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Extrudeure stellen sich Herausforderungen

"Die deutschen Anbieter von Extrusionsanlagen besitzen im internationalen Wettbewerb eine sehr starke Position", weiß Kurth Huth von Plast­consulting. Allerdings müssten sich die Kunststoffverar­beiter zum Erhalt des Status großen Herausforderungen stellen: "Aufgrund der gestiegenen Rohölpreise sind Maß­nahmen zur Einsparung von Energie und Rohstoffen notwendig", mahnt Huth. "Gleichzeitig fordert der Markt eine große Produktvielfalt bei immer kürzeren Produkt­lebenszyklen. Dazu kommen zusätzliche Anforderungen durch die Erweiterung der Produkthaftung, wie beispiels­weise REACH." Huth ist Tagungsleiter der "Extrusionstechnik 2008", die das VDI Wissensforum am 18. und 19. Juni in Bonn veranstaltet. Der jährliche Branchentreff der Extrudeure dient den Experten zum Erfahrungsaustausch und setzt neue Impulse für die Anlagentechnik und Verarbeitung.

VDI-Fachtagung "Extrusionstechnik 2008" am 18. und 19. Juni in Bonn. Download der Grafik unter www.vdi.de/uploads/media/Einschneckenextruder_gross.jpg

Vorausschauende Anlagenplanung, die effiziente Nutzung von Grundwasser, Rückkühlwerken und Abwärme gehören zu den Stellschrauben im Energiehaushalt des Produktionsprozesses, die auf der Tagung diskutiert werden. Neben den aktuellen technologischen Entwicklungen, vor allem im Folien- und Profilbereich, werden auch Möglichkeiten zur Optimierung des Materialeinsatzes vorgestellt, zum Beispiel durch Schäumen, Füllstoffe oder mehrschichtige Koextrusionsverbunde. Atmende Verpackungsfolien für die Lebensmittelindustrie, neue Verfahren zur Herstellung von WPC oder die Einsatzmöglichkeiten des laserunterstützten Formenbaus sind weitere Highlights der Tagung. Breiten Raum nimmt auch die Prozesssicherheit ein, denn automatisierte Qualitätskontrollsysteme, Reklamationsmanagement und neue Zertifizierungsanforderungen gewinnen im internationalen Wettbewerb stetig an Bedeutung.

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