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Nach der anfänglichen, störungsfreien Aufzucht in den Stallungen unter Artgenossen, durfte das junge Stachelschwein, das sich bei der vor kurzem durchgeführten Geschlechtsbestimmung als Männchen herausstellte, seine ersten Ausflüge auf der weitläufigen Freianlage machen. Immer mit dabei: seine Mutter als Bodyguard. Oft lässt es sich auch OMA nicht nehmen, die beiden zu begleiten. Nicht nur, dass das Gras auf der Anlage hoch gewachsen ist und der Kleine etwas Orientierungshilfe benötigt. Die Stachelschweine leben in Gemeinschaft zu Gänsegeiern, Afrikanischen Marabus sowie einer ganzen Schar an Helmperlhühnern. Ein bisschen Aufregung ist da durchaus angesagt, denn Jungtiere sind immer etwas Besonderes und genießen „Welpenschutz". Mutter Stachelschwein weiß ihren Kleinen gegenüber allzu neugierigen Annäherungsversuchen sicher abzuschirmen.
Die Stacheln bleiben aber grundsätzlich da, wo sie auch hingehören: am Tier. Stachelschweine sind höchst wehrhaft. Die 40 cm langen, schwarzweiß geringelten und starren Spieße sind nichts anderes als umgebildete Haare und diese sind einzigartig im Tierreich! Bei Gefahr durch ein angreifendes Raubtier richtet das Stachelschwein seine Stacheln auf, faucht, stampft mit den Hinterläufen auf den Boden und rasselt mit den Spießen des Schwanzes. Nur falls der Feind nicht ablassen sollte, so attackiert das Stachelschwein, wobei sich einzelne Stacheln lösen, die sich in die Haut des Gegners bohren. Als ernst zu nehmender Fressfeind muss in der Wildbahn einzig der Leopard angesehen werden.
Nach einer Tragzeit von etwa 100 Tagen werden 1 bis 4, schon völlig behaarte Jungtiere geboren, mit bereits geöffneten Augen. Stacheln sind bereits vorhanden und sehr weich. Sie verhärten innerhalb weniger Stunden nach der Geburt.
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