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Carl Zeiss Vision reagiert auf schwieriges Marktumfeld

Die Carl Zeiss Vision International GmbH, seit Jahresbeginn weltweit die Nummer zwei im Markt der Augenoptik, begegnet heftigem Wettbewerbs- druck und Marktveränderungen mit einer Neuausrichtung ihrer Entwicklungs-, Vertriebs- und Produktionskapazitäten.Der Standort Aalen, Zentrale des weltweit tätigen Unternehmens, wird als Hightech-Standort für Produkte im oberen Preissegment gestärkt. Dafür sind Investitionen von rund 4 Mio. Euro vorgesehen. Carl Zeiss Vision, die im Frühjahr 2005 aus der Verschmelzung der Carl Zeiss Augenoptik und dem US-Wettbewerber SOLA hervorgegangen ist, stützt sich auch künftig auf die in Aalen vorhandene Entwicklungskompetenz und will so die Spitzenposition bei hochveredelten Premium-Gläsern ausbauen.

"Unsere Führungsposition fußt auf dem Standort Aalen mit seinem Technologie-Know-how und seiner Expertise in Hightech-Produkten", sagte Rudolf Spiller, der neben der Verantwortung für Aalen bei Carl Zeiss Vision auch für Zentral-, Nord- und Osteuropa zuständig ist. "Aalen wird im neuen Konzern die Rolle einer der zentralen Brillenglasproduktionen im mitteleuropäischen Markt übernehmen. Das Know-how am Standort Deutschland verschafft uns technologischen Vorsprung. Wir werden hierzulande – anders als unsere Konkurrenten – auch künftig in Anlagen und qualifizierte Mitarbeiter investieren und die weltweit größte Brillenglasrezeptproduktion beibehalten."

Die Konzernintegration der Carl Zeiss Vision geht planmäßig voran. Sorge bereitet jedoch der deutsche Markt, in dem knapp ein Fünftel des Konzernumsatzes erzielt wird. Die Produktion von bestimmten Einfachgläsern und Prozessschritte mit geringer Wertschöpfung sind angesichts der hohen Arbeitskosten am hiesigen Standort wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Für die erfolgreiche Zukunftssicherung und Fokussierung des Standorts Aalen sind deshalb ein- schneidende Restrukturierungen notwendig. Als zentrale Maßnahme wird die Produktion von Standardgläsern verlagert. Aber auch in Vertrieb und Verwaltung sind Kosten- und Struktur- anpassungen erforderlich. Insgesamt sind bis zu 400 Stellen betroffen; bis Ende 2007 sollen diese Maßnahmen umgesetzt sein.

Rudolf Spiller kündigte an: "Wir müssen jetzt handeln, um langfristig den Standort Aalen zu sichern und in Deutschland wieder erfolgreich zu wirtschaften. Nur ein gesundes und ertragreiches Unternehmen kann sich im internationalen Wettbewerb behaupten und Arbeitsplätze erhalten. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern suchen wir nach sozialverträglichen Lösungen."

Mitarbeiter und Arbeitnehmervertreter wurden von der Geschäftsleitung im Vorfeld informiert. Die intensiven Gespräche mit dem Betriebsrat werden fortgeführt und konkrete Umsetzungsschritte eingeleitet.

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