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Sind Fernsehen und Umweltschutz vereinbar

Auf dem Markt für Unterhaltungs- elektronik sind inzwischen Themen wie Energieeffizienz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit mehr als nur ein Schlag- wort. Die GfK Retail and Technology, die den Absatz von technischen Gebrauchsgütern weltweit ermittelt, hat in einer Consumer Electronic Conference in München am 10. Juni 2008 dieses Thema aufgegriffen und den 130 Teilnehmern die neuesten Entwicklungen zu Green CE aus unterschied- lichster Sicht aufgezeigt. Der Markt für Unterhaltungselektronik ist stets von dramatischen technischen Veränderungen geprägt. So hat sich in der Fernsehwelt innerhalb weniger Jahre der Markt von traditionellen Röhrengeräten zu einem reinen Flachbildmarkt entwickelt. Mit der Entwicklung zum Flachbildfernseher werden aber auch immer größere Geräte mit deut- lich verbesserter Bildqualität und immer höherem Kontrast verkauft. Wie lässt sich diese Entwicklung zu ‚immer größer' und ‚immer besser' mit den Ideen von Energieeffizienz verbinden? Sicher ist: Die Indust- rie hat bei der Entwicklung neuer Fernsehgeräte die Herausforderun- gen des Stand-By-Stromverbrauchs in den Griff bekommen. In ganz Europa brauchen neue TV-Geräte im Durchschnitt deutlich weniger Stand-By-Strom als in der Vergangenheit.

Fernsehgeräte gesamt: Entwicklung des durchschnittlichen Stand-by-Stromverbrauchs im I. Quartal 2008 Land Abnahme des durchschnittlichen Stand-by-Stromverbrauchs (in Pro- zent) 1. Frankreich -27 2. Deutschland -25 3. Italien -24 4. Spanien -21 5. Großbritannien -11 Quelle: GfK Handelspanel Andererseits bedingt die europaweite Entwicklung hin zu immer größeren Bildern auch einen höheren Stromverbrauch während der Einschaltzeit. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Geräte in Haushal- ten permanent zunimmt und die Einschaltdauer des TV-Gerätes mit etwa vier Stunden pro Tag und Person in Europa auf hohem Niveau stagniert. Ein Energie-Label für Unterhaltungselektronik fehlt noch Ein standardisiertes Energie-Label für Unterhaltungselektronik, das mit bereits existierenden Energie-Labels für Kühlschränke oder Waschmaschinen vergleichbar wäre, existiert bisher nicht. Im Be- reich der Weißen Waren sind die Erfahrungen durchaus positiv. Mit Hilfe des Energielabels wurde dieses Thema für Marketing und Kommunikation nutzbar gemacht, ohne dass andere Produkteigen- schaften wie Komfort oder Design im Marketing und in der Produkt- entwicklung vernachlässigt wurden. Auch der Handel greift das Thema Energieeffizienz zunehmend auf. Eine europaweite Studie der GfK im Handel hat ergeben, dass vier von fünf Händlern dieses Thema im Bereich Unterhaltungselektronik aktiv unterstützen, indem sie den Stromverbrauch der Geräte aus- weisen. Der Handel sieht das Thema Energieverbrauch überwiegend als geeignetes Instrument zum Verkauf der Produkte. Und letztendlich ist das Thema Stromverbrauch auch für den Kon- sumenten ein zunehmend wichtiger Punkt beim Neukauf eines Fern- sehgerätes. Nach Preis und Bildqualität wird dieses Kriterium bei der Entscheidungsfindung meistens an dritter Stelle herangezogen. Das Interesse am Thema Energieverbrauch ist besonders hoch bei Per- sonen, die sich vor kurzem ein Gerät gekauft haben oder beabsichti- gen, bald ein Gerät zu kaufen.

Insgesamt besteht damit auch im Markt für Unterhaltungselektronik die dringende Herausforderung, das Thema Green CE in der Tages- ordnung mit an oberste Stelle zu setzen. Zur GfK Gruppe Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der Marktforschungsunter- nehmen, ist in den drei Sektoren Custom Research, Retail and Tech- nology und Media aktiv. Insgesamt gehören der GfK Gruppe 115 ope- rative Unternehmen an, die über 100 Länder abdecken. Von den 9.297 Beschäftigten (Stand 31. März 2008) arbeiten 81,1 Prozent außerhalb Deutschlands. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com.

Mehr zu* GfK AG im Meldungsarchiv

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