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Aufmerksame Besucher entdecken die mit einer Körpergröße von über 1 m größten Vertreter der afrikanischen Nashornvögel frei laufend im weitläufigen Giraffenschauhaus. Denn mitnichten ist das Haus leer, wenn die Netzgiraffen tagsüber auf ihrer Freianlage weilen. Ohnehin sind die Hornraben von weitem meist schon an ihren voluminösen Ruflauten zu erkennen. Fast schon in der Art eines Subwoofers schallen diese in der Natur über mehrere Kilometer hinweg. Die Partner rufen abwechselnd und schätzen vermutlich ihre Distanz zueinander ab, wenn sich die zumeist Boden bewohnenden Vögel bei der Nahrungssuche im hohen Gras der Steppe nicht sehen können.
Hornraben sind unverwechselbar: einheitlich schwarzes Gefieder, weiß abgesetzte Handschwingen, knallrot sowohl an den unbefiederten Gesichtspartien als auch am vorderen oberen Teil des Nackens und an dem arttypischen Kehlsack. Dazu umwerfend lange Wimpern!
In noch abgespeckter Farbversion, da in jugendlichem Federkleid, erkennt man seit neustem das mittlerweile knapp 4 Monate alte, männliche Jungtier. Hornvögel nisten in Bruthöhlen, wobei die Hornraben dahingehend eine Ausnahme bilden, dass sie sich zum Brutgeschäft nicht einmauern. Es bleibt aber dabei, dass der fürsorgliche Hahn Futter an die Höhle bringt. Nach rund 5-6 Wochen schlüpft der Jungvogel, bis er nach weiteren 80 Tagen erstmals die Höhle verlässt. Zu dem Zeitpunkt ist er schon auf dem besten Wege, seine Eltern größenmäßig einzuholen. Letztere werden ihn in den kommenden sechs Monaten bis zur Entwöhnung weiterhin mit unzähligen Mäusen und Heuschrecken füttern.
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