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Der Rote Neon, auch Kardinaltetra genannt, hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet, das von Venezuela über Brasilien bis nach Westkolumbien reicht. Bis vor ein paar Jahren grundsätzlich als Schwarzwasserfisch (die dunkle, kaffeebraune Farbe von Schwarzwasser ist durch das Mitführen von gelösten Säuren bedingt) angesehen, steht nach neuesten Untersuchungen fest, dass der Rote Neonfisch Biotope im Klarwasser bevorzugt und sich in beschatteten Arealen aufhält.
Diese Verhältnisse finden die maximal 4 cm großen, leuchtend rot gefärbten Süßwasserfische ausreichend auch im Piranha-Becken vor. Denn die ebenfalls aus Südamerika stammenden Raubfische, die aufgrund ihrer messerscharfen Zähne für viele Schauermärchen herhalten müssen und durch das Töten kranker oder verletzter Fische doch nur Gesundheitspolizei spielen, müssen in Aquarien mit dichter Bepflanzung gehalten werden, in denen die Fische Unterschlupf finden. Ansonsten laichen Piranhas nicht ab.
Wer also in den kommenden Tagen das Aquarium des Zoo Duisburg besucht, sollte durch das weithin sichtbare Funkeln des schillernden Fischschwarms nicht lange nach dem Piranha-Becken suchen müssen.
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