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Hilfe in der Not des Vogels – Handaufzucht einer Bischofstangare

Nicht nur publikumsattraktive Säugetierjunge werden im Zoo von Tierpflegern aufgezogen, wenn eine natürliche Aufzucht aus irgendeinem Grund nicht möglich ist. Auch weniger bekannte Lebewesen müssen zuweilen handaufgezogen werden, sofern man sie nicht sterben lassen möchte. So geschehen im Vogelhaus des Berliner Zoos, als am 12. Oktober ein Nest brütender Bischofstangaren abgestürzt in der Voliere gefunden wurde. Am Boden saß ein etwa 6tägiger, noch nackter Nestling, der aber ansonsten bei bester Gesundheit war. Was lag näher, als den Zögling einzusammeln und fortan zu füttern. 9 Tage darauf, nach unzähligen kleinen Vogelmahlzeiten war die kleine Tangare flügge und bezog einen eigenen Käfig, um auch hier weiterhin versorgt zu werden. Die anfängliche Insektennahrung wird mittlerweile mit Obst (haupsächlich Banane) ergänzt und der Jungvogel ähnelt schon sehr seinen Eltern.

Bischofstangaren haben ein überwiegend blaugraues Gefiedert, Schillerfarben zieren die Flügel. Etwa 240 Tangarenarten bewohnen die Tropen und Subtropen Amerikas. Der Berliner Zoo hält und züchte derzeit aber nur noch eine einzige Art. Der letzte Jungvogel gehört schon zur dritten Brut dieses Jahres. In der jetzt dritten Saison brütet ein Zuchtpaar, was seit 2004 im Zoo lebt, mit gutem Aufzuchtserfolg. Im Regelfall besteht ein Gelege aus zwei Eiern.

Die Zucht auch kleiner Vögel wird in der Zoowelt zunehmend wichtiger, da sich die Importbedingungen über die Jahre hinweg schrittweise verschlechtert haben.

Meldung von: Zoologischen Garten Berlin

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