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Nachdem die Erdmännchen vor rund zwei Monaten in die neue Freianlage an der Waldschänke gezogen waren, hatten sie sogleich begonnen, sich ihr Zuhause zurechtzubuddeln und nach ihren offensichtlichen Vorlieben zu gestalten. In den Wochen danach entstand ein ausgedehntes Netzwerk an Höhlen und Gängen. Die von Menschenhand während der Bauphase angelegten Wurfhöhlen wurden allesamt angenommen und in dieses System integriert.
Vor kurzem entdeckten nun die Pfleger auf ihrer morgendlichen Kontrollrunde durch das Revier den Zuwachs: aus den Gängen krochen zwei Jungtiere ans Tageslicht. Allerdings gab es längere Zeit vorher schon Anzeichen für die Geburt, denn das hoch tragende Weibchen war eines Tages deutlich weniger rund: sie musste ihre Jungen in einer der Wurfhöhlen geboren haben.
Mittlerweile sind die Jungtiere kräftig genug, um mit ihren Artgenossen gut mithalten und gemeinsam auf Streifzug durch die Anlage gehen zu können. Sie lieben es und tun es den anderen Familienmitgliedern gleich, sich bei kühler Witterung unter die Wärmestrahler zu legen. Felsen und Baumstämme nutzen sie ausgiebig als Klettermöglichkeiten und darüber hinaus machen sie schon Anstalten, sich auf eine ihrer späteren Aufgaben im Familienverband vorzubereiten: das Wachehalten. Während alle anderen Mitglieder eifrig nach Futter suchen, wacht ein Erdmännchen immer von erhöhter Position aus, um die Artgenossen gegen etwaige Raubfeinde zu sichern.
Eine gewisse Situationskomik hat es durchaus, wenn die kleinen Erdmännchen sich aufrichten, Männchen machen und nach einem langen Tag voller kindlicher Verausgabung beim Wachehalten einnicken und nach vorne kippen.
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