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Qualifizierungsoffensive gestartet

2006 gab es trotz 48.000 unbesetzten Stellen 37.905 arbeitslose Ingenieure.Diesem offensichtlichen Missmatch zwischen gefragten und angebotenen Qualifikationen begegnet der SACHEN MACHEN-Partner redi-Group seit vergangenem Jahr mit einer Initiative zur Reintegration älterer Fachkräfte in den Arbeitsmarkt. Durch diese Qualifizierungsoffensive hofft Dieter Reitmeyer, Gründer und Geschäftsführer der auf Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie spezialisierten redi-Group aus Langenfeld im Rheinland, bis zu 1000 ältere Ingenieure pro Jahr wieder für den Arbeitsmarkt fit zu machen: „Das in Deutschland vorhandene Potenzial möchten wir erkennen und fördern und so dem Ingenieurmangel entgegen wirken.“

Es handelt sich um ein gezielt für Wiedereinsteiger erarbeitetes, je nach Kenntnisstand neun bis vierzehn Monate dauerndes, Ausbildungsprogramm. „Unsere Qualifizierungsmatrix lässt detaillierte Antworten zu vorhandenen Qualifikationen zu“, erläutert Andrea Sasse, Leitung Public Relations. Schulungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erfolgen in einem Schulungszentrum in Bremen. Durch Trainings on the job erfolgt anschließend direkt in Unternehmen das praktische Wissensupdate. Im März 2007 konnte die Daimler AG als Kooperationspartner gewonnen werden. Sie stellt im Werk Ludwigsfelde zunächst zehn Ausbildungsplätze für die Trainings zur Verfügung und ist sehr zufrieden mit der Leistungsbereitschaft. „Häufige Vorurteile, ältere Arbeitnehmer seien teurer und weniger belastbar, können wir und die beteiligten Unternehmen nicht bestätigen“, betont Reitmeyer. Ein Signal möchte die redi-Group auch an andere Unternehmen senden, denn sie sieht in Zeiten schnellen technologischen Wandels generell Weiterbildungen als notwendigen Bestandteil des Unternehmensalltags.

Seit Beginn der Initiative wurden 174 der 216 geschulten Ingenieure übernommen oder vermittelt. Die redi-Group hofft jetzt, weitere Kooperations-Partner für ihr Konzept werben zu können, die sie bei ihrem Beitrag zur Stärkung des Technologiestandorts Deutschland und damit zur Initiative SACHEN MACHEN unterstützen.

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