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IN tIME führt Umweltmanagement ein

Der auf hochwertige Industriegüter spezialisierte Kurierdienstleister IN tIME Direkt-Kuriere hat den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen als strategisches Ziel verankert. Nach einer mehr als neunmonatigen Vorbereitungszeit ist das Unternehmen kürzlich durch die DEKRA Certification nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert worden. Die Grundlage für den per Norm festgelegten kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Bezug auf Emissionen und Ressourcenverbrauch bildet ein Umwelt-Zielsystem (Umwelt-Scorecard), das die durch den Betrieb verursachten Umweltauswirkungen in fünf Kategorien abbildet (Betrieb von Kraftfahrzeugen, Energie, Wasser, Abfall, Lärm). Die Zieldefinition und Erfassung der Messwerte erfolgt über zwei dutzend Indikatoren, z.B. ‚CO²-Emissionen der Fahrzeuge', ‚Gesamtstromverbrauch der Filialen' und ‚Abfallmengen'. Je nach Bedarf kann das Zielsystem weiter ausdifferenziert und um neue Kennzahlen erweitert werden. Koordiniert wird das Umweltmanagement durch den Qualitäts- und Umweltbeauftragten Holger Siegmann. Ein Projektteam unter seiner Leitung, dem Fachleute aus allen Bereichen des Unternehmens angehören, wertet die Messungen aus und überwacht die Umsetzung der Vorgaben. Das Gremium gibt Hilfestellungen und erhöht wenn nötig den Druck auf Abteilungen und Subunternehmen zur Einhaltung der Ziele. Die Dokumentation des Umweltmanagements ist als Teilbereich in das intranetbasierte Qualitätsmanagementsystem integriert worden. „Die Bereiche Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit sind so eng miteinander verbunden, dass die Gesamtkoordination dieser Managementsysteme in einem Kompetenzbereich gebündelt wurde", erläutert Siegmann. „So werden die Effizienz und Zielgenauigkeit aller Maßnahmen deutlich gesteigert."

Schulungsprogramm erweitert

Damit der Verbesserungsprozess auf allen Ebenen der Organisation gelebt wird, hat IN tIME die Umweltziele und -maßnahmen zu einem zentralen Baustein der Mitarbeiterqualifizierung gemacht. „Wir treiben das Thema intensiv durch Schulungen voran", betont Siegmann. Die Erstschulung für neue Mitarbeiter, die an allen IN-tIME-Standorten obligatorisch ist, wurde um ein Umwelt-Modul erweitert - genauso wie die Fortbildungsveranstaltungen für eigene Fahrer und Subunternehmer in den Bereichen Arbeitssicherheit und Qualität, die an bis zu 35 Wochenenden im Jahr stattfinden. Dabei geht es um praktische Regeln zu Themen wie Müllvermeidung, Stromsparmaßnahmen und kraftstoffsparendes Fahren. „Die Geschäftsführung hat mit der Zertifizierung ein Signal für die gesamte Firma gesetzt und gezeigt, dass sie den finanziellen und zeitlichen Mehraufwand für die Einhaltung freiwilliger Umweltziele nicht scheut", so Siegmann. Auch bei den Mitarbeitern sei die Bereitschaft groß. „Die meisten Beteiligten sind Umweltthemen gegenüber sehr aufgeschlossen und können sich mit ihren Ideen deutlich stärker einbringen, als es bei anderen Systemen der Fall ist. Die Eigeninitiative und der Grad der Identifizierung mit dem System sind sehr erfreulich", konstatiert Siegmann.

Pionier im Mittelstand

IN tIME gehört zu den ersten Unternehmen im mittelständisch geprägten Markt für zeitkritische Direkttransporte, die ein strukturiertes Umweltmanagement nach ISO 14001 eingeführt haben. „Wir setzen damit ein Zeichen für unsere industriellen Kunden, dass wir neben der Leistungs- und Prozessqualität auch bei der Verringerung von Umweltauswirkungen mit ihnen an einem Strang ziehen", betont Geschäftsführer Gerd Röttger. IN tIME gilt als Sonderfahrtenspezialist im europäischen Automotive-Sektor, der für seine strengen Qualitäts- und Umweltstandards bekannt ist. „Den vermeintlichen Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichem und ökologischem Handeln können wir in vielen Bereichen auflösen", erklärt Röttger. So ist zum Beispiel die optimale Auslastung der Laderaumkapazität genauso wichtig für die Effizienz des Unternehmens wie für die Umwelt. Jede vermiedene Leerfahrt hilft Kraftstoff sparen, verringert die Emissionen und verbessert gleichzeitig die Ertragslage.

CO²-Aufwand in den Prozessen verringern

Wichtige Stellschrauben im Umweltmanagementsystem bei IN tIME sind zum einen die Effizienz der Transportplanung und zum anderen die Kraftstoffintensität der Flotte. Bei der Transportplanung kommt es darauf an, den Leerkilometeranteil am Verkehrsaufkommen, der aktuell bei rund 30 Prozent liegt, durch intelligente Disposition sukzessive zu senken. Mit Blick auf die Kraftstoffintensität verfolgt die Firma das Ziel, den Verbrauch der eingesetzten Fahrzeuge durch technische Maßnahmen und verändertes Fahrverhalten zu reduzieren. Das wird zum Beispiel durch die weitere Verjüngung der Flotte, Gewichtsoptimierung der in Einsatz befindlichen Fahrzeuge und Anhänger (z.B. durch Austausch von Stahl durch Aluminium) oder Schulungen zu umweltschonendem Fahren geschehen. Im Zusammenspiel solcher Maßnahmen ergibt sich eine Verringerung des Kohlendioxidausstoßes im Verhältnis zur Transportleistung - „die Sendungen gelangen somit unter immer geringerem Ressourcenaufwand zu ihren Empfängern", erklärt Röttger. Dabei ist zu erwarten, dass die Verbesserungsspielräume in den einzelnen Kategorien durch die Optimierung auf die Dauer immer geringer werden. „ISO 14001 ist ein dynamisches System, dass laufend fortgeschrieben, erweitert und überprüft werden muss. Wenn sich auf bestimmten Gebieten ein Sättigungspunkt abzeichnet, ist das Unternehmen gefordert, neue Umweltpotenziale auszuloten", verdeutlicht Röttger. Schon während der Einführung und Vorbereitung auf die Zertifizierung habe sich gezeigt, dass man laufend neue, nachrangige Umweltaspekte entdeckt, die zusammengenommen eine große Auswirkung haben können.

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