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Einkommenserwartung: entspricht dem Mittelwert Die Einkommenserwartung der Konsumenten ist im Oktober noch einmal etwas zurückgegangen. Nach Verlusten von 3 Zählern weist der Indikator nun minus 0,7 Punkte auf. Damit befindet sich die Einkommensstimmung geringfügig über dem Vorjahreswert sowie im Bereich des Mittelwerts, der etwa bei 0 Punkten liegt. Die zuletzt stark gestiegenen Inflationserwartungen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Einkommensentwicklung derzeit wieder nüchterner gesehen wird. Durch steigende Preise beziehungsweise Ankündigungen wei- terer Preiserhöhungen sehen die Verbraucher die Kaufkraft ihrer verfügbaren Einkommen gefährdet und äußern sich entsprechend weniger optimistisch. Neben bereits deutlich angehobenen Lebensmittelpreisen werden die Kon- sumenten offenbar derzeit von den hohen Energiepreisen sowie der Ankün- digung von Strompreiserhöhungen diverser Anbieter verunsichert. Damit werden die positiven Effekte auf die Einkommensaussichten durch die Tarif- abschlüsse sowie die Entspannung am Arbeitsmarkt, die noch zu Beginn des Jahres Wirkung zeigten, durch das Thema Inflation überlagert. Anschaffungsneigung: konkurriert mit Sparverhalten Steigende Preise greifen nun offenbar auch zunehmend auf die Konsum- und Anschaffungsneigung der Bundesbürger über. Nachdem bereits im Septem- ber ein deutlicher Rückgang gemessen wurde, musste der Indikator in die- sem Monat nochmals Verluste hinnehmen. Mit einem Minus von 10,5 Zählern im Oktober sind diese noch ausgeprägter als im Vormonat. Aktuell weist der Indikator einen Wert von minus 12,9 Punkten auf. Die bereits erfolgten Preiserhöhungen sowie weitere drohende Aufschläge bei Strom und anderen Energieträgern verstärken die Unsicherheit hinsichtlich der künftig zur Verfügung stehenden Kaufkraft. Viele Verbraucher fürchten, dass sie in Zukunft unter anderem mehr für Strom, Gas, Benzin und Heizöl aufwenden müssen und entsprechend weniger Mittel für andere Anschaffun- gen verfügbar haben. Zurückhaltung macht sich breit. Für diese Verunsiche- rung spricht auch die Tatsache, dass die Sparneigung derzeit zunimmt. Konsumklima: gedämpfte Aussichten Vor dem Hintergrund einer rückläufigen Einkommenserwartung und Anschaf- fungsneigung in Verbindung mit einer steigenden Sparneigung muss das Konsumklima Einbußen hinnehmen. Der Indikator prognostiziert nach revi- diert 6,7 Punkten im Oktober für November einen Wert von 4,9 Punkten. Vor allem die im Sommer überraschend aufgekommene Inflationsangst ist für die Eintrübung der Konsumstimmung verantwortlich. Zumal die Rahmen- bedingungen, wie eine gute konjunkturelle Situation sowie eine spürbare Entspannung am Arbeitsmarkt, günstig bleiben. Diese werden erst dann wie- der an Einfluss gewinnen, wenn das Thema Inflation an Dramatik verliert und an der Preisfront wieder Ruhe einkehrt. Zudem muss bei den Konsumen- ten die Gewissheit entstehen, dass die Turbulenzen an den Finanzmärkten kaum Auswirkungen auf sie haben werden. Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indika- toren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Dar- über hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben. Der nächste Veröffentlichungstermin ist der 28. November 2007.
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