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Deutscher Nobelpreisträger fordert mehr Innovationen: „Wir sind oft nicht schnell genug“

Deutschland brauche dringend einen „technologischen Innovationsschub“, um auch in Zukunft mit anderen Nationen wirtschaftlich mithalten zu können.Diese Meinung vertrat der Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch in einemInterview mit manager magazin (Erscheinungstermin: 21. September 2007).„Die Zukunft einer modernen Industrienation liegt nicht im Herstellen vonWaschmaschinen, Kühlschränken und ähnlichen Geräten mit altbewährterTechnik.“ Er mache sich Sorgen um die „wirtschaftliche Leistungsfähigkeitunseres Landes, um den Wohlstand seiner Bewohner“.

Hänsch, Direktor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik in Garching beiMünchen, kritisierte insbesondere die deutschen Wissenschaftler. Zwar gebees viele Erfinder im Land. „Aber sie finden oft nicht die richtigenNischen, aus denen heraus sie sich etablieren könnten. Oder sie können sichnicht gut genug durchsetzen.“ Was Deutschland fehle, seien jungeWissenschaftler, die aus den Universitäten heraus Hightech-Firmengründeten. Eine solche „Kultur der Unternehmensausgründungen“ sei „nochnicht weit genug verbreitet“.

Die Konsequenz sei eine Langsamkeit bei der wirtschaftlichen Verwertung vonForschungsergebnissen, die man sich im beschleunigten internationalenWettbewerb nicht mehr leisten könne. „Wir sind oft nicht schnell genug, zuunbeweglich beim Umgang mit technischen Neuerungen.“

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