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In Zukunft werde es für übergreifende Funktionen wie Finanzberichterstattung, Compliance oder Personalwesen durchgängige Zuständigkeiten von ganz unten bis hin zum verantwortlichen Vorstand geben, schreibt das manager magazin. Die operativen Leiter der Geschäfte konzentrierten sich ausschließlich auf Produkte und Kunden. Die Landesgesellschaften dienten den operativen Bereichen als Dienstleister, die vor Ort Kunden betreuen und Mitarbeiter engagieren.
Entsprechend verändert Löscher auch das Incentive-System für die Regionalverantwortlichen. Sie wurden bislang daran gemessen, wie viel Umsatz sie erzielten. Nun berechnen sich die Boni danach, wie gut die Landesleiter neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, Kundenkontakte ausbauen oder hoch qualifizierte Arbeitskräfte rekrutieren. Wer Sonderwege geht, muss mit Sanktionen rechnen - vom Wegfall der Extrazahlungen bis hin zum Karriereknick. Kontrolliert werden soll die Performance vom Vorstand, entweder in einer noch zu schaffenden Position oder nach Regionen aufgeteilt von Personalchef Heinrich Hiesinger, Cheftechnologe Hermann Requardt und Compliance-Vorstand Peter Solmssen.
Ähnlich neu gestaltete Systeme von Incentives und Sanktionen sollen in Zukunft das Verhalten aller Siemens-Führungskräfte steuern. Laut manager magazin will Löscher „klipp und klar" definierte Rollen für alle Verantwortlichen schaffen. Hält sich der Manager erfolgreich an die Vorgaben, wird er mit Boni und Aufstiegschancen belohnt. Verstößt er gegen Vorgaben und Regeln, drohen Konsequenzen - bis hin zu einer Bestellung vor das neu geschaffene Disziplinarkomitee, wenn er Compliance-Vorschriften missachtet hat.
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