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Alnatura erhöht Milchpreise zugunsten der regionalen Landwirtschaft
Sinkende Milch-Auszahlungspreise bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten machen es vielen Bauern schwer, die Existenz ihrer Höfe zu sichern. Die Situation auf dem Bio-Milchmarkt ist zwar etwas besser, dennoch können mittlerweile auch viele Bio-Bauern den Preisverfall bei Milch nicht mehr auffangen: Zur Zeit liegt der Auszahlungspreis für einen Liter Bio-Milch zwischen 31 Cent und 36 Cent, bei konventioneller Milch sogar nur bei knapp 28 Cent. Etwa 40 Cent sind im Öko-Landbau jedoch notwendig, um kostendeckend wirtschaften zu können.Alnatura will diesem negativen Trend entgegenwirken und startet zum 1. September 2006 die Initiative *Faire Preise für die Bio-Milchbauern": Der Ladenverkaufspreis für die Alnatura Frischmilch (Vollmilch und fettarme Milch) wird um 10 Cent erhöht. 5 Cent dieser Preiserhöhung zahlt der Abfüller, die Upländer Bauernmolkerei, direkt an die beliefernden Bio-Bauern aus. Für die Alnatura Frischmilch erhöht sich damit der Auszahlungspreis an die Landwirte um 15 Prozent. *Wir wollen ein Signal setzen gegen die aktuellen Milch-Dumpingpreise und deutlich machen, dass Milch ein im Wortsinne wertvolles Lebensmittel ist. Unsere Kunden können mit dem Kauf der fair gehandelten Bio-Milch einen direkten Beitrag für die Erhaltung der bäuerlichen Landwirtschaft leisten", erläutert Götz Rehn, Gründer und Geschäftsführer von Alnatura. Josef Jacobi, Bio-Bauer und Aufsichtsratsvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei: *Wir sind überzeugt, dass die Kunden bereit sind, einen höheren Preis für Bio-Milch zu zahlen, denn sie können sicher sein, ein gesundes Lebensmittel aus artgerechter Tierhaltung zu bekommen."
Der höhere Milch-Auszahlungspreis soll nicht nur zur Existenzsicherung von Bio-Höfen und der nachhaltigen Weiterentwicklung der bäuerlichen Milchviehhaltung beitragen. Die Aussicht auf eine bessere Kostendeckung durch höhere Milchpreise soll konventionell wirtschaftende Bauern motivieren, ihre Betriebe auf Bio umzustellen: Da die Nachfrage nach Bio-Milch kontinuierlich steigt, dieser Bedarf mit Milch aus Deutschland aber nicht ausreichend gedeckt werden kann, muss teilweise Milch aus dem benachbarten Ausland zugekauft werden. Ein fairer Milchpreis sichert deshalb auch die heimische Landwirtschaft.
Verkauft wird die fair gehandelte Bio-Milch in 302 tegut Märkten in Hessen, Bayern, Niedersachsen und Thürigen, in den 104 Filialen von Budni im Raum Hamburg sowie in den deutschlandweit 25 Alnatura Super Natur Märkten. Der Preis für einen Liter Alnatura Vollmilch erhöht sich ab dem 1. September von derzeit 89 Cent auf 99 Cent, der Preis für die fettarme Milch steigt entsprechend von 79 Cent auf 89 Cent. Davon gehen 40 Cent direkt an die Bio-Milchbauern, der Rest verteilt sich auf Molkerei, Logistik, Handel und Mehrwertsteuer. Im vergangenen Jahr verkaufte Alnatura über 3,2 Millionen Liter Frischmilch unter seiner Marke. Für 2006 und 2007 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Steigerung der Absatzzahlen.
Die Alnatura Frischmilch in Bioland-Qualität wird von der Upländer Bauernmolkerei im nordhessischen Willingen-Usseln geliefert. Die Molkerei wurde 1996 gegründet und ist ein genossenschaftlich organisierter Zusammenschluss von 95 Bio-Bauern. Jährlich 17 Millionen Liter Bio-Milch werden an die Molkerei geliefert, verarbeitet und vermarktet.
Unter der Qualitätsmarke Alnatura werden mehr als 670 verschiedene Bio-Lebensmittel produziert. Diese Markenartikel werden in den derzeit 25 Alnatura Super Natur Märkten sowie in über 2.450 Filialen verschiedener Handelspartner in Deutschland, Österreich, Luxemburg und mehreren osteuropäischen Ländern verkauft. Alnatura beschäftigt zurzeit 690 Mitarbeiter und 44 Lehrlinge. Im Geschäftsjahr 2004/2005 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 145 Millionen Euro und damit ein Plus von 24 Prozent zum Vorjahr.
*Sinnvoll für Mensch und Erde" ist für Alnatura nicht nur Handelsmaxime im Alltag, sondern auch Ausdruck des Engagements für die ökologische Landwirtschaft und verschiedene Bildungs- und Forschungsprojekte: Zum Beispiel engagiert sich das Unternehmen in der Entwicklung eines ganzheitlich orientierten Wirtschaftsstudiums an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn. Alnatura bietet jährlich zwei Studierenden die Möglichkeit, die Praxisphasen des Studiums im Unternehmen zu absolvieren. Weitere Informationen: www.alanus.edu
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