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Von einer Dyskalkulie (Rechenstörung) betroffene Schüler stehen von ihrem ersten Schultag an unter einem sehr hohen Leistungsdruck. Die LehrerInnen sind nicht ausreichend ausgebildet und erkennen daher die Rechenstörung oftmals nicht frühzeitig genug, um den betroffenen Kindern die notwendigen Hilfen zuteil werden zu lassen. Die Kultusministerkonferenz hat in ihren „Grundsätzen zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder im Rechnen" aus dem Jahre 2007 die Rechenstörung außen vor gelassen, so dass keine Berücksichtigung im schulischen Rahmen stattfindet. Einige Bundesländer haben versucht, die Dyskalkulie in ihren schulrechtlichen Regelungen zu berücksichtigen, aber es sind nur unzureichende Maßnahmen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler fixiert worden. Leider sind die Schulen meistens damit überfordert, den Kindern einen adäquaten Förderunterricht anzubieten. Viele der von einer Dyskalkulie betroffenen Kinder erreichen so keinen begabungsgerechten Schulabschluss. Nicht rechnen zu können bedeutet, nicht am Leben in der Gesellschaft teilnehmen zu können. Wer nicht rechnen kann, kann keinen Beruf ausüben, der ihm ermöglicht, selbstständig für seinen Lebensunterhalt zu sorgen.
Der BVL wünscht sich im Interesse aller von einer Rechenstörung betroffenen Menschen, dass das Jahr der Mathematik nicht nur für Menschen gedacht ist, die rechnen können, sondern auch für diejenigen, denen Mathematik ein Buch mit sieben Siegeln ist. Wenn wir die „Dyskalkulie" mit in den Brennpunkt des Jahres 2008 setzen und betroffene Menschen eine angemessene Förderung erhalten, um das Rechnen zu erlernen und die Mathematik zu verstehen, könnte das Jahr der Mathematik für alle Dyskalkuliker zu einem historischen Jahr werden.
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