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„In Burma gibt es bei Armee und nichtsstaatlichen bewaffneten Gruppen Zehntausende von Kindersoldaten. Damit ist Burma vermutlich das Land mit den meisten Kindersoldaten weltweit", so Sascha Decker, Pressesprecher der Kindernothilfe. „Die Gewalt, mit der die Militärregierung schon Neunjährige rekrutiert und anschließend gegen die eigenen Leute kämpfen lässt, ist unvorstellbar." Acht weitere reguläre Regierungsarmeen missbrauchen Minderjährige in Kampfeinsätzen, beispielsweise im Sudan, in Uganda und Israel. 26 Regierungsarmeen haben Minderjährige in ihren Reihen, darunter auch die Bundeswehr. In 24 Ländern rekrutieren nichtstaatliche bewaffnete Gruppen wie Guerilla und Milizen Kindersoldaten.
Zu den positiven Entwicklungen der letzten vier Jahre gehört, dass die Zahl der Konflikte, in denen Kinder eingesetzt werden, von 27 auf 17 gesunken ist. Vor allem in Afrika endeten mehrere Konflikte und viele Kindersoldaten wurden demobilisiert. „Doch in fast allen aktuellen bewaffneten Konflikten weltweit werden Kinder als Soldaten eingesetzt, unter anderem weil sie billiger und leichter manipulierbar sind als Erwachsene", so Ralf Willinger von terre des hommes. „Ein anderer Grund für das Rekrutieren von Kindern ist die verbreitete Straffreiheit. Die Verantwortlichen müssen für dieses Kriegsverbrechen endlich vor internationale und nationale Gerichte kommen."
Der Report dokumentiert die Rekrutierungspraxis und den Einsatz minderjähriger Soldaten sowie ihre Entlassung und Reintegration in 197 Ländern. Herausgeber ist die Coalition to Stop the Use of Child Soldiers, ein Zusammenschluss internationaler Organisationen, die sich dafür einsetzen, dass Kinder unter 18 Jahren nicht als Soldaten missbraucht werden. Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten ist der deutsche Zweig der Coalition und hat zwölf Mitgliedsorganisationen.
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