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GfK Gruppe blickt auf Rekordjahr in der Unternehmensgeschichte
Die GfK Gruppe blickt auf ein erfolgreiches
Geschäftsjahr 2007 zurück. Ein neuer Umsatzrekord, ein höheres
operatives Ergebnis, ein deutlich gesteigertes Konzernergebnis
und ein ausgezeichneter Cashflow belegen, dass Deutschlands
größtes Marktforschungsunternehmen und die Nummer 5 weltweit
hervorragend aufgestellt ist.
Die GfK Gruppe versteht sich als ein Full-Service-Institut, das Informationen
zum Konsum und zu den Konsumenten ermittelt. Damit liefert sie das
grundlegende Wissen, das die GfK Kunden benötigen, um ihre Marktchan-
cen zu verbessern. Auch im vergangenen Jahr wurde das Netzwerk durch
gezielte Akquisitionen ausgebaut. Mit mittlerweile über 9.000 Beschäftigten
und 115 operativen Unternehmen, die über 100 Länder abdecken, gewinnt
die GfK deutlich in der Marktforschungsbranche an Profil.
Damit die Aktionäre vom wachsenden Unternehmenserfolg profitieren,
schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 21. Mai
2008 eine deutliche Dividendenerhöhung um 25,0 Prozent von 0,36 auf
0,45 Euro je Aktie vor. Es handelt sich um die achte Erhöhung der Dividende seit dem Börsengang im Jahr 1999 und um die mit Abstand größte Stei-
gerung. Umsatz und Ergebnis
Die GfK steigerte ihren
UMSATZ
im Jahr 2007 um 49,9 Millionen Euro (+4,5
Prozent) auf 1.162,1 Millionen Euro.
Das
ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS
erhöhte sich von 150,5 Millionen um
4,7 Prozent auf 157,6 Millionen Euro. Die Marge wuchs auf den sehr guten
Wert von 13,6 Prozent nach 13,5 Prozent im Vorjahr. Im Vergleich mit den
direkten Wettbewerbern ist die GfK Gruppe hier absolut führend und liegt
unangefochten an der Spitze.
Das angepasste operative Ergebnis ist die Steuerungsgröße zur Messung
des Unternehmenserfolgs der GfK. Die Überleitung vom angepassten opera-
tiven Ergebnis zum operativen Ergebnis erfolgt über die Berücksichtigung
der hervorgehobenen Posten, die vom angepassten operativen Ergebnis
abzuziehen sind.
In den
HERVORGEHOBENEN POSTEN
sind Zu- und Abschreibungen auf aufge-
deckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 30,1 Millio-
nen Euro (2006: 22,5 Millionen Euro) enthalten. Hierbei handelt es sich um
den Saldo aus regulären Abschreibungen in Höhe von 14,8 Millionen Euro,
Impairments (Wertminderungen) und Wertaufholungen in Höhe von 15,3
Millionen Euro. Darüber hinaus enthalten die hervorgehobenen Posten Auf-
wendungen für Mitarbeiteroptionen und langfristige variable Entlohnungs-
systeme in Höhe von 1,7 Millionen Euro (2006: 2,9 Millionen Euro) sowie
verbleibende sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. Saldiert
betragen diese plus 10,6 Millionen Euro (2006: minus 2,6 Millionen Euro).
Das
OPERATIVE ERGEBNIS
erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,9
Millionen Euro (15,1 Prozent) auf 136,4 Millionen Euro.
Die
PERSONALKOSTENQUOTE
, die das Verhältnis der Personalaufwendungen
zum Umsatz ausdrückt, blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert
bei 40,0 Prozent. Absolut betrugen die Personalaufwendungen 465,2 Millio-
nen Euro (2006: 442,3 Millionen Euro).
Die
ABSCHREIBUNGEN
betragen nach Saldierung mit den Zuschreibungen
59,7 Millionen Euro (2006: 51,2 Millionen Euro). Die darin enthaltenen
planmäßigen Abschreibungen, insbesondere auf Software und Geschäfts-
ausstattung, fielen leicht von 45,5 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 44,2
Millionen Euro.
Die GfK Gruppe steigerte ihr
EBIT
deutlich um 14,3 Prozent von 121,9 Milli-
onen Euro im vergangenen Jahr auf 139,4 Millionen Euro im Jahr 2007.
Das
BETEILIGUNGSERGEBNIS
verringerte sich geringfügig von 3,4 Millionen
Euro im Vorjahr auf 3,0 Millionen Euro im Jahr 2007.
Das aus sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen saldierte
SONSTIGE
FINANZERGEBNIS
betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr minus 22,3 Millio-
nen Euro. Dies bedeutet eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum
Vorjahreswert in Höhe von minus 28,4 Millionen Euro. Grund für den Rück-
gang sind die Reduktion des Zinsaufwands wegen der Rückführung von
Finanzverbindlichkeiten sowie ein positives Ergebnis aus derivativen Finanz-
instrumenten.
Insgesamt führt dies zu einer deutlichen Erhöhung des
ERGEBNISSES AUS
LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
von 93,5 Millionen Euro um 25,2 Prozent
auf 117,1 Millionen Euro im Jahr 2007.
Die
ERTRAGSTEUERQUOTE
verringerte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals
von 23,8 Prozent auf 21,9 Prozent. Im Jahr 2007 führten vor allem drei
Faktoren zu der reduzierten Steuerquote: das steuerfreie Ergebnis aus der
Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den außerge-
richtlichen Vergleichsverhandlungen mit UBM, Steuererträge, die sich auf
Vorjahre beziehen, sowie die Verringerung des Steuersatzes für Ertragsteu-
ern in einigen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA.
Die GfK Gruppe steigerte somit das
KONZERNERGEBNIS
von 71,2 Millionen
Euro im Vorjahr um 20,2 Millionen Euro auf 91,4 Millionen Euro im Jahr
2007. Dies entspricht einem Anstieg von 28,3 Prozent. Das Ergebnis je Aktie
stieg von 1,86 Euro im Vorjahr auf 2,33 Euro in diesem Jahr.Vermögens- und Kapitalsituation
Trotz der Ausweitung des Geschäfts verringerte sich die
BILANZSUMME
der
GfK Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 25,4 Millionen Euro auf 1.470,8
Millionen Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Rückgang des langfristi-
gen Vermögens in Höhe von 32,5 Millionen Euro vor allem in einer wäh-
rungsbedingten Reduktion der Geschäfts- oder Firmenwerte, die in US-
Dollar oder in britischen Pfund geführt werden, sowie in der Abschreibung
auf immaterielle Vermögenswerte begründet. Die Veränderung des kurzfris-
tigen Vermögens setzt sich im Wesentlichen aus einem Aufbau der Forde-
rungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen Ertragsteu-
erforderungen zusammen.
Die Veränderungen auf der Passivseite sind erneut geprägt von der Abnah-
me langfristiger Finanzverbindlichkeiten um 79,3 Millionen Euro (2006: 68,3
Millionen Euro). Insgesamt wurden im Berichtsjahr Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 74,2 Millionen Euro getilgt. Die ebenfalls in den lang- und kurz-
fristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten enthaltenen Kaufpreisver-
pflichtungen aus künftigen Anteilserwerben stiegen um 8,8 Millionen Euro
auf 70,2 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist ganz überwiegend bedingt durch
die positive Geschäftsentwicklung der betroffenen Gesellschaften.
Die
EIGENKAPITALQUOTE
zum 31. Dezember 2007 beläuft sich nach 31,2
Prozent im Vorjahr auf 34,6 Prozent.
Investitionen und Finanzierung
Im Jahr 2007 gab die GfK 73,7 Millionen Euro für
INVESTITIONEN
aus (2006:
56,6 Millionen Euro). Die Ausgaben betrafen im Wesentlichen mit 49,2 Milli-
onen Euro die Anschaffung von Software, Geschäftsausstattung und ande-
ren Sachanlagen und mit 22,8 Millionen Euro den Erwerb von konsolidierten
Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten.
Mit dem
CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
in Höhe von
168,1 Millionen Euro (2006: 110,3 Millionen Euro) wurden die laufenden
Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in vollem Umfang finanziert. Das
Working Capital nahm im Jahr 2007 trotz Ausweitung des Umsatzes um
12,8 Millionen Euro ab. Hier zeigen sich deutlich die positiven Effekte aus
den ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals sowie
die insgesamt hohe Cash Conversion Rate, also das Verhältnis zwischen
dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und EBITDA.
Nach Berücksichtigung der Ausgaben für Erhaltungs- und Ersatzinvestitio-
nen in Höhe von 49,2 Millionen Euro ergab sich ein
FREIER CASHFLOW
von
118,9 Millionen Euro (2006: 67,7 Millionen Euro). Damit konnten im abge-
laufenen Geschäftsjahr die getätigten Akquisitionen finanziert werden. Der
danach verbleibende Cashflow wurde zur Rückzahlung von Bankkrediten
genutzt.
Die
NETTOVERSCHULDUNG
, ermittelt als Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz-
fristigen Wertpapierbeständen abzüglich der zinstragenden Verbindlichkei-
ten und Pensionsrückstellungen, konnte um 69,6 Millionen Euro auf 472,9
Millionen Euro reduziert werden. Maßgeblich für diesen Rückgang war die
Rückzahlung von Bankkrediten.
Das
GEARING
, das heißt das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapi-
tal, sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 92,8 Prozent (2006: 116,3
Prozent). Dieser positive Trend zeigt sich ebenso im Verhältnis von Netto-
verschuldung zu den Finanzkennzahlen EBIT, EBITDA und freiem Cashflow.
Alle drei Kennzahlen gingen im Berichtsjahr erheblich zurück. Damit hat die
GfK Investment Grade Kreditqualität. Auf dieser Basis kann sich die Gesell-
schaft günstig refinanzieren und damit als aktiver Partner potentielle Akqui-
sitionen angehen.
Geschäftsfelder: neue Bestmarken in Umsatz und Ergebnis
CUSTOM RESEARCH
: Das Geschäftsfeld Custom Research konnte trotz eines
schwierigen Markts in den USA sowie Großbritannien seinen Umsatz weiter
ausbauen. Mit 538,2 Millionen Euro erreichte das umsatzstärkste Geschäfts-
feld der GfK Gruppe eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Pro-
zent. Die Umsätze des Geschäftsfelds lagen in jedem Quartal über dem
Vorjahr; insbesondere im letzten Quartal 2007 konnte der Abstand gegen-
über 2006 deutlich ausgebaut werden. Das organische Wachstum erreichte
einen Wert von 4,5 Prozentpunkten. Akquisitionen trugen zum Wachstum
1,7 Prozentpunkte bei. Wechselkurseffekte beeinflussten das Gesamtwachs-
tum mit minus 2,2 Prozentpunkten.
Das Ergebnis des Geschäftsfelds betrug 42,9 Millionen Euro und lag damit
leicht unter dem des Vorjahrs. Während das akquisitionsbedingte Wachstum
einen Anstieg von 1,4 Prozentpunkten aufweisen konnte, hatte die organi-
sche Entwicklung einen Rückgang von 0,8 Prozentpunkten zu verzeichnen.
Zusätzlich trugen Wechselkurseinflüsse mit 1,6 Prozentpunkten zum gering-
fügigen Ergebnisrückgang bei. Die leicht negative Abweichung zum Vorjahr
ist auf das Ergebnis im zweiten Quartal 2007 zurückzuführen, welches im
Wesentlichen durch nicht erfolgte Vertragsverlängerungen im syndizierten
Geschäft der Automobilmarktforschung entstanden war. Erfreulicherweise
konnte das Geschäft insgesamt jedoch wieder anziehen. Daher wurde auf-
grund der im zweiten Halbjahr 2007 erwirtschafteten Gewinne das Vorjah-
resniveau fast wieder erreicht. Das Geschäftsfeld erzielte im abgelaufenen
Geschäftsjahr eine Marge von 8,0 Prozent.
RETAIL AND TECHNOLOGY
: Mit dem in der GfK Gruppe höchsten Gesamt-
wachstum von 10,8 Prozent konnte der Geschäftsfeldumsatz auf 260,8 Mil-
lionen Euro erhöht werden. Auf das organische Umsatzwachstum entfielen
dabei 11,6 Prozentpunkte, was den Spitzenwert unter allen fünf Geschäfts-
feldern der GfK darstellte. Konsolidierungseffekte waren nur von unterge-
ordneter Bedeutung. Wechselkurseinflüsse reduzierten das Wachstum um
1,4 Prozentpunkte. Die konsequent umgesetzte Strategie eines weltweiten
Netzwerks, basierend auf dem als Produktions- und Reportingsystem mitt-
lerweile global eingesetzten Instrument StarTrack, ist die Plattform für den
fortgesetzten Erfolg. Den Kundenwünschen nach harmonisierten, globalen
und zeitnahen Berichten insbesondere zu technischen Konsumgütern ent-
spricht Retail and Technology mit einem zunehmend breiteren Angebot. Das
Geschäft verlief weltweit sehr erfreulich.
Auch beim Geschäftsfeldergebnis wurde der höchste Zuwachs innerhalb des
GfK Konzerns erzielt. Es stieg um 13,8 Prozent auf 67,3 Millionen Euro. Dies
war insbesondere auf das organische Wachstum in Höhe von 14,5 Prozent-
punkten zurückzuführen. Akquisitionsbedingte Veränderungen zum Vorjahr
waren auch beim Ergebnis von nachrangiger Bedeutung. Die Auswirkungen
durch Wechselkurse schlugen sich mit minus 1,0 Prozentpunkten nieder.
Die Marge hielt mit 25,8 Prozent weiterhin die Spitzenposition unter den
fünf Geschäftsfeldern und lag damit sogar über dem hohen Niveau des
Vorjahres.
CONSUMER TRACKING
: Das Geschäftsfeld konnte seinen Umsatz um 3,2 Pro-
zent auf 102,9 Millionen Euro anheben. Der Zuwachs war, neben kleineren
Wechselkurseffekten, ausschließlich organischen Ursprungs. Insbesondere
auf dem deutschen Markt konnte die GfK mit innovativen Produkten und
dem Standard-Panelgeschäft ihre Führungsrolle ausbauen. Neben der Ge-
winnung von Neukunden wurde zusätzlich mit dem neuen Beratungsteam
„Advanced Business Solutions" das Geschäft mit bestehenden Kunden signi-
fikant erhöht. Außer in Deutschland war vor allem auch in vielen osteuropä-
ischen Ländern die Entwicklung sehr dynamisch. Dem kontinuierlich stei-
genden Bedürfnis der Kundschaft nach Fact-based Consultancy wurde aktiv
mit maßgeschneiderten Studien entsprochen.Der Ergebnisanstieg des Geschäftsfelds Consumer Tracking betrug 10,2
Prozent. Das Ergebnis wuchs dadurch auf 8,6 Millionen Euro an. Die Steige-
rung resultierte rein aus dem organischen Ergebniswachstum. Neben den
gestiegenen Umsätzen trugen auch die Zunahme renditestarker, panelba-
sierter Studien sowie der kontinuierliche Ausbau der Online-Stichproben
zum Ergebnisanstieg bei. Die Marge konnte von den 7,9 Prozent des Vor-
jahres auf 8,4 Prozent gesteigert werden.
MEDIA
: Der Umsatz des Geschäftsfelds erhöhte sich um 6,4 Prozent auf
124,5 Millionen Euro. Das organische Wachstum belief sich auf 10,1 Pro-
zentpunkte. Der deutliche organische Zuwachs war in erhöhtem Maße auf
große Aufträge in den Regionen Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie
Nordamerika zurückzuführen. Im Bereich der Mediennutzung konnten wie-
der Mehrjahresverträge, unter anderem in den Niederlanden, Rumänien und
der Ukraine, neu gewonnen oder verlängert werden. In den Niederlanden
ist der seit 1964 bestehende Vertrag zur Fernsehreichweitenforschung um
weitere drei Jahre verlängert worden. Derartige Aufträge bilden mit den
bereits bestehenden Verträgen das Fundament für das weitere Umsatz-
wachstum des Geschäftsfelds. Insbesondere der schwache US-Dollar führte
jedoch dazu, dass das Gesamtwachstum durch die Wechselkurseffekte eine
Absenkung um 3,7 Prozentpunkte auffangen musste. Mit einem Plus von 1,3 Prozent steigerte das Geschäftsfeld Media sein Er-
gebnis auf 25,7 Millionen Euro. Das organische Wachstum betrug 6,9 Pro-
zentpunkte. Gleichzeitig schmälerten jedoch Wechselkurseffekte diese Entwicklung um 5,5 Prozentpunkte. Der Anstieg des Ergebnisses resultierte
insbesondere aus dem guten Verlauf in der Region Westeuropa/Mittlerer
Osten/Afrika. Die Marge belief sich im abgelaufenen Jahr auf 20,6 Prozent
und stellte die zweitbeste Geschäftsfeldrendite im GfK Konzern dar. Diese
sehr gute Marge konnte trotz hoher Aufwendungen für die Produktions- und
Auswertungssoftware Evogenius erzielt werden. Angesichts neuer Emp-
fangstechnologien und Fernsehtrends durch Digitalisierung, Internet und
mobile Endgeräte existieren am Markt sehr komplexe Herausforderungen.
Die GfK hat ihre Strategie im Bereich Media auf diese Marktentwicklung
rechtzeitig ausgerichtet und setzt sie mit Erfolg um.
HEALTHCARE
: Der Umsatz des Geschäftsfelds belief sich auf 131,9 Millionen
Euro. Währungskurse hatten dabei auf die Gesamtentwicklung einen
schmälernden Effekt von 5,2 Prozentpunkten. Da ein großer Teil der
HealthCare-Umsätze in Nordamerika erwirtschaftet wird, machte sich der
niedrige US-Dollar bemerkbar. Die organische Entwicklung reduzierte das
Gesamtwachstum um 0,2 Prozentpunkte. Insbesondere das Wachstum der
Region Zentral- und Osteuropa konnte jedoch den teilweisen Rückgang
anderer Regionen auffangen. Der Erwerb von Unternehmen trug zum Um-
satzwachstum positiv mit 1,1 Prozentpunkten bei.
Das Geschäftsfeld HealthCare erzielte ein Ergebnis in Höhe von 14,7 Millio-
nen Euro. Damit lag es um 8,4 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang
resultierte mit jeweils 4,6 Prozentpunkten aus der organischen Entwicklung
und aus Wechselkurseffekten. Akquisitionsbedingte Einflüsse hatten auf das
Wachstum eine erhöhende Auswirkung von 0,8 Prozentpunkten. Das insge-
samt schwierige Marktumfeld in der Gesundheitsbranche verursachte den
Ergebnisrückgang des Geschäftsfelds. Betroffen war hierbei insbesondere
das britische Geschäft im Konzern. Allerdings zeigt eine Betrachtung der
Einzelquartale, dass die Umsatz- und Ergebniszahlen in Großbritannien im
letzten Quartal des Geschäftsjahrs den geringsten Abstand gegenüber den
Vorjahreswerten ausweisen. Kompensierend erzielte die Region Nordameri-
ka einen deutlichen Anstieg beim organischen Ergebniswachstum. Die Mar-
ge des Geschäftsfelds konnte trotz der beschriebenen Herausforderungen
annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden.
SONSTIGE
: Der Umsatz betrug hier 3,7 Millionen Euro und lag damit plan-
gemäß unter dem Wert des Vorjahrs (4,6 Millionen Euro). Das Ergebnis im
Bereich Sonstige veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von minus 1,1
Millionen Euro leicht auf minus 1,5 Millionen Euro. Regionen: globale Präsenz auf den lokalen Märkten der Welt
Die GfK Gruppe verfügt über ein Netzwerk eigener Unternehmen, das welt-
weit über 100 Länder abdeckt. Geografisch ist das Geschäft in sechs Regio-
nen aufgeteilt:
DEUTSCHLAND
: Die GfK Gruppe ist weiterhin unangefochtener Marktführer in
Deutschland. Im Jahr 2007 steigerte sie den Umsatz in ihrem Mutterland
um 7,7 Prozent auf 290,3 Millionen Euro (2006: 269,6 Millionen Euro). Dies
entspricht einem Viertel des in der GfK Gruppe insgesamt erwirtschafteten
Umsatzes. Das Umsatzwachstum war ausschließlich organisch bedingt.
WESTEUROPA
/
MITTLERER OSTEN
/
AFRIKA
: Mit 480,5 Millionen Euro ist West-
europa/Mittlerer Osten/Afrika die umsatzstärkste Region der GfK Gruppe.
Vom Umsatzzuwachs in Höhe von 5,0 Prozent waren 4,5 Prozentpunkte
organischer Natur. Akquisitionsbedingt erhöhte sich der Umsatz um 1,1
Prozent. Wechselkurseffekte minderten das Wachstum um 0,7 Prozentpunk-
te.
ZENTRAL
-
UND OSTEUROPA
: In der Region Zentral- und Osteuropa steigerte
die GfK ihren Umsatz um 13,4 Prozent auf 73,1 Millionen Euro (2006: 64,4
Millionen Euro). Das organische Wachstum belief sich auf 12,4 Prozentpunk-
te. Wechselkurseffekte führten zu einer Umsatzsteigerung von 1,0 Prozent-
punkten.
NORDAMERIKA
: Der sich beschleunigende Währungsabschwung des US-
Dollars hat das Umsatzwachstum der Region mit 8,2 Prozent belastet. Da-
durch sank der Gesamtumsatz um 6,5 Prozent von 257,3 Millionen Euro auf
240,7 Millionen Euro. Organisch wuchs der Umsatz um 1,8 Prozent. Die GfK
befindet sich mittlerweile in Nordamerika auf Platz 7 unter den Top 10-
Marktforschungsinstituten.
LATEINAMERIKA
: Die Region Lateinamerika zeichnete sich durch eine außer-
ordentlich hohe Wachstumsdynamik aus. Gegenüber dem Vorjahr erzielte
die GfK Gruppe in dieser Region einen Umsatzanstieg von 12,9 Prozent auf
26,7 Millionen Euro (2006: 23,7 Millionen Euro). Mit einem organischen
Wachstum von 14,4 Prozentpunkten erreichten die GfK Unternehmen in
dieser aufstrebenden Region die zweithöchste organische Wachstumsrate
innerhalb des Konzerns. Wechselkurseffekte reduzierten den Umsatz um 1,5
Prozentpunkte.
ASIEN UND PAZIFIK
: Mit einem Anstieg um 28,4 Prozent von 39,6 Millionen
Euro im Jahr 2006 auf 50,8 Millionen Euro erzielte die GfK im Geschäftsjahr
2007 in Asien und Pazifik den prozentual höchsten Umsatzzuwachs aller
Regionen. Davon war der größte Anteil, 15,9 Prozentpunkte, anorganischer
Natur. Mit 17,9 Prozentpunkten erreichte die Region Asien und Pazifik auch
die höchste organische Wachstumsrate der GfK Gruppe. Wechselkurseffekte
schmälerten das Umsatzwachstum um 5,5 Prozentpunkte.
Wesentliche Veränderungen nach Geschäftsabschluss 2007
Die GfK Gruppe hat Anfang des Jahres 2008 ihr Custom Research-Netzwerk
ausgebaut und folgende Akquisitionen getätigt: Zum 1. Januar übernahm
die GfK die Blue Moon Group zu 100 Prozent in Australien. Darüber hinaus
wurde das Marktforschungsinstitut Bileşim International in der Türkei zum
1. März vollständig erworben.
Im Januar 2008 verlängerte der Aufsichtsrat der GfK AG den Vertrag mit
dem Vorstandsmitglied Dr. Gérard Hermet, der den Sektor Retail and Tech-
nology verantwortet, um weitere fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2013.
Am 27. März 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GfK AG beschlossen,
der Hauptversammlung die Umwandlung der GfK Aktiengesellschaft in eine
Societas Europaea (SE) vorzuschlagen. Die SE ist eine moderne Rechtsform,
die eine offene und internationale Unternehmenskultur unterstützt. Sie ist
Ausdruck eines unternehmerisch gelebten Europas. Mit ihr wird die GfK
Gruppe ihre kontinuierliche Weiterentwicklung in Europa, dem Kontinent, in
dem sie ihre Wurzeln hat, dokumentieren. Mit der Rechtsform der SE würde
die Gesellschaft die Voraussetzung schaffen, die Beteiligung der europäi-
schen Arbeitnehmer zu verstärken.
Der Formwechsel verändert die rechtliche und wirtschaftliche Identität der
Gesellschaft nicht. So bleiben die Rechte der Aktionäre, die Börsennotierung
und der Sitz der Gesellschaft erhalten. Auch das zweigliedrige Leitungssys-
tem aus Vorstand und Aufsichtsrat wird beibehalten.Ausblick
Die Marktforschungsbranche hat in der Vergangenheit weltweit regelmäßig
Wachstumsraten erzielt, die merklich über den Zuwächsen der Gesamtwirt-
schaft lagen, und sich auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten als vergleichsweise krisenresistent erwiesen. Es ist davon auszugehen, dass die
Robustheit der Marktforschungsbranche sich auch künftig erweisen wird,
wenngleich die wirtschaftliche Gesamtentwicklung als Einflussfaktor in
Rechnung zu stellen ist. So ist zu erwarten, dass sich das langfristige Wach-
stum der Marktforschungsbranche im Jahr 2008 fortsetzt, nach Experten-
meinung mit einer Rate zwischen 4 und 5 Prozent.
Für die GfK Gruppe bietet sich ein Chancenpotential insbesondere im
weiteren Ausbau des weltweiten Netzwerks und in der Bereitstellung
eines innovativen Angebotsportfolios, das auf dem neuesten Stand der
technologischen Entwicklung steht und den Kundenbedürfnissen optimal
entspricht.
Seine Zukunftschancen hat der Konzern auch mit seinem Strategiepro-
gramm „5 Star Initiative" definiert, das im Jahr 2008 konsequent weiter-
verfolgt wird. Die erste Initiative „Fact-Based Consultancy" betrifft den
Ausbau des Dienstleistungsangebots zu hochwertigen faktenbasierten
und kontinuierlich erbrachten Beratungsleistungen für das Topmanage-
ment der Kunden. Das zweite Ziel „TOP 3" beinhaltet die Vision der Posi-
tionierung der GfK im Weltmarkt der Marktforschung. Sie strebt an, die
Nummer 3 der Branche zu werden und zugleich jeweils Top 3-Positionen
in jedem der wichtigen Marktforschungsländer Europas, Amerikas und
der Region Asien und Pazifik sowie in jedem ihrer drei Sektoren zu errei-
chen. Dieses soll auch durch weitere Akquisitionen speziell in den Wachs-
tumsregionen Zentral- und Osteuropa, Lateinamerika sowie Asien und
Pazifik erreicht werden. Drittens möchte die GfK mit der Maßnahme
„Globale Reichweite" ihr weltweites Netzwerk weiter ausdehnen und
eigene Unternehmen in allen relevanten Ländern aufbauen. Darüber
hinaus wird sich die GfK mit der Initiative „Full Service" auch weiterhin
als Full-Service-Marktforschungsunternehmen aufstellen. Mit der Initiati-
ve „Hervorragende Finanzsituation" strebt sie mittelfristig einen Umsatz
von 1,5 Milliarden Euro an.
Die GfK geht davon aus, ihren
UMSATZ
im Geschäftsjahr 2008 mit den zu
Jahresbeginn konsolidierten Unternehmen um mehr als 5,5 Prozent orga-
nisch steigern zu können. Auswirkungen von Wechselkursveränderungen
sind hierbei nicht berücksichtigt. Damit will die GfK Gruppe wiederum
schneller als der Markt wachsen.
Die
MARGE
der GfK Gruppe soll über 13,0 Prozent liegen. Aufgrund ihres
ausgewogenen Geschäftsmodells geht die GfK davon aus, ihre Marge auch
bei einer rückläufigen Entwicklung der Weltwirtschaft auf einem hohen Ni-
veau halten zu können. So steigerte die GfK Gruppe sowohl Umsatz als
auch Ergebnis im schwierigen Wirtschaftszyklus 2002 - 2004 deutlich.
Die GfK erwartet, dass die
HERVORGEHOBENEN POSTEN
im Geschäftsjahr
2008 einschließlich der voraussehbaren Kosten für die Umwandlung in eine
Europäische Aktiengesellschaft (SE) in einer Bandbreite von 20 bis 25 Milli-
onen Euro liegen werden.
Das
BETEILIGUNGSERGEBNIS
wird für das Jahr 2008 auf Vorjahresniveau
erwartet.
Der
NETTO
-
FINANZAUFWAND
soll auf rund 20 Millionen Euro sinken. Seit
1. Januar 2008 gelten in Deutschland geänderte steuerliche Vorschriften.
Beispielsweise wurde der Körperschaftsteuersatz gesenkt. Gleichzeitig wur-
de auch eine Reihe von Verschärfungen und Einschränkungen gültig. Die
GfK Gruppe rechnet nicht mit einer Senkung der Steuerlast aufgrund der
neuen Gesetzeslage.
Der Einfluss der deutschen Steuerquote auf die
KONZERNSTEUERQUOTE
ist
darüber hinaus begrenzt. Insgesamt strebt die GfK im Konzern eine Steuer-
quote unter 30 Prozent an.
Entwicklung der Sektoren: Synergien nutzen
Die GfK geht für das Geschäftsjahr 2008 davon aus, dass sie in allen Sekto-
ren ein gutes Wachstum erzielen wird. Trotz geplanter Investitionen in das
Netzwerk sowie in neue Produkte und Services sollen die Margen der Sekto-
ren im Rahmen des Vorjahrs liegen. In das Geschäftsjahr 2008 ist die GfK Gruppe erneut gut gestartet. Das
Auftragsbuch deckt per Ende Februar schon 42,2 Prozent des zu erwarten-
den Jahresumsatzes ab (2007: 41,1 Prozent). Dies entspricht einer Verbes-
serung von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr
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