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Rechte von Flüchtlingskindern in Europa stärken

Flüchtlingskinder werden in Deutschland und auf europäischer Ebene nicht kindgerecht behandelt. Anlässlich des Tages des Flüchtlings am 20. Juni fordert die Kinderhilfsorganisation terre des hommes, die bestehende Praxis im Asylverfahren zu ändern. »Es ist ein krasser Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention, dass 16 bis 18-jährige Kinder in Abschiebehaft genommen werden und keinen gleichberechtigten Zugang zu Schule, Ausbildung und Arbeit erhalten«, so Andreas Meißner, Flüchtlingsexperte von terre des hommes. »Sie fristen ihr Dasein allzu oft mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus.« terre des hommes fordert Deutschland und die EU-Staaten auf, die UN-Kinderrechtskonvention voll umzusetzen und damit endlich einen wirksamen Beitrag zum Schutz von minderjährigen Flüchtlingen zu leisten.

Die Europäische Kommission hat Ende 2007 Vorschläge für eine weitreichende Harmonisierung des europäischen Asylrechts gemacht, die bis 2010 erreicht werden soll. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die EU sich letztendlich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigt und besonders für Kinder keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen werden. »Flüchtlingskinder brauchen überall gleich hohe Schutzstandards, egal in welches europäische Land sie fliehen. Ihnen muss Zugang zu Bildung gewährt werden, und wenn sie unbegleitet sind, brauchen sie einen qualifizierten Vormund«, so Andreas Meißner. »Sie benötigen schnellstmöglich einen legalen Aufenthaltstitel und dürfen nicht in Abschiebehaft genommen werden.«

Weltweit sind nach Angaben des UNHCR etwa 40 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon kommen ungefähr zehn Prozent nach Europa, von diesen ist etwa die Hälfte minderjährig. Im Jahr 2006 waren in Deutschland 45 Prozent der Asylerstantragsteller unter 18 Jahren alt. Minderjährige Kinder suchen in Europa Schutz vor Krieg, Gewalt, Ausbeutung, Vertreibung oder Zwangsrekrutierung.

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