld Custom Research konnte trotz eines schwierigen Markts in den USA sowie Großbritannien seinen Umsatz weiter ausbauen. Mit 538,2 Millionen Euro erreichte das umsatzstärkste Geschäfts- feld der GfK Gruppe eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Pro- zent. Die Umsätze des Geschäftsfelds lagen in jedem Quartal über dem Vorjahr; insbesondere im letzten Quartal 2007 konnte der Abstand gegen- über 2006 deutlich ausgebaut werden. Das organische Wachstum erreichte einen Wert von 4,5 Prozentpunkten. Akquisitionen trugen zum Wachstum 1,7 Prozentpunkte bei. Wechselkurseffekte beeinflussten das Gesamtwachs- tum mit minus 2,2 Prozentpunkten. Das Ergebnis des Geschäftsfelds betrug 42,9 Millionen Euro und lag damit leicht unter dem des Vorjahrs. Während das akquisitionsbedingte Wachstum einen Anstieg von 1,4 Prozentpunkten aufweisen konnte, hatte die organi- sche Entwicklung einen Rückgang von 0,8 Prozentpunkten zu verzeichnen. Zusätzlich trugen Wechselkurseinflüsse mit 1,6 Prozentpunkten zum gering- fügigen Ergebnisrückgang bei. Die leicht negative Abweichung zum Vorjahr ist auf das Ergebnis im zweiten Quartal 2007 zurückzuführen, welches im Wesentlichen durch nicht erfolgte Vertragsverlängerungen im syndizierten Geschäft der Automobilmarktforschung entstanden war. Erfreulicherweise konnte das Geschäft insgesamt jedoch wieder anziehen. Daher wurde auf- grund der im zweiten Halbjahr 2007 erwirtschafteten Gewinne das Vorjah- resniveau fast wieder erreicht. Das Geschäftsfeld erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Marge von 8,0 Prozent. RETAIL AND TECHNOLOGY : Mit dem in der GfK Gruppe höchsten Gesamt- wachstum von 10,8 Prozent konnte der Geschäftsfeldumsatz auf 260,8 Mil- lionen Euro erhöht werden. Auf das organische Umsatzwachstum entfielen dabei 11,6 Prozentpunkte, was den Spitzenwert unter allen fünf Geschäfts- feldern der GfK darstellte. Konsolidierungseffekte waren nur von unterge- ordneter Bedeutung. Wechselkurseinflüsse reduzierten das Wachstum um 1,4 Prozentpunkte. Die konsequent umgesetzte Strategie eines weltweiten Netzwerks, basierend auf dem als Produktions- und Reportingsystem mitt- lerweile global eingesetzten Instrument StarTrack, ist die Plattform für den fortgesetzten Erfolg. Den Kundenwünschen nach harmonisierten, globalen und zeitnahen Berichten insbesondere zu technischen Konsumgütern ent- spricht Retail and Technology mit einem zunehmend breiteren Angebot. Das Geschäft verlief weltweit sehr erfreulich. Auch beim Geschäftsfeldergebnis wurde der höchste Zuwachs innerhalb des GfK Konzerns erzielt. Es stieg um 13,8 Prozent auf 67,3 Millionen Euro. Dies war insbesondere auf das organische Wachstum in Höhe von 14,5 Prozent- punkten zurückzuführen. Akquisitionsbedingte Veränderungen zum Vorjahr waren auch beim Ergebnis von nachrangiger Bedeutung. Die Auswirkungen durch Wechselkurse schlugen sich mit minus 1,0 Prozentpunkten nieder. Die Marge hielt mit 25,8 Prozent weiterhin die Spitzenposition unter den fünf Geschäftsfeldern und lag damit sogar über dem hohen Niveau des Vorjahres. CONSUMER TRACKING : Das Geschäftsfeld konnte seinen Umsatz um 3,2 Pro- zent auf 102,9 Millionen Euro anheben. Der Zuwachs war, neben kleineren Wechselkurseffekten, ausschließlich organischen Ursprungs. Insbesondere auf dem deutschen Markt konnte die GfK mit innovativen Produkten und dem Standard-Panelgeschäft ihre Führungsrolle ausbauen. Neben der Ge- winnung von Neukunden wurde zusätzlich mit dem neuen Beratungsteam „Advanced Business Solutions" das Geschäft mit bestehenden Kunden signi- fikant erhöht. Außer in Deutschland war vor allem auch in vielen osteuropä- ischen Ländern die Entwicklung sehr dynamisch. Dem kontinuierlich stei- genden Bedürfnis der Kundschaft nach Fact-based Consultancy wurde aktiv mit maßgeschneiderten Studien entsprochen.Der Ergebnisanstieg des Geschäftsfelds Consumer Tracking betrug 10,2 Prozent. Das Ergebnis wuchs dadurch auf 8,6 Millionen Euro an. Die Steige- rung resultierte rein aus dem organischen Ergebniswachstum. Neben den gestiegenen Umsätzen trugen auch die Zunahme renditestarker, panelba- sierter Studien sowie der kontinuierliche Ausbau der Online-Stichproben zum Ergebnisanstieg bei. Die Marge konnte von den 7,9 Prozent des Vor- jahres auf 8,4 Prozent gesteigert werden. MEDIA : Der Umsatz des Geschäftsfelds erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 124,5 Millionen Euro. Das organische Wachstum belief sich auf 10,1 Pro- zentpunkte. Der deutliche organische Zuwachs war in erhöhtem Maße auf große Aufträge in den Regionen Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie Nordamerika zurückzuführen. Im Bereich der Mediennutzung konnten wie- der Mehrjahresverträge, unter anderem in den Niederlanden, Rumänien und der Ukraine, neu gewonnen oder verlängert werden. In den Niederlanden ist der seit 1964 bestehende Vertrag zur Fernsehreichweitenforschung um weitere drei Jahre verlängert worden. Derartige Aufträge bilden mit den bereits bestehenden Verträgen das Fundament für das weitere Umsatz- wachstum des Geschäftsfelds. Insbesondere der schwache US-Dollar führte jedoch dazu, dass das Gesamtwachstum durch die Wechselkurseffekte eine Absenkung um 3,7 Prozentpunkte auffangen musste. Mit einem Plus von 1,3 Prozent steigerte das Geschäftsfeld Media sein Er- gebnis auf 25,7 Millionen Euro. Das organische Wachstum betrug 6,9 Pro- zentpunkte. Gleichzeitig schmälerten jedoch Wechselkurseffekte diese Entwicklung um 5,5 Prozentpunkte. Der Anstieg des Ergebnisses resultierte insbesondere aus dem guten Verlauf in der Region Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika. Die Marge belief sich im abgelaufenen Jahr auf 20,6 Prozent und stellte die zweitbeste Geschäftsfeldrendite im GfK Konzern dar. Diese sehr gute Marge konnte trotz hoher Aufwendungen für die Produktions- und Auswertungssoftware Evogenius erzielt werden. Angesichts neuer Emp- fangstechnologien und Fernsehtrends durch Digitalisierung, Internet und mobile Endgeräte existieren am Markt sehr komplexe Herausforderungen. Die GfK hat ihre Strategie im Bereich Media auf diese Marktentwicklung rechtzeitig ausgerichtet und setzt sie mit Erfolg um. HEALTHCARE : Der Umsatz des Geschäftsfelds belief sich auf 131,9 Millionen Euro. Währungskurse hatten dabei auf die Gesamtentwicklung einen schmälernden Effekt von 5,2 Prozentpunkten. Da ein großer Teil der HealthCare-Umsätze in Nordamerika erwirtschaftet wird, machte sich der niedrige US-Dollar bemerkbar. Die organische Entwicklung reduzierte das Gesamtwachstum um 0,2 Prozentpunkte. Insbesondere das Wachstum der Region Zentral- und Osteuropa konnte jedoch den teilweisen Rückgang anderer Regionen auffangen. Der Erwerb von Unternehmen trug zum Um- satzwachstum positiv mit 1,1 Prozentpunkten bei. Das Geschäftsfeld HealthCare erzielte ein Ergebnis in Höhe von 14,7 Millio- nen Euro. Damit lag es um 8,4 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang resultierte mit jeweils 4,6 Prozentpunkten aus der organischen Entwicklung und aus Wechselkurseffekten. Akquisitionsbedingte Einflüsse hatten auf das Wachstum eine erhöhende Auswirkung von 0,8 Prozentpunkten. Das insge- samt schwierige Marktumfeld in der Gesundheitsbranche verursachte den Ergebnisrückgang des Geschäftsfelds. Betroffen war hierbei insbesondere das britische Geschäft im Konzern. Allerdings zeigt eine Betrachtung der Einzelquartale, dass die Umsatz- und Ergebniszahlen in Großbritannien im letzten Quartal des Geschäftsjahrs den geringsten Abstand gegenüber den Vorjahreswerten ausweisen. Kompensierend erzielte die Region Nordameri- ka einen deutlichen Anstieg beim organischen Ergebniswachstum. Die Mar- ge des Geschäftsfelds konnte trotz der beschriebenen Herausforderungen annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden. SONSTIGE : Der Umsatz betrug hier 3,7 Millionen Euro und lag damit plan- gemäß unter dem Wert des Vorjahrs (4,6 Millionen Euro). Das Ergebnis im Bereich Sonstige veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von minus 1,1 Millionen Euro leicht auf minus 1,5 Millionen Euro. Regionen: globale Präsenz auf den lokalen Märkten der Welt Die GfK Gruppe verfügt über ein Netzwerk eigener Unternehmen, das welt- weit über 100 Länder abdeckt. Geografisch ist das Geschäft in sechs Regio- nen aufgeteilt: DEUTSCHLAND : Die GfK Gruppe ist weiterhin unangefochtener Marktführer in Deutschland. Im Jahr 2007 steigerte sie den Umsatz in ihrem Mutterland um 7,7 Prozent auf 290,3 Millionen Euro (2006: 269,6 Millionen Euro). Dies entspricht einem Viertel des in der GfK Gruppe insgesamt erwirtschafteten Umsatzes. Das Umsatzwachstum war ausschließlich organisch bedingt. WESTEUROPA / MITTLERER OSTEN / AFRIKA : Mit 480,5 Millionen Euro ist West- europa/Mittlerer Osten/Afrika die umsatzstärkste Region der GfK Gruppe. Vom Umsatzzuwachs in Höhe von 5,0 Prozent waren 4,5 Prozentpunkte organischer Natur. Akquisitionsbedingt erhöhte sich der Umsatz um 1,1 Prozent. Wechselkurseffekte minderten das Wachstum um 0,7 Prozentpunk- te. ZENTRAL - UND OSTEUROPA : In der Region Zentral- und Osteuropa steigerte die GfK ihren Umsatz um 13,4 Prozent auf 73,1 Millionen Euro (2006: 64,4 Millionen Euro). Das organische Wachstum belief sich auf 12,4 Prozentpunk- te. Wechselkurseffekte führten zu einer Umsatzsteigerung von 1,0 Prozent- punkten. NORDAMERIKA : Der sich beschleunigende Währungsabschwung des US- Dollars hat das Umsatzwachstum der Region mit 8,2 Prozent belastet. Da- durch sank der Gesamtumsatz um 6,5 Prozent von 257,3 Millionen Euro auf 240,7 Millionen Euro. Organisch wuchs der Umsatz um 1,8 Prozent. Die GfK befindet sich mittlerweile in Nordamerika auf Platz 7 unter den Top 10- Marktforschungsinstituten. LATEINAMERIKA : Die Region Lateinamerika zeichnete sich durch eine außer- ordentlich hohe Wachstumsdynamik aus. Gegenüber dem Vorjahr erzielte die GfK Gruppe in dieser Region einen Umsatzanstieg von 12,9 Prozent auf 26,7 Millionen Euro (2006: 23,7 Millionen Euro). Mit einem organischen Wachstum von 14,4 Prozentpunkten erreichten die GfK Unternehmen in dieser aufstrebenden Region die zweithöchste organische Wachstumsrate innerhalb des Konzerns. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 1,5 Prozentpunkte. ASIEN UND PAZIFIK : Mit einem Anstieg um 28,4 Prozent von 39,6 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 50,8 Millionen Euro erzielte die GfK im Geschäftsjahr 2007 in Asien und Pazifik den prozentual höchsten Umsatzzuwachs aller Regionen. Davon war der größte Anteil, 15,9 Prozentpunkte, anorganischer Natur. Mit 17,9 Prozentpunkten erreichte die Region Asien und Pazifik auch die höchste organische Wachstumsrate der GfK Gruppe. Wechselkurseffekte schmälerten das Umsatzwachstum um 5,5 Prozentpunkte. Wesentliche Veränderungen nach Geschäftsabschluss 2007 Die GfK Gruppe hat Anfang des Jahres 2008 ihr Custom Research-Netzwerk ausgebaut und folgende Akquisitionen getätigt: Zum 1. Januar übernahm die GfK die Blue Moon Group zu 100 Prozent in Australien. Darüber hinaus wurde das Marktforschungsinstitut Bileşim International in der Türkei zum 1. März vollständig erworben. Im Januar 2008 verlängerte der Aufsichtsrat der GfK AG den Vertrag mit dem Vorstandsmitglied Dr. Gérard Hermet, der den Sektor Retail and Tech- nology verantwortet, um weitere fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2013. Am 27. März 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GfK AG beschlossen, der Hauptversammlung die Umwandlung der GfK Aktiengesellschaft in eine Societas Europaea (SE) vorzuschlagen. Die SE ist eine moderne Rechtsform, die eine offene und internationale Unternehmenskultur unterstützt. Sie ist Ausdruck eines unternehmerisch gelebten Europas. Mit ihr wird die GfK Gruppe ihre kontinuierliche Weiterentwicklung in Europa, dem Kontinent, in dem sie ihre Wurzeln hat, dokumentieren. Mit der Rechtsform der SE würde die Gesellschaft die Voraussetzung schaffen, die Beteiligung der europäi- schen Arbeitnehmer zu verstärken. Der Formwechsel verändert die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft nicht. So bleiben die Rechte der Aktionäre, die Börsennotierung und der Sitz der Gesellschaft erhalten. Auch das zweigliedrige Leitungssys- tem aus Vorstand und Aufsichtsrat wird beibehalten.Ausblick Die Marktforschungsbranche hat in der Vergangenheit weltweit regelmäßig Wachstumsraten erzielt, die merklich über den Zuwächsen der Gesamtwirt- schaft lagen, und sich auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten als vergleichsweise krisenresistent erwiesen. Es ist davon auszugehen, dass die Robustheit der Marktforschungsbranche sich auch künftig erweisen wird, wenngleich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung als Einflussfaktor in Rechnung zu stellen ist. So ist zu erwarten, dass sich das langfristige Wach- stum der Marktforschungsbranche im Jahr 2008 fortsetzt, nach Experten- meinung mit einer Rate zwischen 4 und 5 Prozent. Für die GfK Gruppe bietet sich ein Chancenpotential insbesondere im weiteren Ausbau des weltweiten Netzwerks und in der Bereitstellung eines innovativen Angebotsportfolios, das auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung steht und den Kundenbedürfnissen optimal entspricht. Seine Zukunftschancen hat der Konzern auch mit seinem Strategiepro- gramm „5 Star Initiative" definiert, das im Jahr 2008 konsequent weiter- verfolgt wird. Die erste Initiative „Fact-Based Consultancy" betrifft den Ausbau des Dienstleistungsangebots zu hochwertigen faktenbasierten und kontinuierlich erbrachten Beratungsleistungen für das Topmanage- ment der Kunden. Das zweite Ziel „TOP 3" beinhaltet die Vision der Posi- tionierung der GfK im Weltmarkt der Marktforschung. Sie strebt an, die Nummer 3 der Branche zu werden und zugleich jeweils Top 3-Positionen in jedem der wichtigen Marktforschungsländer Europas, Amerikas und der Region Asien und Pazifik sowie in jedem ihrer drei Sektoren zu errei- chen. Dieses soll auch durch weitere Akquisitionen speziell in den Wachs- tumsregionen Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik erreicht werden. Drittens möchte die GfK mit der Maßnahme „Globale Reichweite" ihr weltweites Netzwerk weiter ausdehnen und eigene Unternehmen in allen relevanten Ländern aufbauen. Darüber hinaus wird sich die GfK mit der Initiative „Full Service" auch weiterhin als Full-Service-Marktforschungsunternehmen aufstellen. Mit der Initiati- ve „Hervorragende Finanzsituation" strebt sie mittelfristig einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an. Die GfK geht davon aus, ihren UMSATZ im Geschäftsjahr 2008 mit den zu Jahresbeginn konsolidierten Unternehmen um mehr als 5,5 Prozent orga- nisch steigern zu können. Auswirkungen von Wechselkursveränderungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Damit will die GfK Gruppe wiederum schneller als der Markt wachsen. Die MARGE der GfK Gruppe soll über 13,0 Prozent liegen. Aufgrund ihres ausgewogenen Geschäftsmodells geht die GfK davon aus, ihre Marge auch bei einer rückläufigen Entwicklung der Weltwirtschaft auf einem hohen Ni- veau halten zu können. So steigerte die GfK Gruppe sowohl Umsatz als auch Ergebnis im schwierigen Wirtschaftszyklus 2002 - 2004 deutlich. Die GfK erwartet, dass die HERVORGEHOBENEN POSTEN im Geschäftsjahr 2008 einschließlich der voraussehbaren Kosten für die Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) in einer Bandbreite von 20 bis 25 Milli- onen Euro liegen werden. Das BETEILIGUNGSERGEBNIS wird für das Jahr 2008 auf Vorjahresniveau erwartet. Der NETTO - FINANZAUFWAND soll auf rund 20 Millionen Euro sinken. Seit 1. Januar 2008 gelten in Deutschland geänderte steuerliche Vorschriften. Beispielsweise wurde der Körperschaftsteuersatz gesenkt. Gleichzeitig wur- de auch eine Reihe von Verschärfungen und Einschränkungen gültig. Die GfK Gruppe rechnet nicht mit einer Senkung der Steuerlast aufgrund der neuen Gesetzeslage. Der Einfluss der deutschen Steuerquote auf die KONZERNSTEUERQUOTE ist darüber hinaus begrenzt. Insgesamt strebt die GfK im Konzern eine Steuer- quote unter 30 Prozent an. Entwicklung der Sektoren: Synergien nutzen Die GfK geht für das Geschäftsjahr 2008 davon aus, dass sie in allen Sekto- ren ein gutes Wachstum erzielen wird. Trotz geplanter Investitionen in das Netzwerk sowie in neue Produkte und Services sollen die Margen der Sekto- ren im Rahmen des Vorjahrs liegen. In das Geschäftsjahr 2008 ist die GfK Gruppe erneut gut gestartet. Das Auftragsbuch deckt per Ende Februar schon 42,2 Prozent des zu erwarten- den Jahresumsatzes ab (2007: 41,1 Prozent). Dies entspricht einer Verbes- serung von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr

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